Bonn, Minoriten, Akten AA 0164 (Bestand)
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AA 0164 120.40.02
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 1. Behörden und Bestände vor 1816 >> 1.2. Geistliche Institute >> 1.2.1. A - D >> 1.2.1.15. Bonn >> 1.2.1.15.8. Minoriten
15. Jh.-1798
diverse Handschriften, Besitzrechte, Finanzen
Bestandsbeschreibung: Bonn. - Gegründet 1274, aufgehoben 1802.
Übersicht
Die Stiftungsurkunde fehlt. Das Kloster erhielt im Jahr 1387 eine Monstranz und Ornamente, bestand also damals, doch wahrscheinlich erst seit kurzer Zeit. 1390 folgt ein Geschenk für die Beleuchtung der Kirche. Im 15. Jahrhundert erwirbt das Kloster durch Ankauf und Geschenk Grundstücke und Renten. Mit dem 16. Jahrhundert heben die Messstiftungen an, die seitdem die Charakterseite der Klöster tertii ordinis oder der Fratrum minorum bilden. Nach Maßgabe, wie die reichen Kanonikalstifte und Abteien ausschließlich ein Unterkommen für Söhne und Töchter aus den vornehmen oder doch wohlhabenden Familien wurden, die, zurückgezogen von dem Volke, ein behagliches Leben führten, ward für den Anbau des religiösen Elementes und sittlichen Wandels, besonders an den Orten gedrängter Bewohnerschaft, immer mehr das Bedürfnis von Geistlichen gefühlt, die unmittelbar im Volke lebten und durch Beichthören und Andachtübungen praktischer auf dasselbe einzuwirken vermochten. Der Einfluss ist bekannt, den die Fratres minores auf diesem Wege, zunächst in den unteren Klassen, dann aufwärts bis zu den Kabinetten der Fürsten erlangten. Unbedeutend für sich allein erscheinen die einzelnen Stiftungen, wovon auch dieses Kloster Kunde gibt. Doch die Richtung, das religiöse Gepräge dieser Zeit spiegelt sich darin ab.
Retrokonversion des analogen Findbuches (Abschrift in VERA) durch Werkvertragskraft Sabine Ines Rauch, Oktober / November 2011; abschließende Kontrolle und Überarbeitung durch Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, April 2012.
Bestandsbeschreibung: Bonn. - Gegründet 1274, aufgehoben 1802.
Übersicht
Die Stiftungsurkunde fehlt. Das Kloster erhielt im Jahr 1387 eine Monstranz und Ornamente, bestand also damals, doch wahrscheinlich erst seit kurzer Zeit. 1390 folgt ein Geschenk für die Beleuchtung der Kirche. Im 15. Jahrhundert erwirbt das Kloster durch Ankauf und Geschenk Grundstücke und Renten. Mit dem 16. Jahrhundert heben die Messstiftungen an, die seitdem die Charakterseite der Klöster tertii ordinis oder der Fratrum minorum bilden. Nach Maßgabe, wie die reichen Kanonikalstifte und Abteien ausschließlich ein Unterkommen für Söhne und Töchter aus den vornehmen oder doch wohlhabenden Familien wurden, die, zurückgezogen von dem Volke, ein behagliches Leben führten, ward für den Anbau des religiösen Elementes und sittlichen Wandels, besonders an den Orten gedrängter Bewohnerschaft, immer mehr das Bedürfnis von Geistlichen gefühlt, die unmittelbar im Volke lebten und durch Beichthören und Andachtübungen praktischer auf dasselbe einzuwirken vermochten. Der Einfluss ist bekannt, den die Fratres minores auf diesem Wege, zunächst in den unteren Klassen, dann aufwärts bis zu den Kabinetten der Fürsten erlangten. Unbedeutend für sich allein erscheinen die einzelnen Stiftungen, wovon auch dieses Kloster Kunde gibt. Doch die Richtung, das religiöse Gepräge dieser Zeit spiegelt sich darin ab.
Retrokonversion des analogen Findbuches (Abschrift in VERA) durch Werkvertragskraft Sabine Ines Rauch, Oktober / November 2011; abschließende Kontrolle und Überarbeitung durch Staatsarchivamtmann Jörg Franzkowiak, April 2012.
Archivbestand
Deutsch
Ergänzungsüberlieferung:
1. im Landesarchiv NRW:
1.1. Abteilung Rheinland, Düsseldorf:
Kurköln VIII Nr. 407 a) betr. geplante Verlegung auf den Kreuzberg, 1756 ff.; Kurköln VIII Nr. 662) Vermögen, 1547, Pacht zu Vershoven, 1552, Aufnahme von Kapitalien, Status, 1724-1799
1.2. Abteilung Westfalen, Münster:
Herrsch. Desenberg 19) 96) 771) 781) (Nachlass des Hofkammerpräsidenten v. Spiegel) betr. die Reform 1790-1791 im Zusammenhang mit der "Verfolgungsgeschichte“ des Eulogius Schneider
2. in anderen Archiven:
2.1. im katholischen Pfarrarchiv St. Remigius in Bonn:
Hs. 18) Liber memoriarum (= Chronik), (1295)-1785 (vgl. Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 43, S. 89 ff.; Eubel, S. 69 ff.); 19) Descriptio status miseri et hinc miserandi ante, in et post bombardationem, exustionem civitatis, conventus ac ecclesiae Bonnensis F. F. Min. S. P. Franc. conventualium ... per F. A. Wissingh, 1689 (ebda., S. 127 ff.); 20) Rituale, 1773, und Liber registralis sepulchorum, -1786; vgl. auch Tille Bd. 1, S. 138 f.
2.2. im Stadtarchiv Bonn:
Französ. Zeit 48/17) Mitglieder- und Einkünfteverzeichnis, 1795
2.3. im Landeshauptarchiv Koblenz:
Abt. 256/6825 und VIII 52) betr. Aufhebung
1. im Landesarchiv NRW:
1.1. Abteilung Rheinland, Düsseldorf:
Kurköln VIII Nr. 407 a) betr. geplante Verlegung auf den Kreuzberg, 1756 ff.; Kurköln VIII Nr. 662) Vermögen, 1547, Pacht zu Vershoven, 1552, Aufnahme von Kapitalien, Status, 1724-1799
1.2. Abteilung Westfalen, Münster:
Herrsch. Desenberg 19) 96) 771) 781) (Nachlass des Hofkammerpräsidenten v. Spiegel) betr. die Reform 1790-1791 im Zusammenhang mit der "Verfolgungsgeschichte“ des Eulogius Schneider
2. in anderen Archiven:
2.1. im katholischen Pfarrarchiv St. Remigius in Bonn:
Hs. 18) Liber memoriarum (= Chronik), (1295)-1785 (vgl. Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 43, S. 89 ff.; Eubel, S. 69 ff.); 19) Descriptio status miseri et hinc miserandi ante, in et post bombardationem, exustionem civitatis, conventus ac ecclesiae Bonnensis F. F. Min. S. P. Franc. conventualium ... per F. A. Wissingh, 1689 (ebda., S. 127 ff.); 20) Rituale, 1773, und Liber registralis sepulchorum, -1786; vgl. auch Tille Bd. 1, S. 138 f.
2.2. im Stadtarchiv Bonn:
Französ. Zeit 48/17) Mitglieder- und Einkünfteverzeichnis, 1795
2.3. im Landeshauptarchiv Koblenz:
Abt. 256/6825 und VIII 52) betr. Aufhebung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 08:22 MESZ
Hierarchie
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- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
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- 1.2. Geistliche Institute (Tektonik)
- 1.2.1. A - D (Tektonik)
- 1.2.1.15. Bonn (Tektonik)
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