Christine Louise, verwitwete Gräfin von Ortenburg ält. Linie, geb. Rheingräfin v. Rheingrafenstain, und Ludwig Emanuel, Graf von Ortenburg, als Vormünder ihres Sohnes, bezw. Neffen Joseph Karl Leopold Ludwig Friedrich Graf v. Ortenburg, verleihen dem Johann Oberndorfer, Hofrichter des Klosters Fürstenzell, als Lehensmann des Abtes Placidus des Klosters Formbach an dem halben Hof zu Haiden, Pfarrei Eggelheim, Gericht Vilshofen, den 4. Teil, d.h. soviel eine Sölde ausmacht (Gült 4 Schilling Pfennig). Ein langjähriger Rechtsstreit mit dem Kloster wurde durch Vergleich vom 14. V. 1792 beendet. Danach ist Oberlehensherr der Reichsgraf, Unterlehensherr der Abt. Beim Ableben dieses Lehensherrn fallen an 11 Guld. 2 Kr. plus 3 fl. 2 Kr. Kanzleigebühr, beim Ableben des Lehensmannes nur die letzteren.
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Christine Louise, verwitwete Gräfin von Ortenburg ält. Linie, geb. Rheingräfin v. Rheingrafenstain, und Ludwig Emanuel, Graf von Ortenburg, als Vormünder ihres Sohnes, bezw. Neffen Joseph Karl Leopold Ludwig Friedrich Graf v. Ortenburg, verleihen dem Johann Oberndorfer, Hofrichter des Klosters Fürstenzell, als Lehensmann des Abtes Placidus des Klosters Formbach an dem halben Hof zu Haiden, Pfarrei Eggelheim, Gericht Vilshofen, den 4. Teil, d.h. soviel eine Sölde ausmacht (Gült 4 Schilling Pfennig). Ein langjähriger Rechtsstreit mit dem Kloster wurde durch Vergleich vom 14. V. 1792 beendet. Danach ist Oberlehensherr der Reichsgraf, Unterlehensherr der Abt. Beim Ableben dieses Lehensherrn fallen an 11 Guld. 2 Kr. plus 3 fl. 2 Kr. Kanzleigebühr, beim Ableben des Lehensmannes nur die letzteren.
Kloster Formbach Urkunden, BayHStA, Kloster Formbach Urkunden 164
Kloster Formbach Urkunden
Kloster Formbach Urkunden >> Urkunden
1792 Mai 22
Perg.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Lehenssiegel
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Ortenburg
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1792
Monat: 5
Tag: 22
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Ortenburg
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1792
Monat: 5
Tag: 22
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:30 MESZ