Schwesternhaus Ahlen / Akten (Bestand)
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B 202
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) >> 1.2.1. Fürstbistum Münster >> 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster >> Schwesternhaus Ahlen
1507-1807
Register, Kapitalien, eigenhörige Güter, Prozesse, Memorien, Freibriefe.
Bestandsgeschichte: Schwesternhaus Maria Rosa nach der Augustinerregel, 1467 gegründet, 1814 aufgehoben.
Form und Inhalt: Schwesternhaus Maria Rosa in Ahlen
Im 1466 von Bürgermeistern und Ratsherren der Stadt Ahlen erworbenen Hof zwischen der heutigen Klosterstraße und Klostergasse gründeten die Schwestern vom Gemeinsamen Leben ein Schwesternhaus (S. Mariae ad rosas domus), in das 1467 vier Schwestern aus dem Beckumer Mutterhaus nach Ahlen übersiedelten (vgl. Findbuch A 121 Schwesternhaus Blumental, Beckum). Durch Schenkungen vermehrte sich der Besitz in den darauf folgenden Jahren. Seit 1467 ein Frauenkloster nach der Augustinerregel, wurde 1470 das Schwesternhaus in das "Münstersche Kolloquium" aufgenommen und aus dem Ahlender Pfarrverband entlassen. Von der Reformation weitergehend unberührt begann im 17. Jahrhundert ein wirtschaftlicher und geistlicher Verfall. Nach der Aufhebung des Klosters zum 1. April 1814 verließen die Schwestern im Herbst 1814 das Gebäude, das daraufhin abgebrochen wurde. Vermögensreste gingen in den Beckum-Ahlener Klosterfonds auf (vgl. Findbuch A 124 Beckum-Ahlenscher Klosterfonds).
Das Archiv gelangte nach der Säkularisaton in Staatsbesitz und wurde 1821 von Carl August von Reisach verzeichnet. Eine Neuverzeichnung von 1849 (Alte Nr. Rep. 111 1a) bildet die Vorlage des aktuellen Findbuchs A 120 II, das der Unterzeichnete im Juni 2008 mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben hat. Im Findbuch ist vermerkt: "Die wenigen meistens unvollständigen Acten, die sich von diesem Kloster vorgefunden haben, laßen wohl vermuthen, daß noch mehrere Papiere dieses Klosters bei der Königlichen Domainen-Rentey hinterliegen." Die Akte Nr. 20 "Einige Freibriefe" fehlt bereits seit dem 19. Jahrhundert.
Literatur
Wilhelm Kohl, Ahlen - Schwesternhaus Maria Rosa, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 33-35.
Wilhelm Kohl (Bearb.), Die Schwesternhäuser nach der Augustinerregel (Germania Sacra, NF 3, Bistum Münster, 1), Münster 1968.
Zitierweise
Schwesternhaus Ahlen - Akten Nr.
Münster, den 6. Juni 2008
Dr. Thomas Reich
Bestandsgeschichte: Schwesternhaus Maria Rosa nach der Augustinerregel, 1467 gegründet, 1814 aufgehoben.
Form und Inhalt: Schwesternhaus Maria Rosa in Ahlen
Im 1466 von Bürgermeistern und Ratsherren der Stadt Ahlen erworbenen Hof zwischen der heutigen Klosterstraße und Klostergasse gründeten die Schwestern vom Gemeinsamen Leben ein Schwesternhaus (S. Mariae ad rosas domus), in das 1467 vier Schwestern aus dem Beckumer Mutterhaus nach Ahlen übersiedelten (vgl. Findbuch A 121 Schwesternhaus Blumental, Beckum). Durch Schenkungen vermehrte sich der Besitz in den darauf folgenden Jahren. Seit 1467 ein Frauenkloster nach der Augustinerregel, wurde 1470 das Schwesternhaus in das "Münstersche Kolloquium" aufgenommen und aus dem Ahlender Pfarrverband entlassen. Von der Reformation weitergehend unberührt begann im 17. Jahrhundert ein wirtschaftlicher und geistlicher Verfall. Nach der Aufhebung des Klosters zum 1. April 1814 verließen die Schwestern im Herbst 1814 das Gebäude, das daraufhin abgebrochen wurde. Vermögensreste gingen in den Beckum-Ahlener Klosterfonds auf (vgl. Findbuch A 124 Beckum-Ahlenscher Klosterfonds).
Das Archiv gelangte nach der Säkularisaton in Staatsbesitz und wurde 1821 von Carl August von Reisach verzeichnet. Eine Neuverzeichnung von 1849 (Alte Nr. Rep. 111 1a) bildet die Vorlage des aktuellen Findbuchs A 120 II, das der Unterzeichnete im Juni 2008 mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben hat. Im Findbuch ist vermerkt: "Die wenigen meistens unvollständigen Acten, die sich von diesem Kloster vorgefunden haben, laßen wohl vermuthen, daß noch mehrere Papiere dieses Klosters bei der Königlichen Domainen-Rentey hinterliegen." Die Akte Nr. 20 "Einige Freibriefe" fehlt bereits seit dem 19. Jahrhundert.
Literatur
Wilhelm Kohl, Ahlen - Schwesternhaus Maria Rosa, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 33-35.
Wilhelm Kohl (Bearb.), Die Schwesternhäuser nach der Augustinerregel (Germania Sacra, NF 3, Bistum Münster, 1), Münster 1968.
Zitierweise
Schwesternhaus Ahlen - Akten Nr.
Münster, den 6. Juni 2008
Dr. Thomas Reich
23 Akten.; 23 Akten (2 Kartons), Findbuch B 202.
Bestand
German
Wilhelm Kohl, Urkunden des Stadtarchivs und des Klosters Maria Rosa in Ahlen, Ahlen 1966; Wilhelm Kohl (Bearb.), Die Schwesternhäuser nach der Augustinerregel (Germania Sacra, NF 3, Bistum Münster, 1), Münster 1968; Wilhelm Kohl, Ahlen - -Schwesternhaus Maria Rosa, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 33-35; Paul Leidinger, Die Säkularisation der Schwesternhäuser Ahlen und Beckum 1814, in: Der beflügelte Aal 22 (2003), S. 95-102.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster (Tektonik)
- Schwesternhaus Ahlen (Tektonik)
- Schwesternhaus Ahlen / Akten (Bestand)