An Vogt und Gericht zu Calw
Vollständigen Titel anzeigen
A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7432
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 21 Urgichten
(15)33 Mai 31
Regest: Der in Reutlingen wegen eines Diebstahls verhaftete Jacob Siner +) von Cämlitz (Chemnitz) in Meichsen (Meissen) hat auf einen namens Claus von Mentz (Mainz), der sein Geselle war, ausgesagt, dieser Claus habe ihm an etlichen Orten und besonders zu Kalb (Calw) am letzten Jahrmarkt zu Dieb stahl geholfen, als er einem alten Mann 5 fl gestohlen, und dieses Geld mit ihm geteilt. Diesem Gesellen fehle die linke Hand. Er habe ein Weib bei sich, die trage ein ziemliches Bündel. Dieses Weib solle er aus dem gemeinen Haus (= Frauenhaus, Bordell) genommen haben. Er habe einen Bart und einen Rock an wie Nördlinger Tuch (= Örliger, grober weisser Wollzeug). Die Adressaten werden gebeten, darüber Kundschaft zu machen und auch an ihre Nachbarn zu schreiben, damit der Bösewicht betreten (= gefasst) werde.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Bürgermeister und Rat zu Reutlingen
Bemerkungen: +) In andern Schriftstücken heisst er Giner und Kiner.
Genetisches Stadium: Or.
Bemerkungen: +) In andern Schriftstücken heisst er Giner und Kiner.
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ