Mende, Gerhard von: Sammlung zu den ostvölkischen Freiwilligen in der deutschen Wehrmacht (Bestand)
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BArch MSG 123
call number: MSG 123
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Sammlungen >> Militärgeschichtliche Sammlungen
1936-200
Geschichte des Bestandsbildners: Lebensdaten:
Gerhard von Mende
geb.12. Dezember./ 25. Dezember 1904 in Riga; verstorben 16. Dezember 1963 in Düsseldorf
deutschbaltischer Professor. Als Russlandforscher hatte er sich während der NS-Zeit rassenideologisch auf die „turko-tatarischen (sowjetasiatischen) Völker" spezialisiert (Turkologe) und in der frühen Nachkriegszeit sein Wissen in den Dienst der Bundesrepublik gestellt.
1941 wurde von Mende Referatsleiter im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO) und für den Kaukasus zuständig war, zunächst Abteilung I 5 „Kaukasien", später dann Führungsgruppe III „Fremde Völkerfür den Kaukasus. Das Referat stand unter der Leitung des Juristen Otto Bräutigam, einen bedeutenden Verbindungsmann des RMfdbO zum Auswärtigen Amt. In der Folge galt Mende im RMfdbO mehr und mehr als Experte der emigrierten Vertreter der kaukasischen Völker.
Bearbeitungshinweis: Der Bestand wurde 2010 aufgelöst und nach MSG 2/18231-18274 umsigniert. Die Umsignierung wurde im Juni 2017 rückgängig gemacht.
Bestandsbeschreibung: Die Sammlung, die 1967 in das Bundesarchiv gelangte, stammt aus der Tätigkeit der so genannten Dienststelle Gohdes des Aufbaustabes Kaukasus des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete.
Inhaltliche Charakterisierung: Die Sammlung umfasst 44 Einheiten und enthält Zeitungen für ostvölkische Soldaten und politische Organisationen in der jeweiligen Landessprache sowie deutsche Übersetzungen und Inhaltsangaben. Darüber hinaus befindet sich darin noch eine Vortragssammlung des Instituts für Zeitgeschichte München zu den ostvölkischen Freiwilligen.
Zitierweise: BArch MSG 123/...
Gerhard von Mende
geb.12. Dezember./ 25. Dezember 1904 in Riga; verstorben 16. Dezember 1963 in Düsseldorf
deutschbaltischer Professor. Als Russlandforscher hatte er sich während der NS-Zeit rassenideologisch auf die „turko-tatarischen (sowjetasiatischen) Völker" spezialisiert (Turkologe) und in der frühen Nachkriegszeit sein Wissen in den Dienst der Bundesrepublik gestellt.
1941 wurde von Mende Referatsleiter im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete (RMfdbO) und für den Kaukasus zuständig war, zunächst Abteilung I 5 „Kaukasien", später dann Führungsgruppe III „Fremde Völkerfür den Kaukasus. Das Referat stand unter der Leitung des Juristen Otto Bräutigam, einen bedeutenden Verbindungsmann des RMfdbO zum Auswärtigen Amt. In der Folge galt Mende im RMfdbO mehr und mehr als Experte der emigrierten Vertreter der kaukasischen Völker.
Bearbeitungshinweis: Der Bestand wurde 2010 aufgelöst und nach MSG 2/18231-18274 umsigniert. Die Umsignierung wurde im Juni 2017 rückgängig gemacht.
Bestandsbeschreibung: Die Sammlung, die 1967 in das Bundesarchiv gelangte, stammt aus der Tätigkeit der so genannten Dienststelle Gohdes des Aufbaustabes Kaukasus des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete.
Inhaltliche Charakterisierung: Die Sammlung umfasst 44 Einheiten und enthält Zeitungen für ostvölkische Soldaten und politische Organisationen in der jeweiligen Landessprache sowie deutsche Übersetzungen und Inhaltsangaben. Darüber hinaus befindet sich darin noch eine Vortragssammlung des Instituts für Zeitgeschichte München zu den ostvölkischen Freiwilligen.
Zitierweise: BArch MSG 123/...
Mende, Gerhard von, 1934-2000
44 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 11-V (General der Freiwilligenverbände)
RH 26-162 (162. Infanterie-Division (turkmenische)
RH 26-600 (600. Infanterie-Division (russische)
RH 58 (Osttruppen und fremdländische Verbände des Heeres)
MSG 137 (Steenberg, Sven: Sammlung zur Wlassow-Bewegung)
MSG 149 (Pozdnjakow, Vladimir: Sammlung zur Wlassow-Bewegung)
MSG 241 (Hoffmann, Joachim Dr.: Sammlung zu den ostvölkischen Freiwilligen in der Wehrmacht)
N 715 Alex Bojtschewsky: Unterlagen zu den Kosakenverbänden (XV. Kosaken-Kavallerie-Korps)
N 304 Walther Hansen (Osttruppen in Frankreich)
N 448 Heinz Hellmich
Literatur: Aleksandrow, K. M.: Ofizerskij korpus armii general-lejtenanta A. A. Wlasova 1944-1945. Russko-Baltijskij Informazionnyj Zentr Blic, Sankt-Peterburg 2001
Aleksandrow, K. M. : Protiw Stalina: wlasowzy i wostotschnye dobrowol'zy wo wtoroj mirovoj wojne. Sbornik statej i materialow. Juwenta, Sankt Petersburg 2003
Andreyev, Catherine : Vlasov and the Russian liberation movement: Soviet reality and émigré theories. Cambridge University Press, Cambridge [u. a.] 1988
Artem'ew, Wjatscheslaw Pawlowitsch : Perwaja divisija ROA. Antario, London 1974
Batsew, Wladimir: Vlasov. Opyt literaturnogo issledovanija. Mosty, Frankfurt am Main 2001
Dwinger, Edwin Erich: General Wlassow - Die Tragödie des Osten. Authentischer Bericht. Otto Dikreiter Verlag 1951
S. Drobjazko, Chudoschnik A. Karastschuk: Wtoraja mirovaja wojna, 1939-1945. Russkaja Oswoboditel'naja Armija. Ast, Moskwa 1998
Elliott, Mark: Andrei Vlasov. Red Army General in Hitler's Service. In: Military Affairs. Jg. 46, Nr.2, 1982, S. 84-87
Fersen, Nicholas: Im Zorn der Zeit. (Corridor of Honour). Scherz Verlag, Bern 1961.
Hecht, Günther : General Wlassow. Millionen Russen vertrauten ihm. Zeitbiographischer Verlag, Limburg an der Lahn, 1960
Hoffmann, Joachim : Die Tragödie der Russischen Befreiungsarmee 1944/45. Wlassow gegen Stalin. Herbig, München 2003
Hoffmann, Joachim: Die Geschichte der Wlassow-Armee. 2., unveränd. Aufl. Rombach, Freiburg 1986
Kwicinskij, Julij A.: General Vlasov: put' predatel'stva. Sovremennik, Moskva 1999
Mackiewicz, Josef: Die Tragödie an der Drau. Die verratene Freiheit. Kosaken in der Wehrmacht, München 1988
Roewer, Helmut und Stefan Schäfer, Matthias Uhl: Lexikon der Geheimdienste im 20. Jahrhundert. Herbig, München 2003
Schröder, Matthias : Deutschbaltische SS-Führer und Andrej Vlasov 1942-1945. „Rußland kann nur von Russen besiegt werden": Erhard Kroeger, Friedrich Buchardt und die „Russische Befreiungsarmee". Schöningh, Paderborn u. a. 2001 (= Dissertation, Universität Münster 2000)
Steenberg, Sven: Wlassow, Verräter oder Patriot? Wissenschaft und Politik, Köln 1969
Strik-Strikfeldt, Wilfried: Gegen Stalin und Hitler. General Wlassow und die russische Freiheitsbewegung. 2 Aktualisierte und überarb. Ausgabe der 2. Aufl. von 1976. Droemer Knaur, München 1995
Thorwald, Jürgen : Die Illusion. Rotarmisten gegen Stalin. Die Tragödie der Wlassow-Armee. Knaur TB
Westerburg, Ernst-Joachim: Deutschland und Russland. Zu den außenpolitischen Konzepten des deutschen Widerstandes und der Vlasov-Anhänger im 2. Weltkrieg. Europaforum, Lauf an der Pegnitz 2000 (Magisterarbeit, Universität Marburg)
Materialy po istorii Russkogo Oswoboditel'nogo Dwischenija: 1941-1945 gg. Graal', Moskwa 1997
The United States and Forced Repatriation of Soviet Citizens, 1944-1947. by Mark Elliott. Political Science Quarterly, Vol. 88, No. 2 (Jun., 1973), pp. 253-275.
RH 11-V (General der Freiwilligenverbände)
RH 26-162 (162. Infanterie-Division (turkmenische)
RH 26-600 (600. Infanterie-Division (russische)
RH 58 (Osttruppen und fremdländische Verbände des Heeres)
MSG 137 (Steenberg, Sven: Sammlung zur Wlassow-Bewegung)
MSG 149 (Pozdnjakow, Vladimir: Sammlung zur Wlassow-Bewegung)
MSG 241 (Hoffmann, Joachim Dr.: Sammlung zu den ostvölkischen Freiwilligen in der Wehrmacht)
N 715 Alex Bojtschewsky: Unterlagen zu den Kosakenverbänden (XV. Kosaken-Kavallerie-Korps)
N 304 Walther Hansen (Osttruppen in Frankreich)
N 448 Heinz Hellmich
Literatur: Aleksandrow, K. M.: Ofizerskij korpus armii general-lejtenanta A. A. Wlasova 1944-1945. Russko-Baltijskij Informazionnyj Zentr Blic, Sankt-Peterburg 2001
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Dwinger, Edwin Erich: General Wlassow - Die Tragödie des Osten. Authentischer Bericht. Otto Dikreiter Verlag 1951
S. Drobjazko, Chudoschnik A. Karastschuk: Wtoraja mirovaja wojna, 1939-1945. Russkaja Oswoboditel'naja Armija. Ast, Moskwa 1998
Elliott, Mark: Andrei Vlasov. Red Army General in Hitler's Service. In: Military Affairs. Jg. 46, Nr.2, 1982, S. 84-87
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Hecht, Günther : General Wlassow. Millionen Russen vertrauten ihm. Zeitbiographischer Verlag, Limburg an der Lahn, 1960
Hoffmann, Joachim : Die Tragödie der Russischen Befreiungsarmee 1944/45. Wlassow gegen Stalin. Herbig, München 2003
Hoffmann, Joachim: Die Geschichte der Wlassow-Armee. 2., unveränd. Aufl. Rombach, Freiburg 1986
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Mackiewicz, Josef: Die Tragödie an der Drau. Die verratene Freiheit. Kosaken in der Wehrmacht, München 1988
Roewer, Helmut und Stefan Schäfer, Matthias Uhl: Lexikon der Geheimdienste im 20. Jahrhundert. Herbig, München 2003
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Strik-Strikfeldt, Wilfried: Gegen Stalin und Hitler. General Wlassow und die russische Freiheitsbewegung. 2 Aktualisierte und überarb. Ausgabe der 2. Aufl. von 1976. Droemer Knaur, München 1995
Thorwald, Jürgen : Die Illusion. Rotarmisten gegen Stalin. Die Tragödie der Wlassow-Armee. Knaur TB
Westerburg, Ernst-Joachim: Deutschland und Russland. Zu den außenpolitischen Konzepten des deutschen Widerstandes und der Vlasov-Anhänger im 2. Weltkrieg. Europaforum, Lauf an der Pegnitz 2000 (Magisterarbeit, Universität Marburg)
Materialy po istorii Russkogo Oswoboditel'nogo Dwischenija: 1941-1945 gg. Graal', Moskwa 1997
The United States and Forced Repatriation of Soviet Citizens, 1944-1947. by Mark Elliott. Political Science Quarterly, Vol. 88, No. 2 (Jun., 1973), pp. 253-275.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ