Heidenreich von Seelbach, Edelknecht, und seine Frau Gertrud bekunden, daß sie vormals Johann genannt Wamselre und dessen Frau 'Mecklin', Bürger zu Limburg, für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt haben, 3 Malter ewiger Korngülte Limburger Maß aus ihrem Halbteil des Hofes zu Dietkirchen 'uf der Helde', das an sie von dem + Dietrich von Schönborn, Vater der vorgenannten Gertrud, gekommen ist, und aus dem zugehörigen Gut verkauft haben. Sie verkaufen nunmehr denselben für 65 Mark Pfennig guter Limburger Währung, die diese ihnen bezahlt haben, die Besserung, die sie über die 3 Malter Korngülte auf dem Halbteil des Hofes und Gutes hatten, und alles Recht an diesem Hof und Gut. Sie haben dies zu Dietkirchen vor dem Amtmann und den Nachbaren mit Halm und Mund aufgetragen. - Es siegeln der 1. Aussteller, Junker Gerhard, Graf zu Diez, und Konrad von Schönborn, Bruder der Ausstellerin.
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Heidenreich von Seelbach, Edelknecht, und seine Frau Gertrud bekunden, daß sie vormals Johann genannt Wamselre und dessen Frau 'Mecklin', Bürger zu Limburg, für eine Geldsumme, die diese ihnen bezahlt haben, 3 Malter ewiger Korngülte Limburger Maß aus ihrem Halbteil des Hofes zu Dietkirchen 'uf der Helde', das an sie von dem + Dietrich von Schönborn, Vater der vorgenannten Gertrud, gekommen ist, und aus dem zugehörigen Gut verkauft haben. Sie verkaufen nunmehr denselben für 65 Mark Pfennig guter Limburger Währung, die diese ihnen bezahlt haben, die Besserung, die sie über die 3 Malter Korngülte auf dem Halbteil des Hofes und Gutes hatten, und alles Recht an diesem Hof und Gut. Sie haben dies zu Dietkirchen vor dem Amtmann und den Nachbaren mit Halm und Mund aufgetragen. - Es siegeln der 1. Aussteller, Junker Gerhard, Graf zu Diez, und Konrad von Schönborn, Bruder der Ausstellerin.
19, U 29
19 Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren
Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren >> Urkunden >> sonstige Urkunden >> 1250-1350
1348 März 1
Ausfertigung, Pergament W 19,29 von der Hand des Limburger Notars Heinrich von Alsfeld, mit drei Siegeln: 1. Durchmesser 2,6 cm, im umrankten Siegelfeld ein Dreiecksschild, der im mit Schindeln belegten Feld drei schräggestellte Rauten zeigt, Umschrift: (..) 'HEYDINRICH DE SILBA'(..). 2. Versehrtes Wappensiegel des Grafen von Diez. 3. Durchmesser 2,3 cm, im Siegelfeld Dreiecksschild, der über vier Spitzen einen schreitenden, herschauenden Löwen zeigt, Umschrift: + 'S(IGILLVM) CONRADI DE SCHONEN BVRNE'. - Rückvermerk (14. Jh.): 'Littera de curia uf der Helden'. - Beglaubigte Kopie, Papier (18. Jh.) W 19,344 des kurfürstlich trierischen Archivalkanzlisten F. Anschütz. - Einfache Kopie, Papier (18. Jh.) ebenda
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. sabbato post festum beati Mathie apostoli 1348
Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 61
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:07 MESZ
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