Klage gegen Beschlagnahme von Besitz der Dominikaner in Wesel. Die Liebfrauenbruderschaft in Wesel hatte einen Rentbrief über 500 Goldgulden, der eine jährliche Rente von 24 Goldgulden einbrachte, bei den Dominikanern in Wesel hinterlegt. Als die Mönche ihn nach Dortmund brachten, versuchten Bürgermeister, Rat und Schöffen der Stadt Wesel, vertreten durch ihren Rentmeister Franz Brecht, die Dominikaner durch den Arrest zur Herausgabe des Briefes zu zwingen. Die Appellation der Dominikaner an das RKG war jedoch erfolgreich.
Vollständigen Titel anzeigen
Klage gegen Beschlagnahme von Besitz der Dominikaner in Wesel. Die Liebfrauenbruderschaft in Wesel hatte einen Rentbrief über 500 Goldgulden, der eine jährliche Rente von 24 Goldgulden einbrachte, bei den Dominikanern in Wesel hinterlegt. Als die Mönche ihn nach Dortmund brachten, versuchten Bürgermeister, Rat und Schöffen der Stadt Wesel, vertreten durch ihren Rentmeister Franz Brecht, die Dominikaner durch den Arrest zur Herausgabe des Briefes zu zwingen. Die Appellation der Dominikaner an das RKG war jedoch erfolgreich.
AA 0627, 1395 - D 628/1701
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 2. Buchstabe D
1568 - 1599 (1567 - 1594)
Enthaeltvermerke: Kläger: Provinzial, Prior und Konvent der Dominikaner in Dortmund, (Bekl.) Beklagter: Franz Brecht, Rentmeister und Bürger der Stadt Wesel (Niederwesel) und Konsorten: Bürgermeister und Rat der Stadt Wesel, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Vest 1568 - Lic. Eobaldus Sylvius 1568 - Dr. Laurentius Vomelius Stapert 1577 - (Dr. Georg) Kirwang (1573) - (?) Vaius (1593) - (?) Kremer (1593) - (?) Erhardt (1597) Prokuratoren (Bekl.): Für die Stadt Wesel: Dr. Laurentius Wilthelm 1568 - Dr. Heinrich Borchartz (Burckhardt ?) 1568 - Lic. Philipp Seiblin 1568 - (Dr. David) Capito (1573) - (?) Reiffsteck (1573) - (Dr. Malachias) Ramminger (1574) - (?) Fickler (1577) - (?) Grönberger (1593) - (Lic. Hartmann) Cogman (1598) - (Dr. Johann Melchior ?) Reinhardt (1597) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Gericht Wesel 1567 - 2. RKG 1568 - 1599 (1567 - 1594) Beweismittel: Vorakten des Gerichts Wesel (Q 3b). RKG-Urteil vom 30. April 1578 zugunsten der Appellanten (Q 22). Beschreibung: 6 cm, 158 Bl., lose; Q 1 - 3, 3b, 4 - 40; 2 Beilagen 1571/1572. Der Prozeß gelangte erst zwischen 1962 und 1966 aus dem Staatsarchiv Münster nach Düsseldorf. Verzeichnet in: Günter Aders, Dortmunder Prozesse vor dem ehemaligen Reichskammergericht (jetzt im Staatsarchiv Münster). In: Beiträge zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark 59 (1962) S. 70.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:23 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 2. Buchstabe D (Gliederung)