Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz stellt dem Doktor Antonius Mutele (Anthonien Mutelen) vom Deutschen Orden ein Zeugnis seiner "fremden kunst mit der gedechtniß" aus, nachdem er Kunde von seinen Fähigkeiten erhalten, ihn sodann "uß sundern begirden" zu sich bestellt und im Beisein seines Kanzlers, Bischof Matthias von Speyer, und seiner gelehrten wie ungelehrten Räte geprüft hat. Antonius wurden dazu an die 400 Silben und Worte, nach Belieben und in fremden Sprachen vorgegeben, die er nach kurzem Überlegen verständlich in freier Rede und nach Ausweis der Zettel korrekt wiederholen konnte. Der Pfalzgraf bestätigt Antonius seine über das Gedächtnis eines gewöhnlichen Menschen hinausgehenden Fähigkeiten und eine derartige Meisterschaft in diesen Dingen, "des sich wole zubefremden ist".