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Enthält: Familienarchiv: Anton Günther von Münnich (1650-1721) (13); Burchard Christoph Graf von Münnich (1683-1767) (25); Ernst Graf von Münnich (1708-1788) (15); Gerahmte Portraitbilder 1721-1902 (6); Adelsgeschichtliche Sammlung des Staatsarchivs Oldenburg zur Familie von Münnich (und sonstige Quellenhinweise): Archivische Quellensammlung (mit Reproduktionen aus anderen Archiven bzw. von Editionen und Hinweisen auf sonstige Bestände) 1630-2009 (33); Literatur über die Familie von Münnich (siehe auch Nürnberger Nachlass) 1911-2014(16); Portraits von Mitgliedern der Familie von Münnich 1710-1789 (11); Karten, Pläne, Zeichnungen 1700-1763 (8).
Beschreibung: Erw 102 Familie von Münnich
Zeit: 1630-2014
Geschichte des Bestandsbildners: Sowohl in der Geschichte des oldenburgischen und ostfriesischen Deichwesens als auch in der Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen spielte die Familie von Münnich eine bedeutende Rolle. Sie besaß u.a. die Güter Neuenhuntorf, Brokdeich und Münchenau. Rudolf Münnich (1608-1667) wirkte als gräflicher Vogt in der Vogtei Wüstenland. Sein Sohn Anton Günther von Münnich (1650-1721) wurde ein angesehener Generaldeichgräfe und Deichfachmann ("Oldenburgischer Deich-Band", Leipzig 1767). 1702 erhielt er die Bestätigung seines (angeblichen) Reichsadels. Zeitweise amtierte er auch als Drost des Fürsten von Ostfriesland inEsens. Anton Günthers zweiter Sohn Burchard Christoph Graf von Münnich (1683-1767) machte die glänzendste Karriere aller Familienmitglieder. Ihm gelang von 1723 bis 1732 der Bau des Ladogakanals östlich von St. Petersburg. Als russischer Generalfeldmarschall kämpfte er erfolgreich gegen die Türken. Im Jahrzehnt zwischen 1730 und 1740 gehörte Münnich mit Graf Ostermann und Graf Biron zu den einflussreichen deutschen Beratern der Kaiserin Anna Iwanowna. Nach seiner Verbannung nach Sibirien von 1742 bis 1762 von Kaiser Peter III. amnestiert, stand Graf Münnich bis zu seinem Tod als Berater in Diensten von Kaiserin Katharina der Großen. Er beschäftigte sich auch noch in späten Jahren mit Wasserbaufragen in seiner oldenburgischen Heimat und mit der Ausstattung des Gutes und der Kirche in Neuenhuntorf. Seit Sohn Ernst Graf von Münnich (1708-1788) machte ebenfalls Karriere im russischen Verwaltungsdienst. Einige seiner Kinder und Nachfahren blieben in Russland, andere kehrten ins Großherzogtum Oldenburg zurück. Hier lebte Friedrich Franz Graf von Münnich (1788-1870) als Kammerherr des Großherzogs von Oldenburg. Mit seinem Neffen Christoph Graf von Münnich (1825-1902) starb der oldenburgische Zweig der Grafen von Münnich aus.
Bestandsgeschichte: Bei Erw 102 (Best. 272-4) handelt es sich sowohl um einen Teil des Familienarchivs - eine Schenkung des letzten Grafen an das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg, die 1950 dem Staatsarchiv Oldenburg überlassen wurde - als auch um eine vom Staatsarchiv Oldenburg seit mindestens den 1930er Jahren angelegte archivische Quellen- und Literatursammlung zur Familie von Münnich. Die Portraitbilder aus dem Nürnberger Nachlass werden ebenfalls im Staatsarchiv verwahrt. Auch der in den Besitz der Familie von Rössing gelangte Teil des Familienarchivs befindet sich inzwischen im Bestand des Gutsarchivs Lage (Dep 106) als Depositum des Museumsdorfs Cloppenburg im Staatsarchiv. Trotz seines eher geringen Umfangs enthält der Bestand Erw 102 biographisch und kulturhistorisch hochrangige Dokumente, unter denen die autobiographischen Quellen besonders hervorzuheben sind. Hinzuweisen ist außerdem auf z.T. seltene Veröffentlichungen zu Burchard Christoph Graf von Münnich in der Dienstbibliothek des Staatsarchivs. Der Bestand wurde 2008 erstmals archivfachlich verzeichnet und signiert.
Findmittel: Archivdatenbank/Internet
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Kurzbeschreibung: Das Familienarchiv von Münnich besteht aus Teilen eines echten Familienarchivs, das sich bis 1950 im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg befand, und aus einer Quellensammlung des Staatsarchivs zur Familie von Münnich.
Zu der u.a. in Neuenhuntorf bei Oldenburg begüterten Familie gehören der Amtmann Rudolf Mönnich (Münnich), sein Sohn, der Deichgräfe und Esenser Drost Anton Günther von Münnich (1650-1721), dessen Söhne Johann Rudolf von Münnich (1678-1730) und Burchard Christoph Graf von Münnich (1683-1767), sowie des letzteren Sohn Ernst Graf von Münnich (1708-1788). B. C. Graf von Münnich und sein Sohn standen in russischen Diensten.
Bearbeiter: Dr. Wolfgang Henninger
Benutzung: Lagerungsbestand: Best. 272-4
Zusatzinformationen: vollständig verzeichnet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Ja
5,8; 103 Verzeichnungseinheiten; 6 Gemälde
Bestand
Literatur: Christian Friedrich Hempel, Leben, Thaten und betrübter Fall des weltberufenen russischen Grafens Burchards Christophs von Münnich, 1. Aufl. Bremen 1742 und 2. Aufl., Bremen 1743 (beide Auflagen in der Dienstbibliothek); Melchior Vischer, Münnich: Ingenieur - Feldherr - Hochverräter, Frankfurt a. M. 1938; Gustav Nutzhorn, Genealogie der Familie des russischen Generalfeldmarschalls Burchard Christoph von Münnich, in: Oldenburgische Familienkunde 16, 1974, S. 3-30 (mit Ergänzungen 18, 1976, S. 339-341); Hans Friedl, Art. "Anton Günther von Münnich", und "Johann Rudolf von Münnich", in: Hans Friedl (Hg. u.a.), Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg, Oldenburg 1992, S. 495-496, 499-500; Robert Meyer, Art. "Burchard Christoph von Münnich", in: ebd., S. 496-499; Ursula Feder, Art. "Burchard Christoph Graf v. Münnich", in: Neue Deutsche Biographie, Bd. 18, Berlin 1997, S. 530-532; Brigitta Berg, Burchard Christoph von Münnich - die Beurteilung, Darstellung und Erforschung seines Wirkens in Rußland in der deutschen und russischen Historiographie. Versuch einer Perspektivenuntersuchung an Hand von Beispielen, Oldenburg 2001; Brigitta Berg, Burchard Christoph Reichsgraf von Münnich 1683-1767. Ein Oldenburger in Zarendiensten, Oldenburg 2011.
Literatur: Christian Friedrich Hempel, Leben, Thaten und betrübter Fall des weltberufenen russischen Grafens Burchards Christophs von Münnich, 1. Aufl. Bremen 1742 und 2. Aufl., Bremen 1743 (beide Auflagen in der Dienstbibliothek); Melchior Vischer, Münnich: Ingenieur - Feldherr - Hochverräter, Frankfurt a. M. 1938; Gustav Nutzhorn, Genealogie der Familie des russischen Generalfeldmarschalls Burchard Christoph von Münnich, in: Oldenburgische Familienkunde 16, 1974, S. 3-30 (mit Ergänzungen 18, 1976, S. 339-341); Hans Friedl, Art. "Anton Günther von Münnich", und "Johann Rudolf von Münnich", in: Hans Friedl (Hg. u.a.), Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg, Oldenburg 1992, S. 495-496, 499-500; Robert Meyer, Art. "Burchard Christoph von Münnich", in: ebd., S. 496-499; Ursula Feder, Art. "Burchard Christoph Graf v. Münnich", in: Neue Deutsche Biographie, Bd. 18, Berlin 1997, S. 530-532; Brigitta Berg, Burchard Christoph von Münnich - die Beurteilung, Darstellung und Erforschung seines Wirkens in Rußland in der deutschen und russischen Historiographie. Versuch einer Perspektivenuntersuchung an Hand von Beispielen, Oldenburg 2001; Brigitta Berg, Burchard Christoph Reichsgraf von Münnich 1683-1767. Ein Oldenburger in Zarendiensten, Oldenburg 2011; Wolfgang Henninger, Ein 'geistiger Erbe Peters des Großen' aus Oldenburg - Generalfeldmarschall und Ingenieur Burchard Christoph Reichsgraf von Münnich (1683-1767) in Russland, in: Gerd Steinwascher (Hg.), Russlands Blick auf Nordwestdeutschland. Politisch-dynastische Beziehungen vom 16. bis frühen 20. Jahrhundert im Spiegel von Dokumenten aus dem Niedersächsischen Landesarchiv, Göttingen 2018, S. 258-293.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.