Fotografie
Contentwarnung: Einige der in der Ansicht des Prospekts abgedruckten Titel können eine verstörende Wirkung haben (sadistische Phantasien)
Schwarz-Weiß-Fotografie von vier Seiten aus einem Prospekt, die in zwei Reihen à zwei Bilder angeordnet sind. Außer dem Inhaltsverzeichnis (erste Reihe links) sind zwei Seiten dargestellt, auf denen Preislisten zu verschiedenen pornografischen Bilderserien abgedruckt sind (untere Reihe links und rechts). Neben dem Inhaltsverzeichnis (erste Reihe rechts) ist eine Seite mit den Bedingungen dargestellt, zu denen der Prospekt bezogen werden kann.
Die Abbildung wird nur in Teilen im Klarformat gezeigt, da es sich bei den angebotenen Bilderserien um drastische pornografische Inhalte handelt, deren Kurzbeschreibungen triggernd wirken können.
Kontext:
Der Sexualwissenschaftler und Sexualreformer Magnus Hirschfeld schreibt im Begleittext zur Abbildung, dass das von ihm gegründete Institut für Sexualwissenschaft in Berlin eine Reihe von Prospekten in seiner Sammlung habe. Dabei seien zwei Gruppen von Prospekten zu unterscheiden: Die eine beschäftige sich „vorzugsweise mit der Abgabe empfängnisverhütender Mittel“ und biete „zwischendurch Präservative mit Reiz-Besatz oder chemische Präparate“ an. Hier seien in den meisten Fällen „der Name der Firma auf dem Prospekt aufgedruckt“ (vgl. Hirschfeld, Magnus und Linsert, Richard (1930): Liebesmittel. Eine Darstellung der geschlechtlichen Reizmittel (Aphrodisiaca), Man Verlag, S. 347). Die andere Gruppe seien „obskure[…] Versandhäuser[…], die Pornographien, erotische Druckschriften“ vertrieben. Diese veröffentlichten zumeist keine Adressen und ihre Verbreitung habe seit Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund strafrechtlicher Verfolgung abgenommen (vgl. ebd.). Die hier gezeigte Seite eines Prospekts gehört der zweiten Gruppe an.
Schwarz-Weiß-Fotografie von vier Seiten aus einem Prospekt, die in zwei Reihen à zwei Bilder angeordnet sind. Außer dem Inhaltsverzeichnis (erste Reihe links) sind zwei Seiten dargestellt, auf denen Preislisten zu verschiedenen pornografischen Bilderserien abgedruckt sind (untere Reihe links und rechts). Neben dem Inhaltsverzeichnis (erste Reihe rechts) ist eine Seite mit den Bedingungen dargestellt, zu denen der Prospekt bezogen werden kann.
Die Abbildung wird nur in Teilen im Klarformat gezeigt, da es sich bei den angebotenen Bilderserien um drastische pornografische Inhalte handelt, deren Kurzbeschreibungen triggernd wirken können.
Kontext:
Der Sexualwissenschaftler und Sexualreformer Magnus Hirschfeld schreibt im Begleittext zur Abbildung, dass das von ihm gegründete Institut für Sexualwissenschaft in Berlin eine Reihe von Prospekten in seiner Sammlung habe. Dabei seien zwei Gruppen von Prospekten zu unterscheiden: Die eine beschäftige sich „vorzugsweise mit der Abgabe empfängnisverhütender Mittel“ und biete „zwischendurch Präservative mit Reiz-Besatz oder chemische Präparate“ an. Hier seien in den meisten Fällen „der Name der Firma auf dem Prospekt aufgedruckt“ (vgl. Hirschfeld, Magnus und Linsert, Richard (1930): Liebesmittel. Eine Darstellung der geschlechtlichen Reizmittel (Aphrodisiaca), Man Verlag, S. 347). Die andere Gruppe seien „obskure[…] Versandhäuser[…], die Pornographien, erotische Druckschriften“ vertrieben. Diese veröffentlichten zumeist keine Adressen und ihre Verbreitung habe seit Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund strafrechtlicher Verfolgung abgenommen (vgl. ebd.). Die hier gezeigte Seite eines Prospekts gehört der zweiten Gruppe an.
Gebrauch
Berlin-Tiergarten
1919-1933
Besessen
Veröffentlichung
Berlin
1930
Veröffentlicht
Veröffentlichung
Berlin
1930
Veröffentlicht
Verlust
Berlin
1933
Verschollen
Voyeurismus
Sexuelle Phantasie
Erotische Literatur
Pornografie
Bildunterschrift in Hirschfeld/Linsert: Liebesmittel: Textseiten aus einem Prospekt über pornografische Literatur und Bildwerke.
(Aus den Sammlungen des Instituts für Sexualwissenschaft, Berlin.)
(Aus den Sammlungen des Instituts für Sexualwissenschaft, Berlin.)
Hirschfeld, Magnus; Linsert, Richard, 1930: Liebesmittel. Eine Darstellung der geschlechtlichen Reizmittel (Aphrodisiaca), Belin, 1. Bildtafel nach S. 348
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, Berlin
FSIFS-040_a
Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin
Fotografische Sammlung des ehemaligen Instituts für Sexualwissenschaft
Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft
22.05.2025, 3:30 PM CEST
Public Domain Mark 1.0 Universal