[Zitation wegen] zugefügte[r] scheden. Landfriedensbruch durch die Bekl. zum Nachteil des Klägers. Der Kl. behauptet, die Bekl. hätten ihn seit 1542 befehdet und bekriegt, seine Untertanen ausgeraubt, ausgeplündert und gefangen genommen, seine Länder erobert, ihn seines gesamten Eigentums beraubt, ihm die Erträge seiner Länder fünf Jahre lang vorenthalten, Berg- und Salzwerke verwüstet und ihm dadurch "ungeverlich bis in die dreissig mal hundert tausent gulden schadens und nachteylss zugefügt", worunter seine Lande noch immer litten. Der Kl. ist der Ansicht, die Bekl. hätten den Landfrieden gebrochen. Die Bekl. rügen die Zuständigkeit des RKG. Sie sind der Ansicht, der Kl. stütze seine Klage auf Beschlüsse, die der Reichstag 1548 verabschiedet hatte und die damit auf die Geschehnisse von 1542 nicht anzuwenden seien. Sie berufen sich ferner auf eine Vereinbarung zwischen dem Kl. und Philipp, Landgraf von Hessen (Bekl. zu 4), nach der keiner der Vertragspartner oder ihrer Verbündeten in Zukunft wegen der Streitigkeiten und Auseinandersetzungen der Jahre ab 1542 "eifferen oder rechten sollenn".
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[Zitation wegen] zugefügte[r] scheden. Landfriedensbruch durch die Bekl. zum Nachteil des Klägers. Der Kl. behauptet, die Bekl. hätten ihn seit 1542 befehdet und bekriegt, seine Untertanen ausgeraubt, ausgeplündert und gefangen genommen, seine Länder erobert, ihn seines gesamten Eigentums beraubt, ihm die Erträge seiner Länder fünf Jahre lang vorenthalten, Berg- und Salzwerke verwüstet und ihm dadurch "ungeverlich bis in die dreissig mal hundert tausent gulden schadens und nachteylss zugefügt", worunter seine Lande noch immer litten. Der Kl. ist der Ansicht, die Bekl. hätten den Landfrieden gebrochen. Die Bekl. rügen die Zuständigkeit des RKG. Sie sind der Ansicht, der Kl. stütze seine Klage auf Beschlüsse, die der Reichstag 1548 verabschiedet hatte und die damit auf die Geschehnisse von 1542 nicht anzuwenden seien. Sie berufen sich ferner auf eine Vereinbarung zwischen dem Kl. und Philipp, Landgraf von Hessen (Bekl. zu 4), nach der keiner der Vertragspartner oder ihrer Verbündeten in Zukunft wegen der Streitigkeiten und Auseinandersetzungen der Jahre ab 1542 "eifferen oder rechten sollenn".
10690 Reichskammergericht, Nr. 6 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
10690 Reichskammergericht
10690 Reichskammergericht >> Archivalien
1550 - 1602
Enthält: Kläger/Antragsteller: Heinrich II. der Jüngere, Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel
Beklagter/Antragsgegner: 1) Franz von Waldeck, Bischof von Münster, 2) Johann Friedrich, Herzog (vormals Kurfürst) von Sachsen, 3) Ulrich, Herzog von Württemberg, 4) Philipp, Landgraf von Hessen, 5) Wolfgang, Fürst von Anhalt, 6) Albrecht, Graf von Mansfeld, 7) Anton und Christoph, Herren von Werberg, 8) Bernhard von Mihla, 9) Christoph von Steinberg, 10) Henning von Bortfeld, 11) Hermann von der Malsburg, 12) Cordt Bork, 13) Bruno von Bothmer, 14) Claus Berner, 15) Barthold von Wintzingerode, 16) Ludolf und Berwart Rauschenplat, 17) Christoph, Cordt, Jost und Heinrich von Schwichelt, 18) Johann Hamstetten, 19) Andreas Bessel, 20) Hans Schaffnit, gen. Koch, 21) - 43) Bürgermeister, Räte und Gemeinden der Städte Augsburg, Ulm, Straßburg, Konstanz, Lindau, Isny, Kempten, Memmingen, Biberach, Schwäbisch Hall, Heilbronn, Esslingen, Reutlingen, Frankfurt / Main, Hamburg, Braunschweig, Göttingen, Hannover, Einbeck, Magdeburg, Bremen, Goslar und Minden
Prokuratoren Kl.: Dr. Adam Werner von Themar 1549, Dr. Leopold Dick 1550, Dr. Johann Höchel 1550, Dr. Anastasius Greineisen 1555, Dr. Kaspar Fichardt 1556, Dr. Julius Mart 1561, Dr. Paul Haffner 1569, Dr. Jacob Friedrich Meurer 1578, Dr. Sebastian Linck 1578
Prokuratoren Bekl.: Lic. Amandus Wolff 1550, Dr. Wolfgang Breuning 1550, Dr. Mauritius Breunle 1550, Dr. Michael von Kaden 1550, Dr. Ludwig Ziegler 1550, Dr. Johann Deschler 1550, Dr. Alexander Reiffsteck 1550, Dr. Georg Tasch(?) 1550, Dr. Johann Portius 1550, Dr. Johann Balbus 1550, Dr. Malachias von Ramminger 1557, Dr. Johann Michael Fickler 1578, Lic. Peter Breitschwert 1578
Instanzen:
Inhalt/Beweismittel: Q 122 Kaiser Karl V. befiehlt Joachim II., Kurfürst von Brandenburg, dem Kl. bei Rückerlangung seiner Herrschaftsrechte behilflich zu sein 1542 (i. A.)
Q 153, 218, 226 Papst Julius III.: "Cassatio seu relaxatio" 1551 (i. A.)
Q 212-215 Bekl. zu 4) fordert den Kl. zur Unterzeichnung eines Vergleichs zur Beilegung ihrer 1542 begonnenen Streitigkeiten auf - zwei Schreiben und zwei Antwortschreiben des Kl. - 1547 (i. A.)
Q 216 Kaiser Karl V. setzt den Kl. wieder in seine im Krieg verlorenen Besitzungen und Rechte ein 1547 (i. A.)
Q 217 Kaiser Karl V. befiehlt Johann, Markgraf von Brandenburg-Küstrin, dem Kl. bei Rückerlangung seiner im Krieg verlorenen Besitzungen und Rechte behilflich zu sein 1547 (i. A.)
Q 246 Kaiser Karl V. garantiert Österreich die Exemption von der Gerichtsbarkeit des RKG und anderer Reichsgerichte 1530 (i. A.)
Q 287, 288 Kl. und die Stadt Konstanz (Bekl. zu 24) legen ihre Streitigkeiten bei ("aussöhnung") 1565 (i. A.))
Ist-Bestand der Akte: Q 1-334 (ohne 1, 3, 4, 7, 8, 11, 12, 14, 24-26, 31, 32, 47, 48, 57, 77, 88, 89, 98, 99, 116-121, 143, 144, 149, 201, 203, 289, 304, 306, 315, 316, 324, 327; 52 nur Umschlag; 27-29, 36, 51, 109, 236, 257-259, 288 doppelt) und 23 weitere Schriftstücke
Beklagter/Antragsgegner: 1) Franz von Waldeck, Bischof von Münster, 2) Johann Friedrich, Herzog (vormals Kurfürst) von Sachsen, 3) Ulrich, Herzog von Württemberg, 4) Philipp, Landgraf von Hessen, 5) Wolfgang, Fürst von Anhalt, 6) Albrecht, Graf von Mansfeld, 7) Anton und Christoph, Herren von Werberg, 8) Bernhard von Mihla, 9) Christoph von Steinberg, 10) Henning von Bortfeld, 11) Hermann von der Malsburg, 12) Cordt Bork, 13) Bruno von Bothmer, 14) Claus Berner, 15) Barthold von Wintzingerode, 16) Ludolf und Berwart Rauschenplat, 17) Christoph, Cordt, Jost und Heinrich von Schwichelt, 18) Johann Hamstetten, 19) Andreas Bessel, 20) Hans Schaffnit, gen. Koch, 21) - 43) Bürgermeister, Räte und Gemeinden der Städte Augsburg, Ulm, Straßburg, Konstanz, Lindau, Isny, Kempten, Memmingen, Biberach, Schwäbisch Hall, Heilbronn, Esslingen, Reutlingen, Frankfurt / Main, Hamburg, Braunschweig, Göttingen, Hannover, Einbeck, Magdeburg, Bremen, Goslar und Minden
Prokuratoren Kl.: Dr. Adam Werner von Themar 1549, Dr. Leopold Dick 1550, Dr. Johann Höchel 1550, Dr. Anastasius Greineisen 1555, Dr. Kaspar Fichardt 1556, Dr. Julius Mart 1561, Dr. Paul Haffner 1569, Dr. Jacob Friedrich Meurer 1578, Dr. Sebastian Linck 1578
Prokuratoren Bekl.: Lic. Amandus Wolff 1550, Dr. Wolfgang Breuning 1550, Dr. Mauritius Breunle 1550, Dr. Michael von Kaden 1550, Dr. Ludwig Ziegler 1550, Dr. Johann Deschler 1550, Dr. Alexander Reiffsteck 1550, Dr. Georg Tasch(?) 1550, Dr. Johann Portius 1550, Dr. Johann Balbus 1550, Dr. Malachias von Ramminger 1557, Dr. Johann Michael Fickler 1578, Lic. Peter Breitschwert 1578
Instanzen:
Inhalt/Beweismittel: Q 122 Kaiser Karl V. befiehlt Joachim II., Kurfürst von Brandenburg, dem Kl. bei Rückerlangung seiner Herrschaftsrechte behilflich zu sein 1542 (i. A.)
Q 153, 218, 226 Papst Julius III.: "Cassatio seu relaxatio" 1551 (i. A.)
Q 212-215 Bekl. zu 4) fordert den Kl. zur Unterzeichnung eines Vergleichs zur Beilegung ihrer 1542 begonnenen Streitigkeiten auf - zwei Schreiben und zwei Antwortschreiben des Kl. - 1547 (i. A.)
Q 216 Kaiser Karl V. setzt den Kl. wieder in seine im Krieg verlorenen Besitzungen und Rechte ein 1547 (i. A.)
Q 217 Kaiser Karl V. befiehlt Johann, Markgraf von Brandenburg-Küstrin, dem Kl. bei Rückerlangung seiner im Krieg verlorenen Besitzungen und Rechte behilflich zu sein 1547 (i. A.)
Q 246 Kaiser Karl V. garantiert Österreich die Exemption von der Gerichtsbarkeit des RKG und anderer Reichsgerichte 1530 (i. A.)
Q 287, 288 Kl. und die Stadt Konstanz (Bekl. zu 24) legen ihre Streitigkeiten bei ("aussöhnung") 1565 (i. A.))
Ist-Bestand der Akte: Q 1-334 (ohne 1, 3, 4, 7, 8, 11, 12, 14, 24-26, 31, 32, 47, 48, 57, 77, 88, 89, 98, 99, 116-121, 143, 144, 149, 201, 203, 289, 304, 306, 315, 316, 324, 327; 52 nur Umschlag; 27-29, 36, 51, 109, 236, 257-259, 288 doppelt) und 23 weitere Schriftstücke
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.12.2025, 3:46 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Sächsisches Staatsarchiv (Beständegliederung)
- 01. Markgrafschaft Meißen, Albertinisches Herzogtum und Kurfürstentum / Königreich Sachsen bis 1831 (Archival tectonics)
- 01.07 Behörden und Einrichtungen des Heiligen Römischen Reichs (Archival tectonics)
- Reichskammergericht (Archival holding)
- Archivalien (Classification)