Eberhard Ludwig Herzog von Württemberg (voller Titel) belehnt nach dem Tod seines Lehensmannes Johann Georg von Wernau (Werdnau) und des mit ihm erloschenen Mannesstammes aus besonderer Gnade Johann Wilhelm Schenk, Johann Werner Schenk und Johann Albrecht Schenk Freiherren von Stauffenberg als nächste Verwandte der weiblichen Linie der Herren von Wernau und Joachim Ignatius [Freiherr] von Rotenhan im Namen der mit seiner verstorbenen Frau Maria Elisabeth [Freifrau] von Rotenhan, geborene von Wernau, gezeugten Kinder Marquard Georg, Lothar Franziskus, Margethe Louise und Marie Charlotte von Rohenhan mit einigen Gütern zu Pfauhausen als Mannlehen. Die Belehnung beinhaltet: [1] Den Kundhof von Heinrich Kirchherr zu Pfauhausen, der jährlich 21 Scheffel Korn und 35 ß h gültet. [2] Eine Wiese mit 217 Ruten, die auf der oberen Wiese liegt und an die Wasen der Gemeinde Pfauhausen und an den Wiedenhof stößt. Die Wiese hatte dem Großvater des verstorbenen Johann Georg von Wernau, Hans Veit von Wernau, gehört, und wurde 1563 durch Hans Veit von Wernau dem verstorbenen Herzog Christoph von Württemberg gegen Übereignung eines Stückes Garten am Schloss Pfauhausen mit 150 Ruthen, damit er darauf bauen konnte, zu Lehen gemacht und diesem Lehen einverleibt. [3] Das Fischrecht zu Pfauhausen, das jährlich 4 lb minder 5 ß h gültet, und das Fischrecht zu Reichenbach, das in die Gutsgrenze von Pfauhausen gehört und jährlich 17 ß h gültet. Alle diese Güter waren früher im Besitz von Braida vom Stein zu Pfauhausen und wurden durch Hans [Veit] von Wernau von dem Kind des verstorbenen Rudolf von Baldeck gekauft. Als bevollmächtigte Anwälte und Beamte der Belehnten haben Burkard Kopp und Liborius Christian Reiner mit einem leiblichen Eid auf Gott geschworen, dass das Lehen bei jedem Fall an Frauen wie Männer und Töchter wie Söhne erhalten können, aber immer ein Mann als Wappengenosse benannt werden muss, der das Lehen empfangen wird.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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