Meyer, Bruno (Senior) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigenLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
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Meyer, Bruno (Senior) Meyer, Bruno (Senior) Meyer, Bruno (Senior)
Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 5 Nachlässe, Handakten und personengeschichtliche Sammlungen
1955-1960
Bestandsbeschreibung: Bruno Ludwig Wilhelm Meyer wurde am 20.03.1892 in Bad Doberan geboren. Nach dem Abitur 1912 studierte er in Heidelberg, Rostock, Berlin und Tübingen Theologie. Am 14.06.1920 wurde er in Schwerin ordiniert. Zunächst war er Jugendpastor der Landeskirche Mecklenburg-Schwerin, bevor er 1926 Pastor in Badendiek bei Güstrow wurde. 1928 wechselte er in die Lübecker Landeskirche und erhielt die 2. Pfarrstelle an St. Aegidien. Schon 1931 beschäftigte er sich mit dem Thema der Politisierung der Jugend.
In der Zeit des Kirchenkampfs gehörte er der Bekennenden Kirche an. 1935 erhielt er eine Ordnungsstrafe durch den Landeskirchenrat, weil er zusammen mit den Pastoren Gerhard Fölsch, Werner Greiffenhagen, Julius Jensen, Axel Werner Kühl und Johannes Pautke der Einführungsfeier von Propst Wagner trotz Anordnung von Bischof Erwin Balzer ferngeblieben war. 1936/1937 eskalierte der Kirchenkampf in Lübeck, und er wurde zusammen mit 7 weiteren Pastoren unter Hausarrest gestellt und entlassen. Im April 1937 kam es zu einer Einigung, und die Pastoren nahmen ihren Dienst wieder auf. 1942 wurde seine Dienstwohnung bei einem Bombenangriff beschädigt, so dass die Familie Meyer umziehen musste. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er am 31.05.1945 Mitglied des Kirchenrats. 1948 wurde er zum Senior gewählt und Mitglied der Kirchenleitung. Beide Ämter hatte er bis 1960, als er gesundheitsbedingt emeritiert wurde.
Als Senior war er Stellvertreter des Bischofs und theologischer Referent der Kirchenleitung. Gleichzeitig war er Schulreferent der Landeskirche. Nach seiner Emeritierung wurde ihm die Senatsplakette der Stadt Lübeck verliehen.
Bruno Meyer starb am 12.09.1969 in Lübeck.
In der Zeit des Kirchenkampfs gehörte er der Bekennenden Kirche an. 1935 erhielt er eine Ordnungsstrafe durch den Landeskirchenrat, weil er zusammen mit den Pastoren Gerhard Fölsch, Werner Greiffenhagen, Julius Jensen, Axel Werner Kühl und Johannes Pautke der Einführungsfeier von Propst Wagner trotz Anordnung von Bischof Erwin Balzer ferngeblieben war. 1936/1937 eskalierte der Kirchenkampf in Lübeck, und er wurde zusammen mit 7 weiteren Pastoren unter Hausarrest gestellt und entlassen. Im April 1937 kam es zu einer Einigung, und die Pastoren nahmen ihren Dienst wieder auf. 1942 wurde seine Dienstwohnung bei einem Bombenangriff beschädigt, so dass die Familie Meyer umziehen musste. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er am 31.05.1945 Mitglied des Kirchenrats. 1948 wurde er zum Senior gewählt und Mitglied der Kirchenleitung. Beide Ämter hatte er bis 1960, als er gesundheitsbedingt emeritiert wurde.
Als Senior war er Stellvertreter des Bischofs und theologischer Referent der Kirchenleitung. Gleichzeitig war er Schulreferent der Landeskirche. Nach seiner Emeritierung wurde ihm die Senatsplakette der Stadt Lübeck verliehen.
Bruno Meyer starb am 12.09.1969 in Lübeck.
Meyer, Bruno
0,3 lfd. Meter
Archivbestand
Literatur: Buss, Hansjörg: Die „Entjudete“ Kirche. Die Lübecker Landeskirche zwischen christlichem Antijudaismus und völkischem Antisemitismus (1918-1950), Paderborn 2011.
Hauschild, Wolf-Dieter: Kirchengeschichte Lübecks. Christentum und Bürgertum in neun Jahrhunderten Lübeck, Lübeck 1981.
Hauschild, Wolf-Dieter: Kirchengeschichte Lübecks. Christentum und Bürgertum in neun Jahrhunderten Lübeck, Lübeck 1981.
Kiel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.10.2025, 12:16 MESZ
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