Mainz, 1541.08.31. Velten Scheff, Weißgerber, und seine Ehefrau Veronica verkaufen zu Erbe vor Herrn Johan Volckwein, einem weltlichen Richter zu Mainz, Herrn Wendel Reyber, Vikar zu St. Peter vor Mainz, als Vertreter von Dekan, Kapitel und gemeiner Präsenz seines Stiftes, 2 1/2 fl. Ablösungsgült (zu je 24 Weißpfennigen), fällig auf St. Aegidiustag (1.9.), um 50 fl. und legen zu Unterpfand 1) ihr Wohnhaus vnter den Weißgerbern, gelegen im "Entenpfull" zwischen Contz Kegel und Bremen Meckel - zinst 1 Pfund Heller nach Altmünster, 3 Kappen oder 6 Weißpfennige den Predigern und 15 s. den Feldsiechen zu St. Jörgen - 2) 1 Viertel Acker im "Bruel", stösst auf den Burggraben neben "Eyerhen" und Jorg Olern - zinst 1 Pfund Heller Herrn Jorg Ertel in seine Vikarie zu St. Peter - 3) eine Bleiche, stößt auf die "Sewwede", neben Hans Schneidern, Weinrufer, und "Hertenhen" - zinst 1 Pfund Heller nach Altmünster - 4) ein Kirschgarten am Hartenberg, grenzt an Wolf Rau ("Rawen") und Hans Beier, stößt auf die Landwehr ("Lantgewer") - zinst 9 Pfennige Ketten zum Lautzenloch. Die Gült ist erstmals 1542 fällig. Zeugen: Arnolt Weißgerber, Reinhart Hans und Magnus Weidtman, Schneider. S. des Richters. "Geschehen vff montags den achten tagk assumptionis Marie anno viertzigk vndt eins" (= 22. August 1541). Mit Eid besagt vor Herrn Philipp von Stockheim, Domsänger und Kämmerer zu "Mentz" und Propst zu St. Alban, und den Herrn Richtern Johann Dietherich und Valentin Mommenson. "Publicatum quarta post Decollationis Johannis vltima Augusti anno quo supra [...]".