Familienarchiv Hauss (Bestand)
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M 20
Kreisarchiv Viersen (Archivtektonik) >> M Haus-, Hofes- und Familienarchive
Vorwort Das vorliegende Repertorium enthält den Aktennachlass des ersten Maire von Willich, Johann Peter Krülls (getauft 15.07.1766 als Sohn des Henrich Krülls aus Osterath und Margaretha Hauser aus Schiefbahn, verheiratet 17.04.1793 mit Anna Margaretha Steins aus Büdgen, gestorben 17.01.1828), der 1798 als Agent Nachfolger des im selben Jahr von der französischen Besatzungsbehörde zum Bürgermeister der vier Honnschaften ernannten Kirchspielschreibers Johann Peter Tillmanns wurde. Die Befugnisse eines regelrechten Verwaltungschefs erhielt er jedoch erst durch den Zusammenschluss der Willicher Honnschaften zur Zivilgemeinde Willich, der am 26. Vendémiaire X (18.10.1801) infolge des napoleonischen Verwaltungsgesetzes vom 17.02.1800 stattfand, das mit der Einteilung der Départements, Arrondissements, Kantone und Mairien für das ganze Empire das Präfektursystem einführte. Mit der Einführung der provisorischen preußischen Verwaltung 1814 wurde Krülls von Bürgermeister Byll abgelöst. Den größten Teil der Archivalien bilden Akten zur Geschichte der Familie Borger (Teil 1), Pächterin des kurfürstlichen Borgerhofes zu Willich, und Reinartz (Teil 2), die Krülls als Vormund der "schwachsinnigen" Esther Borger nach Aussterben des männlichen Zweiges der Familie in seinen Besitz nahm. Als Testamentsvollstrecker des Peter Franken genannt Langels bewahrte er mehrere, dessen Familiengeschichte betreffende Papiere auf (Teil 3). Diesen und den Akten seiner eigenen Familie (Teil 4) fügten Krülls und seine Nachkommen zahlreiche Schriftstücke hinzu, die mehr zufällig in ihren Besitz geraten waren (Teil 5). Die Sammlung ist heute Eigentum der Familie Hauss, Willich, Hochstraße 19a.
2 Kartons
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 14:00 MEZ