Anspruch der Appellatinnen auf Auszahlung ihrer Aussteuer in Höhe von je 5500 Rtlr.. Die gemeinsamen Eltern hatten am 27. Mai 1696 diese Summe in einer Disposition festgelegt, die Brüder verweigerten jedoch die Auszahlung.
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AA 0627, 2330 - H 399/1517
AA 0627 Reichskammergericht, Teil IV: H
Reichskammergericht, Teil IV: H >> 1. Buchstabe H
1713 - 1729 (1696 - 1727)
Enthaeltvermerke: Kläger: Gebrüder Werner Friedrich Anton, Johann Wilhelm Bertram und Ferdinand von Harff zu Dreiborn, (Bekl.) Beklagter: Ihre Schwestern Eleonora von Rolshausen, geb. von Harff, und Maria Catharina von Harff zu Dreiborn, Kanonissin in Schwarzrheindorf, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Konrad Franz Steinhausen 1713 - Subst.: Lic. Faber - Lic. Johann Christian Wigandt 1727 - Subst.: Lic. Wilhelm Maximilian Brack Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Peter Jung 1716 - Subst.: Lic. Faber Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei Düsseldorf 1711 - 2. RKG 1713 - 1729 (1696 - 1727) Beweismittel: Auszug aus dem Rechnungsbuch der Kölner Kaufhändlerin Thyriardt über der Eleonora von Harff zu Dreiborn, Frau zu Türnich, gelieferte Ware 1700 (83 - 86), aus dem Rechnungsbuch des Kölner Kaufmanns N. Staesberg (87). Andere Rechnung, besonders von Kölner Kaufleuten (88 - 111). Aufstellung, was Eleonora vor ihrer Heirat von ihren Brüdern erhielt (112 - 121). Verfügung des Philipp Wilhelm von Harff zu Dreiborn und seiner Frau Anna Maria Catharina von der Horst über die Ausstattung ihrer Kinder 27. Mai 1696 (6 - 10 und 103 - 113 in Q 10). Inventarium actorum (114 - 115 in Q 10). Beschreibung: 5,5 cm, 269 Bl., gebunden; Q 10 (Vorakten) am Schluß. Vgl. RKG 2332 (H 401/1519).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:57 MESZ