Begegnungsstätte für Rechtsextremisten - der Streit um die NPD-Villa in Eningen
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/007 D962013/103
D962013/103
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/007 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1996
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1996 >> November 1996
26. November 1996
Zweieinhalb Jahre schon streiten die Gemeinde Eningen und das Land Baden-Württemberg mit der NPD um eine Villa in Eningen. Zwei Eninger Schwestern hatten das Anwesen im Wert von rund 2,7 Millionen DM der Partei im Frühjahr 1994 vererbt. Nach ihrem Willen soll die NPD dort eine Nationale Begegnungsstätte einrichten. Die Gemeinde versuchte, der Partei ihr Erbe über den Rechtsweg streitig zu machen - und scheiterte. Auch eine Bürgerinitiative hat sich gegen die Partei im Ort gegründet. Der jahrelange Streit hat nun einen Sieger und der heißt NPD. Parteimitglieder treffen sich inzwischen regelmäßig in Eningen und bereiten Schulungen vor. Holger Apfel, Vorsitzender der Jungen Nationaldemokraten, hat seinen ersten Wohnsitz in Eningen angemeldet, organisiert von dort aus Aktionen und verfaßt als Redakteur Artikel für das NPD-Propaganda-Blatt "Deutsche Stimme". (aus: SWF-PR-Text) Äußerungen von Mitgliedern einer Bürgerinitiave gegen das NDP-Zentrum in Eningen und Straßenumfrage in Eningen.
SWF 1
0:30:00; 0'30
Audio-Visuelle Medien
Doll, Hans-Jürgen
Fahrbach, Günther
Krieg, Charlotte
Krieg, Frieda
Steinhilber, Jürgen; Bürgermeister
Weinmann, Eberhard
Eningen unter Achalm RT
Partei: NPD
Partei; SPD
Rechtsextremismus: NPD
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:19 MEZ
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