Die Abtei Steinfeld vergleicht sich mit Dietrich von Burtscheid über den Rechtsstreit wegen des Hofes uff dem Bongart in Oeverich. Zwischen Abt Johann und dem Konvent von Steinfeld auf der einen und Dietrich von Burtscheid (Burtzscheyt) als Inhaber des Hofes in Oeverich genannt uff dem Bongart auf der anderen Seite hatte es folgende Misshelligkeiten gegeben: Abt und Konvent von Steinfeld behaupteten, der Hof in Oeverich sei lehnrührig von ihrem dinglichen Hof in Fritzdorf nach dem Weistum der Geschworenen dieses Hofes. Dietrich von Burtscheid erklärte dagegen, dass dies nicht zutreffe. Die beiden Parteien haben sich gütlich folgendermaßen geeinigt: Dietrich von Burscheid und seine Erben sollen in Zukunft aus dem Hof in Oeverich sechs Morgen Ackerland unterhalb des Fritzdorfer Weges grenzend an den Oevericher Weg, beidseitig grenzend an Jakob Vaßbender, von Abt und Konvent von Steinfeld bzw. ihrem Befehlhaber des Hofes in Fritzdorf, sooft es nötig ist, zu Lehen empfangen und das Lehen durch einen vurgenger, den sie benennen (dairstellen) werden, in dem Hof von Fritzdorf vertreten lassen (vurgaen und vurstain laissen), wie andere Lehnleute und wie es dort nach Hofrecht und Geschworenenweistum üblich ist. Sie entrichten von den sechs Morgen Ackerland 1 Malter Weizen und 3 Schillinge Pachtgeld. Beim Tod eines Lehnträgers und empfangsberechtigten Erben lassen die Erben eine Kurmut in den Hof von Fritzdorf treiben, und sie empfangen die sechs Morgen neu. Die Kurmut lösen sie mit einem rheinischen Goldgulden ab. Weitere Rechte haben Abt und Konvent an dem Hof in Oeverich nicht. Es siegeln Abt und Konvent von Steinfeld, Dietrich von Burtscheid , Thomas van der Broill, Wilhelm von Burtscheid und Heinrich von Dattenberg (Dadenbergh), gute Freunde, Bruder und Schwager der Vertragschließenden. Gegeven ... uff tag Egidii nae Christi geburt 1526.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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