Abt Georg [Wegelin] und der Konvent des Benediktinerklosters Weingarten entlassen Hans Scherch zu Schachen, ehelicher Sohn des bereits verstorbenen Matthias (Theiß) Scherch und der Anna Gretter, sowie dessen Ehefrau Margaretha Binninger von Staig, Tochter der verstorbenen Eheleute Christian Binninger und Anna Hund, um eine Gebühr in nicht genannter Höhe aus ihrer und des ihnen anvertrauten Gotteshauses Leibherrschaft. Also sprechen die Aussteller die genannten Eheleute von der Eigenschaft ihrer Leiber und Güter und allen daran hängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, so dass dieselben künftig anderswo Schutz und Schirm, neuerliche Eigenschaft oder Bürgerrecht "bey herren, stätt oder oder landen, irer guetten gelegenhait nach" annehmen können und mögen, ohne von ihrer Seite irgendwelche Behinderung gewärtigen zu müssen.
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Abt Georg [Wegelin] und der Konvent des Benediktinerklosters Weingarten entlassen Hans Scherch zu Schachen, ehelicher Sohn des bereits verstorbenen Matthias (Theiß) Scherch und der Anna Gretter, sowie dessen Ehefrau Margaretha Binninger von Staig, Tochter der verstorbenen Eheleute Christian Binninger und Anna Hund, um eine Gebühr in nicht genannter Höhe aus ihrer und des ihnen anvertrauten Gotteshauses Leibherrschaft. Also sprechen die Aussteller die genannten Eheleute von der Eigenschaft ihrer Leiber und Güter und allen daran hängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, so dass dieselben künftig anderswo Schutz und Schirm, neuerliche Eigenschaft oder Bürgerrecht "bey herren, stätt oder oder landen, irer guetten gelegenhait nach" annehmen können und mögen, ohne von ihrer Seite irgendwelche Behinderung gewärtigen zu müssen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3347
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1600-1649
1615 Februar 14
10,9 x 36,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Kloster Weingarten
Empfänger: Hans Scherch
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Hans Scherch
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Binninger, Christian
Binninger, Margaretha
Gretter, Anna
Hund, Anna
Scherch, Hans
Scherch, Matthias
Schachen : Baindt RV
Staig : Blitzenreute, Fronreute RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ
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