C Rep. 110-08 Magistrat von Berlin, Baukoordinierung der Bezirke (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
C Rep. 110-08
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 2 Magistrat von Berlin und nachgeordnete Einrichtungen >> C 2.2 Nachgeordnete Einrichtungen
Vorwort: C Rep. 110-08 - Magistrat von Berlin, Baukoordinierung der Bezirke
1. Behördengeschichte
Mit dem Magistratsbeschluss 386/84 vom 29. August 1984 über die Aufgaben und Verantwortung des Stellvertreters des Oberbürgermeisters für die Koordinierung der Bauaufgaben der Bezirke in Berlin wurde der bisherige „Bereich Berlin-Einsatz“ beim Bezirksbauamt herausgelöst und neues Fachorgan gebildet. Dieser Magistratsbeschluss wurde auf der Grundlage des Beschlusses des ZK der SED vom 06. Juni 1984 und des Präsidiums des Ministerrates der DDR vom 14. Juni 1984 realisiert. Der Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Baukoordinierung war verantwortlich für die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bauwesen, den Räten der Bezirke, der Baudirektion Berlin des Ministeriums für Bauwesen, den Organen des Magistrats und den Räten der Stadtbezirke. Er sollte ein enges Zusammenwirken der Räte der Stadtbezirke mit den in der Hauptstadt eingesetzten Baukombinaten in der Phase der Vorbereitung, Projektierung und städtebaulichen Gestaltung der Wohnungsbaustandorte realisieren. Zu seinen Schwerpunkten gehörte die Vorbereitung und Sicherung der vom Magistrats bereitzustellenden Arbeitsunterlagen entsprechend dem Plan der Vorbereitung; die materiell-technische Sicherstellung, Versorgung und Betreuung, vor allem hinsichtlich der Einrichtung von Bauhöfen und Baustellen sowie die Erfüllung der Transportaufgaben bei Einhaltung der Stadtordnung und die Bauarbeiterunterbringung sowie –versorgung; die Gewährleistung der Baufreimachung unter besonderer Beachtung der Verlagerung und des Freizugs von Wohnungen sowie von Betrieben und Einrichtungen; die Analyse über die Hauptgebiete der Einwirkung der Bautätigkeit auf die Bevölkerung und über damit im Zusammenhang stehenden Fragen; die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit, vor allem die Bürgerinformation über Standortmodelle, Baustelleneinrichtungen, Straßensperren, Verlegen von Parkflächen und von Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel durch die Räte der Stadtbezirke und die Baubetriebe sowie die Bearbeitung von Eingaben aus den Bezirken; die Abrechnung der Realisierung zentraler Aufgabenstellungen an den Magistrat einschließlich der Aufarbeitung von Übersichten zum Verlauf des Berlin-Einsatzes der Bezirke. Der Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Baukoordinierung war für die Erfüllung der gefassten Beschlüsse und des Volkswirtschaftsplanes verantwortlich. Er koordinierte die notwendigen Maßnahmen für die Sicherung einer effektiven Vorbereitung und Durchführung der Bauaufgaben, welche durch die Baukombinate der Bezirke und die zentralgeleiteten Baukombinate in der Hauptstadt realisierten. Ebenso sollte der Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Baukoordinierung mit dem Ministerium für Bauwesen und mit der Baudirektion Berlin die entsprechenden Maßnahmen absichern. Dem Magistrat gegenüber war er verantwortlich für die Abrechnung der Leistungen der Bezirke. In seiner Zuständigkeit lag die Leitung der Arbeitsgruppen „Koordinierung der Bauaufgaben“, „Staatlicher Leiter des Aufbaus von Marzahn“, „FDJ-Initiative Berlin“ und der Bestätigungskommission für den Investitionskomplex Friedrichstraße/Otto-Grotewohl-Straße. Ebenso war er Mitglied der staatlichen Leitergruppe komplexer Wohnungsbau, des Parteistabes Friedrichstraße, der Koordinierungsgruppe des Staatsekretärs im Ministerium für Bauwesen.
Zum Stellvertreter des Oberbürgermeisters für die Koordinierung der Bauaufgaben der Bezirke in Berlin wurde Dieter Müller am 29. August 1984 berufen. Die Abteilung war zum einen in den Sektor Gesamtkoordinierung und zum anderen in den Sektor Beauftragte für Koordinierung und Durchführung der Bauaufgaben der Bezirke in den Stadtbezirken Berlin-Mitte, Berlin-Friedrichshain, Berlin-Prenzlauer Berg, in den Wohnkomplexen Hohenschönhausen, Kaulsdorf/Hellersdorf, Kaulsdorf-Nord und in den Stadtbezirken außerhalb der Innenstadt gegliedert.
Am 12. Oktober 1987 beschloss der Magistrat, dass zur weiteren Qualifizierung auf dem Gebiet des Bauwesens das Bezirksbauamt, der Hauptauftraggeber komplexer Wohnungsbau und die Abteilung Baukoordinierung unter der Verantwortung des Stellvertreters des Oberbürgermeisters und Bezirksbaudirektors zusammengeführt werden. Dabei wurde Dieter Müller als Stellvertreter des Oberbürgermeister für Baukoordinierung und als Mitglied des Magistrats abberufen.
Die Akten wurden vom Bezirksbauamt 1988 und 1990 dem Verwaltungsarchiv des Magistrats übergeben.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 51 Akten (1,50 lfm) mit einer Laufzeit von (1974) 1980 – 1990.
Der Bestand enthält vor allem Akten über die Zusammenarbeit mit den Bezirken der DDR. Weitere Akten sind zu den Investitionskomplexen Friedrichstraße/Otto-Grotewohl-Straße, Köllnische Vorstadt, Hohenschönhausen vorhanden. Unterlagen zu zahlreichen Arbeitsberatungen, Standortkonzeptionen und Bebauungskonzeptionen sind ebenso überliefert, wie Unterlagen zu Fachberatungen für den Defa-Film „Wir vom Bau“ und zu den Tagungen der SED-Kreisleitung Bauwesen Berlin. Sowohl zum Programm zur Fassadengestaltung, Dachprogramm und zum Kaufhallenprogramm als auch zu Beratungen der Arbeitsgruppen Gesamtkoordinierung und "FDJ-Initiative Berlin“ geben weitere Akten Auskunft.
Die Akten wurden mit der Software Augias-Archiv verzeichnet und sind über die Findmittel Augias-Datenbank und Findbuch nutzbar.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: LAB C Rep. 110-08 Nr. xxx.
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 100-05 Magistrat von Berlin, Büro des Magistrats
LAB C Rep. 101 Magistrat von Berlin, Oberbürgermeister
LAB C Rep. 110 Magistrat von Berlin, Bezirksbauamt Berlin
4. Literatur
Felz, Achim: Bezirke bauen in Berlin : beschleunigte Durchführung des Wohnungsbaus in der Hauptstadt mit der Kraft der ganzen Republik in den Jahren 1985 und 1986, Berlin 1987.
Mit der Kraft der ganzen Republik... : Wohnungsbau in Berlin 1984-1986. Ausgewählte Leistungen der Berliner und bezirklichen Baukombinate beim Aufbau der Hauptstadt der DDR, Berlin, hrsg. von Ewald Henn und bearb. von Horst Adami, Berlin 1987.
Berlin, im März 2009 / September 2023 Kerstin Bötticher
1. Behördengeschichte
Mit dem Magistratsbeschluss 386/84 vom 29. August 1984 über die Aufgaben und Verantwortung des Stellvertreters des Oberbürgermeisters für die Koordinierung der Bauaufgaben der Bezirke in Berlin wurde der bisherige „Bereich Berlin-Einsatz“ beim Bezirksbauamt herausgelöst und neues Fachorgan gebildet. Dieser Magistratsbeschluss wurde auf der Grundlage des Beschlusses des ZK der SED vom 06. Juni 1984 und des Präsidiums des Ministerrates der DDR vom 14. Juni 1984 realisiert. Der Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Baukoordinierung war verantwortlich für die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bauwesen, den Räten der Bezirke, der Baudirektion Berlin des Ministeriums für Bauwesen, den Organen des Magistrats und den Räten der Stadtbezirke. Er sollte ein enges Zusammenwirken der Räte der Stadtbezirke mit den in der Hauptstadt eingesetzten Baukombinaten in der Phase der Vorbereitung, Projektierung und städtebaulichen Gestaltung der Wohnungsbaustandorte realisieren. Zu seinen Schwerpunkten gehörte die Vorbereitung und Sicherung der vom Magistrats bereitzustellenden Arbeitsunterlagen entsprechend dem Plan der Vorbereitung; die materiell-technische Sicherstellung, Versorgung und Betreuung, vor allem hinsichtlich der Einrichtung von Bauhöfen und Baustellen sowie die Erfüllung der Transportaufgaben bei Einhaltung der Stadtordnung und die Bauarbeiterunterbringung sowie –versorgung; die Gewährleistung der Baufreimachung unter besonderer Beachtung der Verlagerung und des Freizugs von Wohnungen sowie von Betrieben und Einrichtungen; die Analyse über die Hauptgebiete der Einwirkung der Bautätigkeit auf die Bevölkerung und über damit im Zusammenhang stehenden Fragen; die Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit, vor allem die Bürgerinformation über Standortmodelle, Baustelleneinrichtungen, Straßensperren, Verlegen von Parkflächen und von Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel durch die Räte der Stadtbezirke und die Baubetriebe sowie die Bearbeitung von Eingaben aus den Bezirken; die Abrechnung der Realisierung zentraler Aufgabenstellungen an den Magistrat einschließlich der Aufarbeitung von Übersichten zum Verlauf des Berlin-Einsatzes der Bezirke. Der Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Baukoordinierung war für die Erfüllung der gefassten Beschlüsse und des Volkswirtschaftsplanes verantwortlich. Er koordinierte die notwendigen Maßnahmen für die Sicherung einer effektiven Vorbereitung und Durchführung der Bauaufgaben, welche durch die Baukombinate der Bezirke und die zentralgeleiteten Baukombinate in der Hauptstadt realisierten. Ebenso sollte der Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Baukoordinierung mit dem Ministerium für Bauwesen und mit der Baudirektion Berlin die entsprechenden Maßnahmen absichern. Dem Magistrat gegenüber war er verantwortlich für die Abrechnung der Leistungen der Bezirke. In seiner Zuständigkeit lag die Leitung der Arbeitsgruppen „Koordinierung der Bauaufgaben“, „Staatlicher Leiter des Aufbaus von Marzahn“, „FDJ-Initiative Berlin“ und der Bestätigungskommission für den Investitionskomplex Friedrichstraße/Otto-Grotewohl-Straße. Ebenso war er Mitglied der staatlichen Leitergruppe komplexer Wohnungsbau, des Parteistabes Friedrichstraße, der Koordinierungsgruppe des Staatsekretärs im Ministerium für Bauwesen.
Zum Stellvertreter des Oberbürgermeisters für die Koordinierung der Bauaufgaben der Bezirke in Berlin wurde Dieter Müller am 29. August 1984 berufen. Die Abteilung war zum einen in den Sektor Gesamtkoordinierung und zum anderen in den Sektor Beauftragte für Koordinierung und Durchführung der Bauaufgaben der Bezirke in den Stadtbezirken Berlin-Mitte, Berlin-Friedrichshain, Berlin-Prenzlauer Berg, in den Wohnkomplexen Hohenschönhausen, Kaulsdorf/Hellersdorf, Kaulsdorf-Nord und in den Stadtbezirken außerhalb der Innenstadt gegliedert.
Am 12. Oktober 1987 beschloss der Magistrat, dass zur weiteren Qualifizierung auf dem Gebiet des Bauwesens das Bezirksbauamt, der Hauptauftraggeber komplexer Wohnungsbau und die Abteilung Baukoordinierung unter der Verantwortung des Stellvertreters des Oberbürgermeisters und Bezirksbaudirektors zusammengeführt werden. Dabei wurde Dieter Müller als Stellvertreter des Oberbürgermeister für Baukoordinierung und als Mitglied des Magistrats abberufen.
Die Akten wurden vom Bezirksbauamt 1988 und 1990 dem Verwaltungsarchiv des Magistrats übergeben.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 51 Akten (1,50 lfm) mit einer Laufzeit von (1974) 1980 – 1990.
Der Bestand enthält vor allem Akten über die Zusammenarbeit mit den Bezirken der DDR. Weitere Akten sind zu den Investitionskomplexen Friedrichstraße/Otto-Grotewohl-Straße, Köllnische Vorstadt, Hohenschönhausen vorhanden. Unterlagen zu zahlreichen Arbeitsberatungen, Standortkonzeptionen und Bebauungskonzeptionen sind ebenso überliefert, wie Unterlagen zu Fachberatungen für den Defa-Film „Wir vom Bau“ und zu den Tagungen der SED-Kreisleitung Bauwesen Berlin. Sowohl zum Programm zur Fassadengestaltung, Dachprogramm und zum Kaufhallenprogramm als auch zu Beratungen der Arbeitsgruppen Gesamtkoordinierung und "FDJ-Initiative Berlin“ geben weitere Akten Auskunft.
Die Akten wurden mit der Software Augias-Archiv verzeichnet und sind über die Findmittel Augias-Datenbank und Findbuch nutzbar.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: LAB C Rep. 110-08 Nr. xxx.
3. Korrespondierende Bestände
LAB C Rep. 100-05 Magistrat von Berlin, Büro des Magistrats
LAB C Rep. 101 Magistrat von Berlin, Oberbürgermeister
LAB C Rep. 110 Magistrat von Berlin, Bezirksbauamt Berlin
4. Literatur
Felz, Achim: Bezirke bauen in Berlin : beschleunigte Durchführung des Wohnungsbaus in der Hauptstadt mit der Kraft der ganzen Republik in den Jahren 1985 und 1986, Berlin 1987.
Mit der Kraft der ganzen Republik... : Wohnungsbau in Berlin 1984-1986. Ausgewählte Leistungen der Berliner und bezirklichen Baukombinate beim Aufbau der Hauptstadt der DDR, Berlin, hrsg. von Ewald Henn und bearb. von Horst Adami, Berlin 1987.
Berlin, im März 2009 / September 2023 Kerstin Bötticher
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ