Guts- u. Familienarchiv v. Oheimb (Bestand)
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NLA BU, Dep. 19
Nds. Landesarchiv, Abt. Bückeburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.1 Adels- und Gutsarchive
1308-1952
Bestandsgeschichte: Im Jahre 1970 (Acc. 24/69, 12/70) hinterlegte Herr Parm v. Oheimb auf Hudenbeck die in Hudenbeck und Enzen vorhandenen Familien- und Gutsarchivalien, darunter 107 Pergamenturkunden, die listenmäßig erfaßt waren, im Niedersächsischen Staatsarchiv in Bückeburg.
Der Aktenbestand setzt sich zusammen aus Familienpapieren und privaten Briefschaften, überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Akten der schaumburgischen und schaumburg-lippischen Ritterschaft, deren Vorsitz seit 1763 Johann Friedrich Georg v. Oheimb und dann sein Sohn bis 1848 führten. Die Registratur reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück und ist für die Jahrzente nach der Teilung der Grafschaft und der Auseinandersetzungen der Stände mit Graf Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe (1681 - 1728) recht vollständig überliefert, Akten der Gutsverwaltung von Enzen, Helpsen, Stadthagen mit Krebshagen, Holzhausen/Porta, Hudenbeck und Holzhausen, Kr. Lübbecke, sowie des Kleinen Neelhofes mit dem Seehof.
Die Überlieferung der Stammgüter der Familie, Enzen und Helpsen, reicht bis ins Mittelalter zurück. Die Enzer Gutsakten laufen bis zum Jahre 1948, die Helpser enden mit der Übernahme des Gutes durch Julius v. Oheimb im Jahre 1867.
Das Gut in Stadthagen kam durch die Heirat von Gerd Lippold v. Oheimb mit Amalie v. Wietersheim (1655) in den Besitz der Familie und wurde durch weitere Ankäufe von Casimir Christian v. Oheimb vergrößert. Aus diesen Erwerbungen stammen die Akten der Vorbesitzer Gogreve, v. Rottorp, v. Gadenstedt, v. Puttkammer und v. Landesberg.
Zu der Erbschaft gehörte auch die Wietersheimsche Armenstiftung in Stadthagen aus dem Jahre 1604, deren Akten - bis zum Jahre 1903 reichend - eine besondere Abteilung des Bestandes bildet. - Der adlig-freie Hof Nr. 1 in Krebshagen wurde 1776 von Johann Heinrich Siedenberg gekauft und war seitdem mit dem Gut Stadthagen verbunden, dessen Akten bis
Bestandsgeschichte: zum Jahre 1929 reichen.
Johann Friedrich Georg v. Oheimb erwarb durch Heirat mit der Erbtochter Charlotte v. Grone im Jahre 1768 das Gut Holzhausen/Porta. Familienbriefe der v. Grone reichen bis ins Jahr 1610 zurück. Die Gutsüberlieferung enthält Urkunden und Akten der Vorbesitzer v. Olden seit 1461 bis 1930.
Friedrich Wilhelm Christian v. Oheimb kaufte im Jahre 1812 von Heinrich Carl Wilhelm v. Steding das Gut Holzhausen b. Preußisch Oldendorf und im Jahre darauf Hudenbeck mit dem Brüggehof von Carl Friedrich v. Scheele. Die Gutsakten von Hudenbeck setzen 1634, die von Holzhausen 1756 ein. Der Kleine Neelhof mit dem Seehof bei Rinteln wurde 1827 ebenfalls von Friedrich Wilhelm Christian v. Oheimb gekauft und 1849 seinem Sohn Alexander überschrieben. Damit endet die Aktenüberlieferung.
Eine Zusammenfassung der Akten der einzelnen Güter war nicht möglich, da von Generation zu Generation die Verwaltung von Einzelgut- und Gesamtbesitzbewirtschaftung wechselte. Deshalb wurden die Sachgruppen nach Gütern untergliedert, denen ein allgemeiner Betreff - mehrere oder alle Güter umfassend - vorangeht. Eine Übersicht über die Besitzfolge der Güter wird auf der nächstfolgenden Seite gegeben.
Der Aktenbestand, der vermutlich erst im 20. Jahrhundert die größten Verluste erlitt, wurde völlig ungeordnet übernommen. Er bestand - neben einer Reihe gebundener Rechnungsbände - überwiegend aus losen Blättern, die neu zu Akten formiert werden mußten. Ein altes Archivverzeichnis war nicht zu ermitteln. Eine nur sporadisch vorhandene Numerierung läßt darauf schließen, daß der Bestand nie systematisch verzeichnet war. Viele Vorgänge weisen große Lücken auf, so daß sowohl die Familien- als auch die Bestizgeschichte nicht mehr voll rekonstruierbar ist. Auch wichtige Nachlässe, so der des Staatsministers Alexander v. Oheimb, müssen als verloren gelten.
Die Verzeichnung und
Bestandsgeschichte: Formierung der Akten wurde in den Jahren 1978 - 1982 von Herrn Hubert Gerden durchgeführt, der auch den Orts- und Personenindex erstellte. Die Verzeichnung der Urkunden, Karten und Pläne sowie die Herstellung der systematischen Ordnung nahm die Unterzeichnete vor. Das Findbuch schrieb Helga Warschewski.
Frau Ursula v. Oheimb, die Witwe des Hinterlegers, nahm am Fortgang der Ordnungsarbeiten regen Anteil und ermunterte dadurch alle Beteiligten bei der mühsamen Arbeit. Ihr sei dafür besonders gedankt.
Bückeburg, im Dezember 1983
Dr. Poschmann, Archivdirektorin
Im Januar 2011 wurde das Findbuch von Frau Edith Winkelhake in die EDV eingegeben.
Dr. Brüdermann, Juli 2011
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Zusatzinformationen: abgeschlossen
Der Aktenbestand setzt sich zusammen aus Familienpapieren und privaten Briefschaften, überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Akten der schaumburgischen und schaumburg-lippischen Ritterschaft, deren Vorsitz seit 1763 Johann Friedrich Georg v. Oheimb und dann sein Sohn bis 1848 führten. Die Registratur reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück und ist für die Jahrzente nach der Teilung der Grafschaft und der Auseinandersetzungen der Stände mit Graf Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe (1681 - 1728) recht vollständig überliefert, Akten der Gutsverwaltung von Enzen, Helpsen, Stadthagen mit Krebshagen, Holzhausen/Porta, Hudenbeck und Holzhausen, Kr. Lübbecke, sowie des Kleinen Neelhofes mit dem Seehof.
Die Überlieferung der Stammgüter der Familie, Enzen und Helpsen, reicht bis ins Mittelalter zurück. Die Enzer Gutsakten laufen bis zum Jahre 1948, die Helpser enden mit der Übernahme des Gutes durch Julius v. Oheimb im Jahre 1867.
Das Gut in Stadthagen kam durch die Heirat von Gerd Lippold v. Oheimb mit Amalie v. Wietersheim (1655) in den Besitz der Familie und wurde durch weitere Ankäufe von Casimir Christian v. Oheimb vergrößert. Aus diesen Erwerbungen stammen die Akten der Vorbesitzer Gogreve, v. Rottorp, v. Gadenstedt, v. Puttkammer und v. Landesberg.
Zu der Erbschaft gehörte auch die Wietersheimsche Armenstiftung in Stadthagen aus dem Jahre 1604, deren Akten - bis zum Jahre 1903 reichend - eine besondere Abteilung des Bestandes bildet. - Der adlig-freie Hof Nr. 1 in Krebshagen wurde 1776 von Johann Heinrich Siedenberg gekauft und war seitdem mit dem Gut Stadthagen verbunden, dessen Akten bis
Bestandsgeschichte: zum Jahre 1929 reichen.
Johann Friedrich Georg v. Oheimb erwarb durch Heirat mit der Erbtochter Charlotte v. Grone im Jahre 1768 das Gut Holzhausen/Porta. Familienbriefe der v. Grone reichen bis ins Jahr 1610 zurück. Die Gutsüberlieferung enthält Urkunden und Akten der Vorbesitzer v. Olden seit 1461 bis 1930.
Friedrich Wilhelm Christian v. Oheimb kaufte im Jahre 1812 von Heinrich Carl Wilhelm v. Steding das Gut Holzhausen b. Preußisch Oldendorf und im Jahre darauf Hudenbeck mit dem Brüggehof von Carl Friedrich v. Scheele. Die Gutsakten von Hudenbeck setzen 1634, die von Holzhausen 1756 ein. Der Kleine Neelhof mit dem Seehof bei Rinteln wurde 1827 ebenfalls von Friedrich Wilhelm Christian v. Oheimb gekauft und 1849 seinem Sohn Alexander überschrieben. Damit endet die Aktenüberlieferung.
Eine Zusammenfassung der Akten der einzelnen Güter war nicht möglich, da von Generation zu Generation die Verwaltung von Einzelgut- und Gesamtbesitzbewirtschaftung wechselte. Deshalb wurden die Sachgruppen nach Gütern untergliedert, denen ein allgemeiner Betreff - mehrere oder alle Güter umfassend - vorangeht. Eine Übersicht über die Besitzfolge der Güter wird auf der nächstfolgenden Seite gegeben.
Der Aktenbestand, der vermutlich erst im 20. Jahrhundert die größten Verluste erlitt, wurde völlig ungeordnet übernommen. Er bestand - neben einer Reihe gebundener Rechnungsbände - überwiegend aus losen Blättern, die neu zu Akten formiert werden mußten. Ein altes Archivverzeichnis war nicht zu ermitteln. Eine nur sporadisch vorhandene Numerierung läßt darauf schließen, daß der Bestand nie systematisch verzeichnet war. Viele Vorgänge weisen große Lücken auf, so daß sowohl die Familien- als auch die Bestizgeschichte nicht mehr voll rekonstruierbar ist. Auch wichtige Nachlässe, so der des Staatsministers Alexander v. Oheimb, müssen als verloren gelten.
Die Verzeichnung und
Bestandsgeschichte: Formierung der Akten wurde in den Jahren 1978 - 1982 von Herrn Hubert Gerden durchgeführt, der auch den Orts- und Personenindex erstellte. Die Verzeichnung der Urkunden, Karten und Pläne sowie die Herstellung der systematischen Ordnung nahm die Unterzeichnete vor. Das Findbuch schrieb Helga Warschewski.
Frau Ursula v. Oheimb, die Witwe des Hinterlegers, nahm am Fortgang der Ordnungsarbeiten regen Anteil und ermunterte dadurch alle Beteiligten bei der mühsamen Arbeit. Ihr sei dafür besonders gedankt.
Bückeburg, im Dezember 1983
Dr. Poschmann, Archivdirektorin
Im Januar 2011 wurde das Findbuch von Frau Edith Winkelhake in die EDV eingegeben.
Dr. Brüdermann, Juli 2011
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
Zusatzinformationen: abgeschlossen
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 11:33 MESZ