Anspruch auf das dem Abt von St. Ludger in Werden lehnrührige Gut Arttbecke (Becke) im Kirchspiel Buer, Vest Recklinghausen. 1533 kaufte Conradt von Dorl, Drost zu Horneburg (Waltrop, Kr. Recklinghausen), das Gut von Aleff von Bockum (Kr. Recklinghausen). Als Conradt 1535 ohne legitime Erben starb, wurde seine Schwester Margaretha mit Arttbecke belehnt. Der Appellant, ein unehelicher, jedoch von Kaiser Karl V. legitimierter Sohn Conradts, behauptet, Margaretha habe ihm 1550 das Gut „inter vivos“ zediert, er sei vom Abt belehnt worden und folglich rechtmäßiger Besitzer. Erstinstanzlich hatte jedoch der Appellat seine Auffassung durchsetzen können, wonach er als Sohn der Anna von dem Berge, der ihre Cousine Margaretha von Dorl das Gut Arttbecke testamentarisch vermacht hatte, erbberechtigt sei.
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Anspruch auf das dem Abt von St. Ludger in Werden lehnrührige Gut Arttbecke (Becke) im Kirchspiel Buer, Vest Recklinghausen. 1533 kaufte Conradt von Dorl, Drost zu Horneburg (Waltrop, Kr. Recklinghausen), das Gut von Aleff von Bockum (Kr. Recklinghausen). Als Conradt 1535 ohne legitime Erben starb, wurde seine Schwester Margaretha mit Arttbecke belehnt. Der Appellant, ein unehelicher, jedoch von Kaiser Karl V. legitimierter Sohn Conradts, behauptet, Margaretha habe ihm 1550 das Gut „inter vivos“ zediert, er sei vom Abt belehnt worden und folglich rechtmäßiger Besitzer. Erstinstanzlich hatte jedoch der Appellat seine Auffassung durchsetzen können, wonach er als Sohn der Anna von dem Berge, der ihre Cousine Margaretha von Dorl das Gut Arttbecke testamentarisch vermacht hatte, erbberechtigt sei.
AA 0627, 1373 - D 536/1562
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 2. Buchstabe D
1568 - 1576 (1533 - 1576)
Enthaeltvermerke: Kläger: Conrad von Dorl zu Dorl (Dorll), Steele, (Bekl.) Beklagter: Diederich Aspeck (Asbeck), (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Laurentius Wilthelm 1568 - (Dr. Malachias) Ramminger (1568) - (Lic. Philipp ?) Seiblin (1576) Prokuratoren (Bekl.): Dr. David Capito 1568 - Dr. Johann Grönberger 1574 - (Dr. Bernhard) Kuehorn (1576) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Lehnsrichter von St. Ludger Werden (Erbmarschall Wilhelm von Eyll zu Baldeney, Subst. Lehnsrichter Heinrich Knippinck zum Grimberg) 1564 - 2. RKG 1568 - 1576 (1533 - 1576) Beweismittel: Vorakten (Q 6 bzw. 10), darin: Erbkaufbrief 1534: Aleff von Bockum (Kr. Recklinghausen) verkauft Corde (= Conradt) von Dorl, Drost zu Horneburg (Waltrop, Kr. Recklinghausen) Haus, Hof und Gut, die Arttbecke genannt (93 - 98). 4 Lehnsbriefe der Äbte Johannes (von Groningen) und Hermann (von Holten) von St. Ludger in Werden für das Gut Arttbecke oder Becke (98 - 105). Beschreibung: 5,5 cm, 219 Bl., lose; Q 1 - 13; Q 2 doppelt: Original und Abschrift; Q 6 = Q 10 (Priora). Vgl. RKG (A 500/1240), 1374 (D 537/1563).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:13 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 2. Buchstabe D (Gliederung)