Konrad Reuser von Ay [Stadt Senden/Lkr. Neu-Ulm] bekennt, dass ihm die Pfleger Johann Schad und Franz Ritter sowie der Hofmeister Georg Löhlin des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] auf Lebenszeit ein Gütlein des Spitals in Ay, das zuvor sein Vater Konrad Reuser bewirtschaftet hat, verliehen haben. Er verpflichtet sich, das Gütlein in gutem Kulturzustand zu halten, nichts von seinen Zugehörungen zu verpfänden oder zu verkaufen und dem Spital davon jährlich 4 Imi Fesen und 4 Imi Hafer Ulmer Maß, 2 Pfund Heller Heugeld, 2 Herbsthühner, 100 Eier und 1 Fastnachtshuhn sowie von einer Wiese und einem Garten noch 1 Gulden, zu 16 Batzen gerechnet, und 6 Schilling Heller Zins nach Ulm zu liefern. Bei unsachgemäßer Bewirtschaftung, Säumnissen in der Lieferung der Abgaben und nach seinem Tod fällt das Gütlein an das Spital zurück.