Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass zwischen Peter Rose und Peter Ziegler Irrungen bestehen, nachdem Peter Rose durch die Äbtissin zu St. Johann bei Alzey auf den Nikolaus-Altar im dortigen Gotteshaus präsentiert worden sei, hingegen Peter Ziegler zuvor vom Heiligen Stuhl die Pfründe erlangt habe. Der pfalzgräfliche Hofmeister, Kanzler und die verordneten Räte haben die Parteien verhört und sie gütlich dahin vertragen, dass Peter Rose dem Peter Ziegler den St. Nikolaus-Altar in der Pfarrkirche zu Ergersheim (Ergerßheym) [wüst bei Kettenheim] zustellt, Ziegler ihm dagegen den strittigen Nikolaus-Altar zu St. Johann überantwortet. Dazu soll die Bewilligung der Äbtissin eingeholt und die von Ziegler gegen Rose erlangte "condemnation" abgestellt werden. Die Parteien tragen ihre Kosten selbst und sollen unter Rechtsmittelverzicht gänzlich vertragen sein. Beide haben dies bei ihren priesterlichen Würden versichert und erhalten eine Ausfertigung.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass zwischen Peter Rose und Peter Ziegler Irrungen bestehen, nachdem Peter Rose durch die Äbtissin zu St. Johann bei Alzey auf den Nikolaus-Altar im dortigen Gotteshaus präsentiert worden sei, hingegen Peter Ziegler zuvor vom Heiligen Stuhl die Pfründe erlangt habe. Der pfalzgräfliche Hofmeister, Kanzler und die verordneten Räte haben die Parteien verhört und sie gütlich dahin vertragen, dass Peter Rose dem Peter Ziegler den St. Nikolaus-Altar in der Pfarrkirche zu Ergersheim (Ergerßheym) [wüst bei Kettenheim] zustellt, Ziegler ihm dagegen den strittigen Nikolaus-Altar zu St. Johann überantwortet. Dazu soll die Bewilligung der Äbtissin eingeholt und die von Ziegler gegen Rose erlangte "condemnation" abgestellt werden. Die Parteien tragen ihre Kosten selbst und sollen unter Rechtsmittelverzicht gänzlich vertragen sein. Beide haben dies bei ihren priesterlichen Würden versichert und erhalten eine Ausfertigung.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 824, 273
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1499 Dezember 18 (uff mitwoch nach Lucie virginis)
fol. 417r-417v
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Kopfregest: "Entscheidt zuschen hern Peter Rosen und her Peter Zieglern einer pfrund halben".
Rose, Peter; Priester, erw. 1499
Ziegler, Peter; Priester, erw. 1499
Alzey AZ
Ergersheim, abgeg. bei Kettenheim AZ
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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