13. N. Materialsammlungen
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Gliederung
AA 0640 Handschriften (AA 0640)
Handschriften (AA 0640)
Zu Handschriften N I 1: Die 78 Folianten der Sammlung des jülich-bergischen Archivars und Geheimen Rates Joh. Gottfried Redinghoven (1628-1704) [vgl. W. Harleß (ADB 27, 1888, 544ff.)] wurden 1766 vom Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz angekauft und der Kurfürstlichen Akademie Mannheim überwiesen; vgl. Peter Fuchs, Palatinatus illustratus, 1963, S. 348 u. Anm. 794. Mit deren Bibliothek kamen sie 1803 in die Staatsbibliothek München (dortige Signatur: Cgm 2213); (unzureichende) Übersicht: Vierteljahresschrift für Heraldik 1885, S. 131 ff. Die im Folgenden verzeichneten Materialien sind dem Archiv 1845 durch die Familie v. Fuchsius geschenkt worden. Andere Bände aus dem Besitz des jülich-bergischen Archivars v. Reiner (gest. 1780) sind vermutlich mit dem Jülich-Bergischen Archiv übernommen worden (Handschriften B XI 1-3; C III1 u. 6; M 11; M II 1; N I 4 Bd. m-g), ein weiterer Teil, der auf Haus Rhede, Kreis Borken, lag (Inventar Westfalen I 2, 1901, S. 139 ff.) ist 1937 aus dem Nachlaß des Münsterschen Staatsarchivdirektors Schmitz-Kallenberg angekauft worden (siehe Handschrift N I 6). - Zu Handschriften N I 2: Knappsche Manuskripte 16 Bände, 1795-1797. 1881 von der Univ. Bibl. Bonn überwiesen, vorher in der Bibliothek des Königlichen Obertribunals Berlin. Georg Joseph (v.) Knapp (1726-1802), 1748 jülich-bergischer Hofrat u. Religionscommissarius, seit 1750 Lehnsfiskal, Hoheitsreferendarius u. Mitglied des Geheimen Rates, seit 1769 Oberappellationsgerichtsrat usw., seit 1780 Leiter des Archivs (ADB 16, S. 265 ff.). 1881 von der Universitätsbibliothek Bonn überwiesen, vorher in der Bibliothek des Königlichen Obertribunals Berlin. - Die Signatur Handschriften N I 3 III ist nicht belegt. - Zu Handschriften N I 4: Sammlung v. Fuchsius = v. Reiner. Joh. Engelbert v. Fuchsius, seit 1784 Wirklicher Geheimer Rat, Hofrat u. Oberappellationsrat zu Düsseldorf, 1802 Direktor des ersten Senates des Oberappellationsgerichtes, seit 1806 Staatsrat, 1812-1819 Präsident des neugebildeten Oberappellationsgerichtes des Großherzogtums Berg bzw. des Generalgouvernements Berg, 1814-1819 auch Präsident des Bergischen Kassationshofes, gest. 1828. - Zu v. Reiner: 2) Henrich Peter v. Reiner, Jülich-Bergischer Vicekanzler u. Archivar (1728- 1743); sein Sohn Joh. Paul v. Reiner, Vicekanzler, Lehndirektor u. Archivar (1747-1780). Joh. Engelbert v. Fuchsius, seit 1784 Wirkl. Geh. Rat, Hofrat u. Oberappellationsrat zu Düsseldorf, 1802 Direktor des ersten Senates des Oberappellationsgerichtes, seit 1806 Staatsrat, 1812-1819 Präsident des neugebildeten Oberappellationsgerichtes des Großherzogtums Berg bzw. des Generalgouvernements Berg, 1814-1819 auch Präsident des Bergischen Kassationshofes, gest. 1828. - Zu Handschriften N I 6: Sammlung Redinghoven (siehe Inventare der nichtstaatlichen Archive der Provinz Westfalen I 2, S. 139 ff.), erworben 1937 aus dem Nachlaß Schmitz-Kallenberg in Münster. Die Urkunden sind, soweit erforderlich, in den entsprechenden Findbüchern (besonders im Nachtragsband zu Jülich-Berg, Urkunden = maschinenschriftliches Findbuch 102.04.01-03) verzeichnet, hier im VERA-Findbuch 170.00.01-02 als Vorgänge wiedergegeben. - Handschriften N I 8: siehe Nachlass Lau bzw. in Fotokopie unter Findbuch 102.00.1-3 und 103.00.1. - Handschriften N I 10 - Nachlaß v. Goltstein: siehe Jülich-Berg II, Nr. 6648. - Zu Handschriften N III 1 - Sammlung von Dorth: 1763 auf Betreiben der Klevischen Synode von der Regierung Kleve angekauft (vgl. Kleve-Mark Akten, XVI A 2059). Von den 33 Nrn. der damaligen Liste (ebd. Bl. 29 f. u. Hs. N in 4 Bl. 2) fehlten 1856 5 Nrn. (2, 3, 5, 16,17), doch entspricht die heutige Zählung nicht mehr dieser Signierung. Die Kästen bzw. Bände I, IV-XI sind 1945 zum größten Teil vernichtet bzw. unbrauchbar geworden. Die Bde. I-XII liegen bzw. lagen lose in Kartons, die Bde. XIII-XX u. XXI haben Pergamentbände der Zeit; Format 21,5 x 16,5 cm; früher. Zur Sammlung gehören auch die Handschriften C III 8 u. 14 [D I 1 u. 2], K III 20 sowie RW 1023 Akten 12. Die Bände I-V, XIII-XIX waren bzw. sind eine Materialsammlung zur Geschichte der Stadt und der Evangelischen Gemeinde Wesel. Reihenfolge: XV - 1453, XVIII 1454-1535, XVI 1547-1560, XIV 1561-1567, XIII 1566-1578, XIX 1578-1597, XVII 1597-1600, II 1609-1610, II 1642-1660. - zu Dorth: Anton von Dorth, 2. Prediger an St. Willibrordi in Wesel 1654-1695 (H. Kessel in Düsseldorfer Jahrbuch 30, 1920, S. 123 Anm. 514; A. Rosenkranz, Das evangelische Rheinland 2, 1958, S. 100). Den Bericht über seine Reise zur Märkischen Synode nach Kamen 1687 s. Jahrbuch des Vereins für die Evangelische Kirchengeschichte Westfalens 16, 1914/1915, S. 114 ff. - Altsignatur: Ms. A 50. - Vorbesitzer: van Dorth, A., Prediger zu Wesel (+ 1695). - Zu Handschriften N III 8: siehe Nachlaß Ilgen Nr. 18 (Friedrich Wilhelm Oediger, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände, Bd. 5, S. 156 f.) - Zu Handschriften N V 1 (A 132): siehe Nachlaß Baersch (Friedrich Wilhelm Oediger, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände, Bd. 5, S. 151). - Zu Handschriften N V 2 - Hellmich, Bremen i. W., 1929: seit 1953 Staatsarchiv Münster.- Zu Handschriften N V 3 - Annotationsbuch des Posthalters Alfter, 1739-1799: seit 1970 im Stadtarchiv Bonn hinterlegt.- Zu Handschriften N V 4-7: siehe Nachlaß Knipping (Friedrich Wilhelm Oediger, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände, Bd. 5, S. 58 f.). - Zu Handschriften N VI 1 (A 250): siehe Nachlaß Nettesheim (Friedrich Wilhelm Oediger, Das Hauptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände, Bd. 5, S. 163); Vorbesitzer: Nettesheim, Friedrich aus Geldern (+1881).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:47 MESZ