Debatte zu Schülerstreiks gegen den numerus clausus
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D701002/702
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1970 >> April
18. April 1970
(O-Ton) Erich Ganzenmüller, Prof. Dr., Fraktionsvorsitzender der CDU im baden-württembergischen Landtag: Im Heilbronner Parteitagsbeschluss wird der Schülerstreik begrüßt / Statt dessen darüber nachdenken, was noch getan werden muss und kann / Dahrendorfs Vorschlag, die Mittel zum Ausbau des Hochschulwesens an anderer Stelle im Bildungsbereich einzusetzen / In Baden-Württemberg, "wo Marx und Moritz noch nicht Tapeten kleben an den Universitäten" gemeinsame Anstrengungen machen / (1'55)
(O-Ton) Hermann Veit, Dr., MdL, SPD, Karlsruhe: Kein selbstgefälliger Rückblick: was haben wir alles getan / Möglichkeiten suchen, mehr zu tun, als bisher geschehen ist / Stärkeres Mitspracherecht von Eltern und Schülern bei Konfliktsituationen: dann würde der Streik wirklich ein illegaler Ausweg / Den numerus clausus nicht mit Rechtsgutachten bekämpfen / (1'34)
(O-Ton) Johann Peter Brandenburg, Dr., Fraktionsvorsitzender der FDP im baden-württembergischen Landtag: Keine Beschwörungen dessen, was getan worden ist: das Land hat viel getan, es reicht aber nicht aus / Die jungen Leute blicken nicht mehr zurück, sie fragen: was wird morgen sein? / Vertrauenskrise in die Politik des Landes: beide Koalitionspartner sind verantwortlich / (1'57)
(O-Ton) Hans Filbinger, Dr., CDU, Ministerpräsident von Baden-Württemberg: Er läßt sich keine Vertrauenskrise der Schüler gegen Staat und Gesellschaft aufreden / Verweis auf Geleistetes entspringt dem Anspruch der Bürger auf Information / Es ist unfair, für Schwierigkeiten in der Gesellschaft einen Sündenbock, hier: den Kultusminister, zu suchen / Er selbst hat bei der vorigen Bundesregierung für mehr Mittel für die Bildungspolitik an die Länder gekämpft / (2'26)
(O-Ton) Hermann Veit, Dr., MdL, SPD, Karlsruhe: Kein selbstgefälliger Rückblick: was haben wir alles getan / Möglichkeiten suchen, mehr zu tun, als bisher geschehen ist / Stärkeres Mitspracherecht von Eltern und Schülern bei Konfliktsituationen: dann würde der Streik wirklich ein illegaler Ausweg / Den numerus clausus nicht mit Rechtsgutachten bekämpfen / (1'34)
(O-Ton) Johann Peter Brandenburg, Dr., Fraktionsvorsitzender der FDP im baden-württembergischen Landtag: Keine Beschwörungen dessen, was getan worden ist: das Land hat viel getan, es reicht aber nicht aus / Die jungen Leute blicken nicht mehr zurück, sie fragen: was wird morgen sein? / Vertrauenskrise in die Politik des Landes: beide Koalitionspartner sind verantwortlich / (1'57)
(O-Ton) Hans Filbinger, Dr., CDU, Ministerpräsident von Baden-Württemberg: Er läßt sich keine Vertrauenskrise der Schüler gegen Staat und Gesellschaft aufreden / Verweis auf Geleistetes entspringt dem Anspruch der Bürger auf Information / Es ist unfair, für Schwierigkeiten in der Gesellschaft einen Sündenbock, hier: den Kultusminister, zu suchen / Er selbst hat bei der vorigen Bundesregierung für mehr Mittel für die Bildungspolitik an die Länder gekämpft / (2'26)
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Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
Reform: Hochschulreform
Schüler: Streik
Siebziger Jahre
Universität: Numerus clausus
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ