Johann Bremer, als Richter zuständig für den Eyckhove im Kirchspiel Halver und für das Gericht von Lüdenscheid (Ludenschede), bestätigt nach Absprache mit dem Dekan des Kapitels St. Gereon in Köln, Friedrich Graf von Wede (Ffrederich greve van Wede, dechen unnd capitell der wurdigen kyrchenn zu sunt Gereon bynnen Coelne), dass Herrn Fyrstgen, dem Pastor von Höckelhoven (Pastor to Hoeckelshoven), eine Pfründe übertragen wird. Dafür wurde Fyrstgen von den Adligen Frau Geryt Spaen, einer Tochter zu Bochem, und Peter von Lackum (Peter van Laeckum, gogreve to Swelm) als Beauftragten des Herzogs Johann von Jülich-Kleve-Berg (vort andern geschickten van wegen des hochgeborn durchluchtigen fursten unnd hern hertough Johan van Cleve Greve vander Marcke unnd Katzenellenboghen) vorgeschlagen. Finanziert wird die Pfründe aus den Abgaben des Eyckhofs. Auf die Abgaberechte des Hofs haben bereits vorher Rutger Hack und sein Sohn Johann verzichtet. Auch die Hofleute haben bereits vorher die Herrschaft des Kapitels von St. Gereon bzw. für die weltlichen Angelegenheiten des Vogts anerkannt. Der Hof darf nicht zersplittert oder in Teilen veräußert werden, es sei denn der Herzog stimmt dem zu. Tritt der Fall trotzdem ein, muss eine Strafzahlung von vier Dortmunder Schillingen erfolgen. Siegelankündigung des Ausstellers Richter Johann Bremer sowie des Geryt Spaen und des Peter Lackum. Zeugen: (Frau) Geryt Spaen, Peter von Lackum. Datum anno Domini duysent vunffhundert unnd negen des nyesten dynstachs na unnser lieven frauwen dach conceptionis.