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7/12,1 [Nr. 19]: Bittschrift des Buchbinderhandwerkes an die Universität, den Georg Wild wegen seiner Jugend und Blödigkeit aus dem Gefängnis zu entlassen.
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7/12,1 [Nr. 19]: Bittschrift des Buchbinderhandwerkes an die Universität, den Georg Wild wegen seiner Jugend und Blödigkeit aus dem Gefängnis zu entlassen.
UAT 7/ Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II)
Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (II) >> 9. Buchbinder (1575-1810) >> Buchbinder, Fasz. I: Nr. 1-48
1593
Enthält: Bl. 43-44v: Die Meister des Buchbinderhandwerks (ohne Uss.) an die Universität, Tübingen 29.7.1593: Georg Wild wurde wegen üblen Verhaltens vor etlichen Tagen ins Gefängnis der Universität gelegt. Er wurde in seiner Kindheit durch einen "tödliche Streich" schwer am Haupt verletzt; daher seine Unsinnigkeit und Haupt-Krankheit; auch macht ihm der Wein mehr als anderen zu schaffen. Daheim aber leben in großer Armut sein betrübtes, schwangeres Weib und die Kindlein, "welche zum Teil nach ihrem Vater kläglich und erbärmlich schreyen". Daher Bitte, viel seiner unverständigen Jugend und Blödigkeit des Hauptes zuzuschreiben und ihn um Frau und Kinder, Eltern und Verwandtschaft willen frei zu geben.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.