Schied zwischen Graf Georg von Wertheim und Marsilius Voit von Rieneck Graf Michael (II.) zu Wertheim, Schenk Eberhardt zu Erbach und Gotz von Berlichingen zu Hernnberg entscheiden in dem Streite zwischen Graf Georg zu Wertheim, ihrem Sohn, Schwager und Herrn, und dem festen Marschillius Voit von Rieneck. Der Letztere hat des Grafen Kaufleute auf der Straße gefangen und ihnen 250 fl. abgenommen. Dafür habe der Graf dem Voit seine Behausung zu Ursprungen mit allen Gütern genommen und den Bruder Nebuckodenvser Voit und Mariel vom Weyler gefangen gesetzt und zu erneuten Stellung in einem Wertheimer Wirtshaus verpflichtet. Dem Gotz von Berlichingen "zu Ehr und gnädigem Gefallen" hat nun der Graf 100 fl. an der Schadenersatzsumme nachgelassen. So muß nun Marschillius Voit dem Grafen 150 fl. in den kommenden 2 Jahren in 2 Hälften jeweils am Tag Johanns des Täufers bezahlen und bis zur endgültigen Abtragung den Hof Stadelhofen darum verpfänden. Die besetzten Güter soll aber der Graf zurückgeben, die Gefangenen soll gegen Verschreibung frei gegeben werden. Die durch den Grafen beim kaiserlichen Kammergericht gegen Marschillius erwirkte Acht soll der Graf beim Kammergericht wieder aufheben lassen, auch bei denen von Nürmberg bewirken, daß dem Voit von jenen kein Schaden zugefügt wird. Den von Marschillius übersandten Fehdebrief soll ihm der Graf durch Gotz v. B. zurückgeben.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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