Parteien: Gebr. Wolfgang Ernst und Johann Dietrich von Löwenstein-Wertheim sowie Grafen Johann Kasimir von Löwenstein bzw. Erbach als Herren der Herrschaft Breuberg gegen Landgraf Ludwig von Hessen-Darmstadt Vertreter: Dr. Sigismund Haffner 1619 (1612) Lic. Peter Paul Steurnagel 1619 (1617) Gegenstand: mandati de relaxando captivo uff die pfandung deß schultheißen zu Wersau verstrickung b(elangend) Übergriff in kläg. Vogteigerechtigkeit zu Wersau, wo Bekl. wegen der hessischen Zehnt Ober-Ramstadt nur vier, nach Martini zu remittierende Zehntrügen und sonst keine Gerechtsame hat. Dessen ungeachtet haben hessischer Amtmann in Lichtenberg Balthasar von Wittolshausen gen. Schrautenbach und dortiger Keller Georg Vloth breubergischen Schultheißen Adam Hollermann und Heimbürgen Philipp Beetmann oder Bittmann gefangen nehmen lassen, weil diese Strafe in Vogteisache eingetrieben hatten. Hessen beansprucht gem. Ober-Ramstadter Zehntweistum bzw. kraft landesfürstlicher Obrigkeit für dortiges Zehnt- oder Landgericht nicht nur gen. vier Kriminalsachen, sondern alle rügbaren Fälle und Zivilsachen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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