Notizen über Geldzahlungen der drei Fürsten von Bayern [Kurfürst Philipp von der Pfalz und die Herzöge Albrecht IV. und Georg] an die Orte der Eidgenossenschaft und ihre Vertreter, die sie anlässlich ihrer Einung mit den Eidgenossen vom Jahr 1491 für fünf Jahre reichen sollen, wobei jeder Fürst ein Drittel zu übernehmen hat. Dabei sind jährlich zu reichen: - 1.600 Gulden an die acht Orte der Eidgenossenschaft, jeweils 200 für jeden Ort - 30 Gulden an Ludwig Seiler, den ehemaligen (alt) Schultheiß zu Luzern - 30 Gulden an Werner von Meggen (Mecken), Schultheiß zu Luzern - 20 Gulden an Konrad von Meggen - 20 Gulden an Niklas Ritz [?] (Nicla Rice), Hauptmann zu St. Gallen - 20 Gulden an den Ammann [Ulrich] Auf der Maur (uff der Mure) zu Schwyz - 20 Gulden an Peter Otterlin, Stadtschreiber zu Luzern - 20 Gulden an Jakob "im Obernhofe" zu Uri - 20 Gulden an Riether, Landschreiber zu Glarus - 30 Gulden an Wilhelm von Diesbach (Diespach), Ritter und Schultheiß zu Bern - 10 Gulden an Ulrich zum Brunnen (Bronnen), Weibel zu Uri - 10 Gulden an Hans "Bussenman" zu Zürich - 100 Gulden an Eustachius von Pfullendorf (Eustachio Pfullendorff), Protonotar zu Rottweil, als Leibgeding Summa summarum betragen die Ausgaben 1.930 Gulden. Das Geld ist jährlich zu Weihnachten zu reichen, wie die Urkunde im zweiten Liber ad vitam unter Nummer 144 ausweist (= GLAK 67 Nr. 818, fol. 195v-194r [alt: 143v-144r] (Nr. 255)). Die acht Orte der Eidgenossen, die jährlich 200 Gulden empfangen, sind Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus. Darunter Vermerke der Jahre 1491-1493, dass das Geld ausgerichtet worden ist, im Jahr 1491 durch Eustachius von Pfullendorf (per Eustachium), in den Jahren 1492 und 1493 durch den Nuntius Ungerer [?] (per Unger nuncium / per Ungerer nuncium).