Erklärung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, dass es keine auf preußischem Gebiet bzw. im Besitz preußischer Unternehmen befindliche Altertümer ankauft
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LLA 020/022
LLA Lindenschmit, Ludwig d. Ä.
Lindenschmit, Ludwig d. Ä. >> Korrespondenz >> Briefentwürfe
1890-05-20
Inhalt/Beschreibung/Darin: "Mainz, den 20. Mai 1890.
Einem hohen Ministerium
beehrt sich der gehorsamst unterzeichnete Vorstand des
Römisch-Germanischen Central-Museums die ergebenste
Erklärung zu erneuern, daß er sich, wie bisher, der
Verpflichtung unterwirft, keine im preußischen
Staatsgebiet gefundenen, oder im Besitz preußischer
Unternehmen befindliche Alterthümer ohne vorherige
Rücksprache mit den Vorständen der betreffenden
Provinzial-Sammlungen anzukaufen.
Diese Verpflichtung, welche ihm aus der
allergnädigsten Bewilligung des Zuschusses Seiner
Majestät des Kaisers erwächst, kann der Vorstand
um so rückhaltsloser übernehmen, als das Römisch-
germanische Museum sein Ziel, die übersichtliche
Darstellung der vergangenen Culturperioden Deutschlands,
seit seiner Begründung ausschließlich durch die natur-
getreuen Nachbildungen der in den Museen und Privat-
sammlungen zerstreuten Alterthümer zu erreichen bestrebt ist.
Für den Vorstand
[...]
An das Königliche Staatsministerium
der geitslichen, Unterrichts- und Medizinal-
Angelegenheiten
zu Berlin"
Einem hohen Ministerium
beehrt sich der gehorsamst unterzeichnete Vorstand des
Römisch-Germanischen Central-Museums die ergebenste
Erklärung zu erneuern, daß er sich, wie bisher, der
Verpflichtung unterwirft, keine im preußischen
Staatsgebiet gefundenen, oder im Besitz preußischer
Unternehmen befindliche Alterthümer ohne vorherige
Rücksprache mit den Vorständen der betreffenden
Provinzial-Sammlungen anzukaufen.
Diese Verpflichtung, welche ihm aus der
allergnädigsten Bewilligung des Zuschusses Seiner
Majestät des Kaisers erwächst, kann der Vorstand
um so rückhaltsloser übernehmen, als das Römisch-
germanische Museum sein Ziel, die übersichtliche
Darstellung der vergangenen Culturperioden Deutschlands,
seit seiner Begründung ausschließlich durch die natur-
getreuen Nachbildungen der in den Museen und Privat-
sammlungen zerstreuten Alterthümer zu erreichen bestrebt ist.
Für den Vorstand
[...]
An das Königliche Staatsministerium
der geitslichen, Unterrichts- und Medizinal-
Angelegenheiten
zu Berlin"
1 Blatt
Papier
Brief
Deutsch
Berlin - Empfangsort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
13.05.2026, 11:29 MESZ