Landratsamt Coburg (Bestand)
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Staatsarchiv Coburg (Archivtektonik) >> II. Neuere Bestände (Behörden und Gerichte des Freistaats Bayern nach 1920) >> A. Behörden des Freistaats Bayern >> 1.) Inneres >> Allgemeine Innere Verwaltung
1571-2004
Vorwort: Aufgrund der Trennung von Justiz und Verwaltung erfolgte mit Gesetz vom 17. Juni 1858 über die Organisation der Verwaltungsbehörden mit Wirkung vom 01. Juli 1858 die Errichtung des Landratsamtes Coburg. Es war dem Staatsministerium nachgeordnet und umfasst die Ämter Coburg, Neustadt, Rodach und Sonnefeld. Das Amt Königsberg wurde erst am 01. Oktober 1879 dem Landratsamt unterstellt. Die Städte Coburg, Neustadt, Rodach, Sonnefeld und seit 1879 Königsberg unterstanden dem Landratsamt nur bezüglich einer Anzahl von Verwaltungsaufgaben und waren im übrigen direkt dem Staatsministerium unterstellt.
1920 wurde nach der Vereinigung des Freistaates Coburg mit Bayern das ehemalige Herzogliche Landratsamt als bayerisches Bezirksamt Coburg fortgeführt und wie die übrigen Bezirksämter 1939 in Landratsamt umbenannt. 1972 wurde der Landkreis Coburg durch etwa ein Drittel des aufgelösten Landkreises Staffelstein vergrößert.
Der Bestand ist derzeit (2014) in vier Gliederungsabschnitte unterteilt:
Gliederungsabschnitt 1: Band I und II (ca. 1571-1920)
Im ersten Gliederungsabschnitt sind die ersten beiden Repertorienbänden erfasst (Bd. I und II). Darin wurden Akten verzeichnet, die in mehrern Abgaben seit 1930 mit ihren Registratur-Repertorien übernommen wurden. Der Bestand dieser beiden Findbuch-Bände umfasste Akten bis zum Stichjahr 1920, soweit sie nicht in die Registraturordnung des neuen Bezirksamts Coburg übernommen wurden. 1920 wurde ein Teil der Akten an das Dekanat Coburg (heute Landeskirchliches Archiv Nürnberg) ausgeliehen. Die Akten über den Bezirk Königsberg wurden damals zum größten Teil an das Bayerische Bezirksamt Hofheim i. Unterfranken abgegeben. Der in den ersten beiden Bänden verzeichnete Bestand wurde 1960 bis 1962 neu verzeichnet. Dabei wurde die in den übernommenen Repertorien vorgezeichnete Registraturordnung des Landratsamtes beibehalten. Die Akten wurden damals neu tektiert und schließlich verkartet.
Gliederungsabschnitt 2: Band III (ca. 1920-1945)
Der Gliederungsabschnitt 2 beinhaltet die Abgabe des Landratsamtes Coburg von 1967. Sie umfasst den Zeitraum von 1920 bis 1945, reicht aber in einigen Bereichen auch weiter zurück. Der Teilbestand wurde 1968/69 neu verzeichnet (Bd. III). Der Anhang (Nr. 13777 bis 14506) besteht aus Akten, die später vom Landratsamt an das Staatsarchiv übergeben wurden und aus Akten, die ungeordnet und unverzeichnet im Staatsarchiv aufgefunden wurden und aus der älteren Abgabe stammen.
Gliederungsabschnitt 3: Band IV (ca. 1945-2003, Einheitsaktenplan)
Im Gliederungsabschnitt 3 sind die Aktenabgaben des Landratsamts Coburg aus der Zeit nach 1945 enthalten (Bd. IV). Für deren inhaltliche Strukturierung dient der 1950 erstmals vorgelegte Einheitsaktenplan für die bayerischen Gemeinden und Landratsämter, der auch in der Registratur des Landratsamts Coburg im genannten Zeitraum Anwendung fand (1960, 1962 und 1975 überarbeitet). Der Nummer des Gliederungsabschnittes (3) folgt - getrennt durch Punkte nach den einzelnen Ziffern - das Aktenplankennzeichen (z.B. 3.1.1.7 für APl-Kennzeichen 117). 2003 wurde der bislang drei Gliederungsebenen enthaltende Aktenplan durch den vierziffrigen Einheitsaktenplan abgelöst.
Gliederungsabschnitt 4:
Der bislang letzte Gliederungsabschnitt 4 nimmt die Akten auf, die im Landratsamt unter Verwendung des viergliedrigen Einheitsaktenplans geführt wurden (ab 2003).
Der Archivbestand enthält in größerem Umfang auch Akten von Vorgängerbehörden (Landesregierung, Justizämter, Wegbauinspektionen), die z.T. bis ins ausgehende 16. Jahrhundert zurückreichen und seinerzeit als Vorakten an die Behörde abgegeben wurden. Im Zuge einer provenienzgerechten Neuformierung werden drei Fonds entstehen: Herzogliches Landratsamt (1858-1920, dabei auch die wenigen Akten des Landratsamtes des Freistaates Coburg 1918-1920), Bezirksamt/Landratsamt (1920-1972), Landratsamt (ab der Gebietsreform von 1972).
Die im Landratsamt geführten Bauakten sind ebenso wie die Zweitschriften des Personenstandsunterlagen als Selekt aufgestellt.
Mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurden die ersten beiden Bände 2010 und 2011 im Rahmen eines Retrokonversionsprojektes durch einen externen Dienstleister (Fa. MFM Hofmaier, München) erfasst und zusammen mit der hausintern von Birgit Hufnagel, Claudia Roos und Horst Gehringer erbrachten Eigenleistung in die Beständedatenbank importiert.
1920 wurde nach der Vereinigung des Freistaates Coburg mit Bayern das ehemalige Herzogliche Landratsamt als bayerisches Bezirksamt Coburg fortgeführt und wie die übrigen Bezirksämter 1939 in Landratsamt umbenannt. 1972 wurde der Landkreis Coburg durch etwa ein Drittel des aufgelösten Landkreises Staffelstein vergrößert.
Der Bestand ist derzeit (2014) in vier Gliederungsabschnitte unterteilt:
Gliederungsabschnitt 1: Band I und II (ca. 1571-1920)
Im ersten Gliederungsabschnitt sind die ersten beiden Repertorienbänden erfasst (Bd. I und II). Darin wurden Akten verzeichnet, die in mehrern Abgaben seit 1930 mit ihren Registratur-Repertorien übernommen wurden. Der Bestand dieser beiden Findbuch-Bände umfasste Akten bis zum Stichjahr 1920, soweit sie nicht in die Registraturordnung des neuen Bezirksamts Coburg übernommen wurden. 1920 wurde ein Teil der Akten an das Dekanat Coburg (heute Landeskirchliches Archiv Nürnberg) ausgeliehen. Die Akten über den Bezirk Königsberg wurden damals zum größten Teil an das Bayerische Bezirksamt Hofheim i. Unterfranken abgegeben. Der in den ersten beiden Bänden verzeichnete Bestand wurde 1960 bis 1962 neu verzeichnet. Dabei wurde die in den übernommenen Repertorien vorgezeichnete Registraturordnung des Landratsamtes beibehalten. Die Akten wurden damals neu tektiert und schließlich verkartet.
Gliederungsabschnitt 2: Band III (ca. 1920-1945)
Der Gliederungsabschnitt 2 beinhaltet die Abgabe des Landratsamtes Coburg von 1967. Sie umfasst den Zeitraum von 1920 bis 1945, reicht aber in einigen Bereichen auch weiter zurück. Der Teilbestand wurde 1968/69 neu verzeichnet (Bd. III). Der Anhang (Nr. 13777 bis 14506) besteht aus Akten, die später vom Landratsamt an das Staatsarchiv übergeben wurden und aus Akten, die ungeordnet und unverzeichnet im Staatsarchiv aufgefunden wurden und aus der älteren Abgabe stammen.
Gliederungsabschnitt 3: Band IV (ca. 1945-2003, Einheitsaktenplan)
Im Gliederungsabschnitt 3 sind die Aktenabgaben des Landratsamts Coburg aus der Zeit nach 1945 enthalten (Bd. IV). Für deren inhaltliche Strukturierung dient der 1950 erstmals vorgelegte Einheitsaktenplan für die bayerischen Gemeinden und Landratsämter, der auch in der Registratur des Landratsamts Coburg im genannten Zeitraum Anwendung fand (1960, 1962 und 1975 überarbeitet). Der Nummer des Gliederungsabschnittes (3) folgt - getrennt durch Punkte nach den einzelnen Ziffern - das Aktenplankennzeichen (z.B. 3.1.1.7 für APl-Kennzeichen 117). 2003 wurde der bislang drei Gliederungsebenen enthaltende Aktenplan durch den vierziffrigen Einheitsaktenplan abgelöst.
Gliederungsabschnitt 4:
Der bislang letzte Gliederungsabschnitt 4 nimmt die Akten auf, die im Landratsamt unter Verwendung des viergliedrigen Einheitsaktenplans geführt wurden (ab 2003).
Der Archivbestand enthält in größerem Umfang auch Akten von Vorgängerbehörden (Landesregierung, Justizämter, Wegbauinspektionen), die z.T. bis ins ausgehende 16. Jahrhundert zurückreichen und seinerzeit als Vorakten an die Behörde abgegeben wurden. Im Zuge einer provenienzgerechten Neuformierung werden drei Fonds entstehen: Herzogliches Landratsamt (1858-1920, dabei auch die wenigen Akten des Landratsamtes des Freistaates Coburg 1918-1920), Bezirksamt/Landratsamt (1920-1972), Landratsamt (ab der Gebietsreform von 1972).
Die im Landratsamt geführten Bauakten sind ebenso wie die Zweitschriften des Personenstandsunterlagen als Selekt aufgestellt.
Mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurden die ersten beiden Bände 2010 und 2011 im Rahmen eines Retrokonversionsprojektes durch einen externen Dienstleister (Fa. MFM Hofmaier, München) erfasst und zusammen mit der hausintern von Birgit Hufnagel, Claudia Roos und Horst Gehringer erbrachten Eigenleistung in die Beständedatenbank importiert.
Landratsamt Coburg
Bestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Alle Rechte des Freistaats Bayern, vertreten durch das beständeverwahrende Archiv, sind vorbehalten: http://www.gda.bayern.de/uploads/media/veroeffentlichungsgenehmigung_2010.pdf
22.05.2025, 1:53 PM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Staatsarchiv Coburg (Archivtektonik)
- II. Neuere Bestände (Behörden und Gerichte des Freistaats Bayern nach 1920) (Archival tectonics)
- A. Behörden des Freistaats Bayern (Archival tectonics)
- 1.) Inneres (Archival tectonics)
- Allgemeine Innere Verwaltung (Archival tectonics)
- Landratsamt Coburg (Archival holding)