Bücherzensur in den drei oberpfälzischen Herzogtümern Neuburg, Sulzbach und Oberpfalz
Vollständigen Titel anzeigen
Kurbayern Bücherzensurkollegium, BayHStA, Kurbayern Bücherzensurkollegium 129
HR I Fasz. 458 Nr. 24/3
GR Fasz. 256 Nr. 3
GR Fasz. 792 Nr. 26
Kurbayern Bücherzensurkollegium
Kurbayern Bücherzensurkollegium >> 3. Spezialakten des Bücherzensurkollegiums >> 3.1. Fächerübergreifende Zensur >> 3.1.4. Sonstige Sonderfälle
1794 - 1798
Enthält:
Zuständigkeit des Bücherzensurkollegiums; Behandlung von aus dem Ausland kommenden Büchern durch die Mautämter; Umlauf des als schädlich eingestuften Gebetbuchs "Goldener Himmelsschlüssel von P. Martin Kochem zu Erlösung der armen Seelen im Fegfeuer zum besondern Gebrauch des weibl. Geschlechts, Augsburg 1795 et 1796"; Behandlung der Protestanten des Herzogtums Sulzbach in Zensursachen; Druck unzensierter Werke durch den Sulzbacher Buchdrucker Seidl (z. B. Gebetbuch "Himmlisches Jerusalem" von P. Mibes; "Erzeugnisse aus dem Gebiethe des Wahren und Schönen, Regensburg 1798"); Einleitung einer Untersuchung gegen die jüdische "Winkelpresse" in Sulzbach
Darin:
Zensur des von Pfarrer Ant[on] Richard Weber, resigniertem Pfarrer zu Fichtlberg und jetzigen Pfarrer zu Duggendorf, verfassten Manuskripts "Bewahrungsmittel vor der unglückseligen Freiheit, Gleichheit und Vernunft"
vgl. auch "Bücherzensurkollegium 654"
52 Bl.
Zuständigkeit des Bücherzensurkollegiums; Behandlung von aus dem Ausland kommenden Büchern durch die Mautämter; Umlauf des als schädlich eingestuften Gebetbuchs "Goldener Himmelsschlüssel von P. Martin Kochem zu Erlösung der armen Seelen im Fegfeuer zum besondern Gebrauch des weibl. Geschlechts, Augsburg 1795 et 1796"; Behandlung der Protestanten des Herzogtums Sulzbach in Zensursachen; Druck unzensierter Werke durch den Sulzbacher Buchdrucker Seidl (z. B. Gebetbuch "Himmlisches Jerusalem" von P. Mibes; "Erzeugnisse aus dem Gebiethe des Wahren und Schönen, Regensburg 1798"); Einleitung einer Untersuchung gegen die jüdische "Winkelpresse" in Sulzbach
Darin:
Zensur des von Pfarrer Ant[on] Richard Weber, resigniertem Pfarrer zu Fichtlberg und jetzigen Pfarrer zu Duggendorf, verfassten Manuskripts "Bewahrungsmittel vor der unglückseligen Freiheit, Gleichheit und Vernunft"
vgl. auch "Bücherzensurkollegium 654"
52 Bl.
Kurbayern Bücherzensurkollegium
Amtsbücher / Akten
ger
Medium: A = Analoges Archivalie
Weber: Ant[on] Richard, resignierter Pfarrer zu Fichtlberg und jetziger Pfarrer zu Duggendorf
Kochem: P. Martin
Seidel: Johann Esaias, München, Sulzbach und Amberg, Buchdrucker, -händler und Kommerzienrat
Mibes: P.
Oberpfalz (Herzogtum): Bücherzensur
Sulzbach (Herzogtum): Bücherzensur
Neuburg (Herzogtum): Bücherzensur
Sulzbach: Protestanten
Sulzbach: Buchdrucker Seidl
Sulzbach: jüdische Winkelpresse
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:30 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik)
- Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs (Tektonik)
- 1 Abteilung I: Ältere Bestände (Tektonik)
- 1.2 Kurbayern (Tektonik)
- Geistlicher Rat (Tektonik)
- Kurbayern Bücherzensurkollegium (Bestand)
- 3. Spezialakten des Bücherzensurkollegiums (Gliederung)
- 3.1. Fächerübergreifende Zensur (Gliederung)
- 3.1.4. Sonstige Sonderfälle (Gliederung)
CC0 1.0 Universell