Euthanasie Bd. III Beschuldigter: 1. Hefelmann, Hans, Dr.agr., * 04.10.1906, Dresden Beschuldigter: 2. Vorberg, Reinhold, Paul Karl Robert, * 05.07.1904, Kiel, alias: Vorberg, Heinz, * 01.06.1906, Juditten Kreis Königsberg/Ostpreußen, Beschuldigter: 3. Allers, Dietrich August, Oberregierungsrat, * 17.05.1910, Kiel, + 22.03.1975, München (auf offener Straße) Dienstgrad: 1. Referent in der Kanzlei des Führers, Abteilung II (Kinder-Euthanasie), Leiter Amt IIb bei "T4"; 2. Leiter der Abteilung IIc in der Kanzlei des Führers und Leiter der Gemeinnützigen Krankentransport GmbH; 3. Oberregierungsrat, ab 1940 Referent, später Geschäftsführer in der Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegeanstalten, anschließlich bis Mitte 1944 Geschäftsführer "T4", SS-Sturmbannführer Tatbestand: 1., 2. und 3. Verantwortliche Mitwirkung an den Euthanasiemaßnahmen Tatort: 1., 2. und 3. Heil- und Pfleganstalten: Grafeneck, Brandenburg/Havel, Hartheim bei Linz (auch Alkoven), Sonnenstein bei Pirma, Bernburg/Saale, Hadamar bei Limburg Tatzeit: 1., 2. und 3. 1939-1941 und Fortsetzung bis 1945 sog. "Wilde Euthanasie" nicht organisiert in Konzentrationslagern und Heilanstalten Az.: LKA BW PA 103 Bd. III Az. II/18-23/60, Gen.StA bei LG Berlin Az. II PCK Js 282/60, LG Frankfurt am Main UR UU Js 148/60, Hbf.AG Berlin-Tiergarten 350 Gs 2969/60 vom 29. Juli 1960, Anklageschrift GStA Frankfurt am main, Js 17/59 vom 22. Mai 1962 2. LKA BW Az. II/18-23/60; Hbf.AG Frankfurt am Main Az. 931 Gs 4955/61 vom 11. August 1961, LG Frankfurt am Main UR II Js 148/60 (GenStA), GStA Frankfurt am Main Az. Js 149/60 3. LKA BW Az. II/18-23/60, OStA bei LG Frankfurt am Main, 4a Js 28/46 und UR II Js 148/60 Bemerkung: Gegen Hefelmann wurde Haftbefehl vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten Az. 350 Gs 2929/60 erlassen. Er hat sich am 30. August 1960 freiwillig bei der Staatsanwaltschaft München I gestellt. Verfahren Staatsanwaltschaft Berlin 3 P(K) Js 38/60 Einstellung Gegen Vorberg, Amtsgericht Frankfurt am Main Az. 931 Gs 4955/6 vom 11. August 1961 Verhängung der Untersuchungshaft am 12. Februar 1962 beim Amtsgericht Frankfurt am Main; Er befand sich seit 1945 auf der Flucht. Verhaftet in Spanien, Untersuchungshaft in Frankfurt am Main bis Verurteilung; Urteil: Schwurgericht Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Ks 2/66 (GStA), vom 20. Dezember 1968. Wegen Beihilfe zu Mord 10 Jahre Zuchthaus. Am 27. Oktober 1972 Urteil von BGH verworfen, in 10 Jahren Freiheitsstrafe umgewandelt. Aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Frankfurt am Main wurde Allers am 28. August 1962 in Hamburg festgenommen. Er war zu der Zeit Rechtsanwalt und Syndikus der "Deutschen Werft Hamburg". Untersuchungshaft ab 1962 bis Verurteilung. Urteil durch Schwurgericht beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Ks 2/66 (Generalstaatsanwaltschaft), vom 20. Dezember 1968, acht Jahre Zuchthaus. Durch Beschluß des Bundesgerichtshofes in Freiheitsstrafe umgewaldelt.