Appellationis Auseinandersetzung um Einziehung des Gutes Rosengarten
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(1) 0006
Rep. 29, Nr. 290/2
LAG, Rep. 29 Wismarer Tribunal
Wismarer Tribunal >> 01. Prozeßakten >> 01.13. 1. Kläger M
(1696) 06.04.1696-28.05.1696
Kläger: (2) Eva Müller, Witwe des Peter von Braun, Besitzerin des Gutes Rosengarten mit Zubehör
Beklagter: Kgl. Liquidationskommission
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Joachim Schwartze (A), Dr. Friedrich Anthon (P)
Fallbeschreibung: Die Kl.in appelliert gegen den von Bekl. erteilten Auftrag an den Hauptmann von Rammin bzw. dessen Subdelegatus Jacob Wewetzer, das Gut Rosengarten in Besitz zu nehmen und verweist auf das schwebende Verfahren in Nr. 0005, in dem sie grundsätzlich gegen die Reduktion des Gutes appelliert hatte. Das Tribunal erläßt am 08.04.1696 ein Rescript an Bekl. und lädt auf den 25.05. zum Vorbescheid wegen der "Gustavianischen Güter" ein. Hier wird entschieden, daß die Kl.in auf das Allodialeigentum verzichtet und das Gut wieder dem Domanium zugeschlagen wird. Dafür erhält die Kl.in das der Krone geliehene Geld (10.000 Rtlr nebst 5% Zinsen) zurück und erhält das Gut solange in Pacht, bis die Schuld abgetragen ist. Um ihre eigenen Schulden gegen die Erben Nikolaus Baumanns abzutragen, erhalten diese das Gut in Pacht, bis die Schulden der Kl.in bezahlt sind
Instanzenzug: 1. Kgl. Reduktionskommission 1696 2. Tribunal 1696
Prozessbeilagen: (7) von Notar Hinrich Gesterding aufgenommene Appellation vom 04.04.1696; Schreiben des Jacob Wewetzer an Kl. vom 31.03.1696; Tribunalsmandat vom 21.03.1696; Protokoll des Vorbescheides zwischen der Reduktionskommission und den Besitzern der Gustavianischen Güter vom 28.05.1696
Beklagter: Kgl. Liquidationskommission
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Joachim Schwartze (A), Dr. Friedrich Anthon (P)
Fallbeschreibung: Die Kl.in appelliert gegen den von Bekl. erteilten Auftrag an den Hauptmann von Rammin bzw. dessen Subdelegatus Jacob Wewetzer, das Gut Rosengarten in Besitz zu nehmen und verweist auf das schwebende Verfahren in Nr. 0005, in dem sie grundsätzlich gegen die Reduktion des Gutes appelliert hatte. Das Tribunal erläßt am 08.04.1696 ein Rescript an Bekl. und lädt auf den 25.05. zum Vorbescheid wegen der "Gustavianischen Güter" ein. Hier wird entschieden, daß die Kl.in auf das Allodialeigentum verzichtet und das Gut wieder dem Domanium zugeschlagen wird. Dafür erhält die Kl.in das der Krone geliehene Geld (10.000 Rtlr nebst 5% Zinsen) zurück und erhält das Gut solange in Pacht, bis die Schuld abgetragen ist. Um ihre eigenen Schulden gegen die Erben Nikolaus Baumanns abzutragen, erhalten diese das Gut in Pacht, bis die Schulden der Kl.in bezahlt sind
Instanzenzug: 1. Kgl. Reduktionskommission 1696 2. Tribunal 1696
Prozessbeilagen: (7) von Notar Hinrich Gesterding aufgenommene Appellation vom 04.04.1696; Schreiben des Jacob Wewetzer an Kl. vom 31.03.1696; Tribunalsmandat vom 21.03.1696; Protokoll des Vorbescheides zwischen der Reduktionskommission und den Besitzern der Gustavianischen Güter vom 28.05.1696
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET