Anspruch auf den Bauernkotten Hartig im Gericht Werden, Honschaft Hamm, der einst dem Arndt am (auf’m) Hartig gehörte. Von dessen vier Söhnen Friedrich, Hermann, Konrad und Ludger zogen die beiden jüngeren außer Landes, während Friedrich den Anteil seines Bruders Hermann kaufte und auf dem Kotten blieb. Friedrich brachte den Kotten als „donatio propter nuptias“ in seine Ehe mit Anna Spille ein. Als Friedrich kinderlos starb, heiratete seine Witwe Dietrich Bottendahl, der 1698 vom Abt von Werden mit dem Kotten behandet wurde. Anna starb am 10. Aug. 1699 ohne Kinder und ohne Testament. Bottendahl kaufte von den Verwandten seiner Frau, Wirich Spill und Elisabeth von der Heidt, das Erbrecht und heiratete Elsken Barnscheid, mit der er zwei Kinder hatte. Elsken wurde 1700 mit dem Kotten behandet. Als Bottendahl starb, heiratete seine Witwe den Appellanten, der seitdem den Kotten bewohnte. 1707 beanspruchte Hermann Hartigs Tochter Catharina im Paß unter Berufung auf ein angebliches Testament ihres Onkels Friedrich auf’m Hartig von 1698 den Kotten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob Catharina zum katholischen Glauben übergetreten ist.
Vollständigen Titel anzeigen
Anspruch auf den Bauernkotten Hartig im Gericht Werden, Honschaft Hamm, der einst dem Arndt am (auf’m) Hartig gehörte. Von dessen vier Söhnen Friedrich, Hermann, Konrad und Ludger zogen die beiden jüngeren außer Landes, während Friedrich den Anteil seines Bruders Hermann kaufte und auf dem Kotten blieb. Friedrich brachte den Kotten als „donatio propter nuptias“ in seine Ehe mit Anna Spille ein. Als Friedrich kinderlos starb, heiratete seine Witwe Dietrich Bottendahl, der 1698 vom Abt von Werden mit dem Kotten behandet wurde. Anna starb am 10. Aug. 1699 ohne Kinder und ohne Testament. Bottendahl kaufte von den Verwandten seiner Frau, Wirich Spill und Elisabeth von der Heidt, das Erbrecht und heiratete Elsken Barnscheid, mit der er zwei Kinder hatte. Elsken wurde 1700 mit dem Kotten behandet. Als Bottendahl starb, heiratete seine Witwe den Appellanten, der seitdem den Kotten bewohnte. 1707 beanspruchte Hermann Hartigs Tochter Catharina im Paß unter Berufung auf ein angebliches Testament ihres Onkels Friedrich auf’m Hartig von 1698 den Kotten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob Catharina zum katholischen Glauben übergetreten ist.
AA 0627, 2447 - H 798/2536
AA 0627 Reichskammergericht, Teil IV: H
Reichskammergericht, Teil IV: H >> 1. Buchstabe H
1723 - 1744 (1686 - 1744)
Enthaeltvermerke: Kläger: Gördt von der Heidt am (auf’m) Hartig, Werden, (Bekl.) Beklagter: Gerhard Rehmann (Rheeman) im Namen seiner Frau Catharine im Paß, Mülheim an der Ruhr, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Ernst Ludwig Hert 1723 - Subst.: Lic. Johann Konrad Helffrich - Lic. Johann Melchior Deuren 1744 - Subst.: Lic. Anselm Joseph Stephani Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Christoph Bolles (1723) 1744 - Subst.: Lic. Johann Jakob Duill Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Landgericht Werden 1707 - 2. Appellations- oder Kommissariatsgericht Werden 1712 - 3. RKG 1723 - 1744 (1686 - 1744) Beweismittel: Verzicht Hermanns am Hartig auf seinen Anteil am Kotten 17. März 1686. Heiratsvertrag des Friedrich am Hartig und der Anna (Endgen) Spille 3. Mai 1695. Behandung („Handwinnung“) des Dietrich Bottendahl mit dem Kotten auf’m Hartig 17. Dez. 1698. Erbrechtskauf 5. Okt. 1699. Behandung der Elsken Barnscheid 11. März 1700 (Q 5). Urteile des Landgerichts und des Kommissariatsgerichts Werden 1708 - 1712 (Q 6 - 8). Testament des Friedrich am Hartig 16. Aug. 1698 (72 - 75). Beschreibung: 10 cm, 481 Bl., lose; Q 1 - 15, Vorakten und 3 Beilagen.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:18 MESZ