Die Witwe Peppinghege zeigt an, sie könne nach dem Tode ihres Mannes ihren Kotten nicht allein bewirtschaften und wolle sich daher ein zweites Mal mit Anton Pöpsel verheiraten. Wegen der Kriegszeiten und weil sie den Kotten erst im vorigen Jahre gewonnen habe, bittet sie den Gewinn und den Sterbfall maßvoll anzuschlagen. Unter diesen Umständen setzt der anwesende Gutsherr den Gewinn einschließlich aller Gebühren, aber ohne Sterbfall (exclusa tamen vacua mortuaria) auf 24 Reichstaler fest. Die Bezahlung dieser Summe übernimmt der Schulte Pöpsel, wobei er 15 Reichstaler sofort entrichtet. Er verspricht, den Rest innerhalb Monatsfrist zu begleichen. Außerdem will er den Freibrief für seinen Stiefsohn beschaffen. Beglaubigung durch aufgedrücktes Siegel durch Sophia Witwe von Ketteler, geborene von Boeselager (zu Middelburg).
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Die Witwe Peppinghege zeigt an, sie könne nach dem Tode ihres Mannes ihren Kotten nicht allein bewirtschaften und wolle sich daher ein zweites Mal mit Anton Pöpsel verheiraten. Wegen der Kriegszeiten und weil sie den Kotten erst im vorigen Jahre gewonnen habe, bittet sie den Gewinn und den Sterbfall maßvoll anzuschlagen. Unter diesen Umständen setzt der anwesende Gutsherr den Gewinn einschließlich aller Gebühren, aber ohne Sterbfall (exclusa tamen vacua mortuaria) auf 24 Reichstaler fest. Die Bezahlung dieser Summe übernimmt der Schulte Pöpsel, wobei er 15 Reichstaler sofort entrichtet. Er verspricht, den Rest innerhalb Monatsfrist zu begleichen. Außerdem will er den Freibrief für seinen Stiefsohn beschaffen. Beglaubigung durch aufgedrücktes Siegel durch Sophia Witwe von Ketteler, geborene von Boeselager (zu Middelburg).
B 210u, 313
B 210u Kloster Gravenhorst - Urkunden
Kloster Gravenhorst - Urkunden >> 6. 1701 bis 1793
1764 Juni 04
Vermerke: beglaubigter Extrakt, Papier
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:39 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster (Tektonik)
- Kloster Gravenhorst (Tektonik)
- Kloster Gravenhorst / Urkunden (Bestand)
- 6. 1701 bis 1793 (Gliederung)