Peter Haimsch aus Neuffen, wegen Überfalls und versuchter Verletzung des Briefgeheimnisses aus Frucht vor Strafe landflüchtig gewesen, jedoch auf die Fürbitten seiner Freunde auf ein künftiges Wohlverhalten begnadigt, als Untertan wieder angenommen und zu Weib und Kindern nach Hause gelassen, erneuert seine Erbhuldigung und gelobt unter Eid, künftig ein getreuer und gehorsamer Untertan zu sein, nichts mehr gegen die Herrschaft Württemberg zu unternehmen, sich an keinem Aufruhr zu beteiligen, auch die ihm bekannt werdenden Umtriebe gegen die Obrigkeit unverzüglich anzuzeigen, stets der Partei der Obrigkeit anzuhangen, heimliche Zechen, Gesellschaften und Winkelzusammenkünfte zu meiden, Wehr und Harnisch dem Vogt abzugeben und nicht mehr zu tragen, mit Ausnahme eines Brotmessers. Haimsch hat auf freiem Feld und offener Landstraße einen Boten der Herzogin Sabine von Bayern und Württemberg einen Brief gewaltsam abgenommen und ihn einem zufällig anwesenden Priester zum Vorlesen geben wollen; als dieser sich weigerte, gab er den Brief dem Boten unerbrochen und unversehrt, jedoch unter Schmähworten, wieder zurück. Bürgen (um 100 fl): Hans Haimsch, sein Vater, Thoma Knylin und Ludwig Thold.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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