Schiedsspruch im Streit Christoph Scherers mit dem Landgrafen über den Hof Bodenhausen
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Urk. 13, 108
A I t 1550 Dezember 23
Urk. 13 Generalrepertorium [ehemals: Urkunden A I t]
Generalrepertorium [ehemals: Urkunden A I t] >> Betreffe A >> 2 Am-Au >> 2.1 Amelgotzen (Gem. Calden, Lkr. Kassel)
1550 Dezember 23
Ausfertigung, Pergament, 3 Siegel (2 Siegel ab und verloren).
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Statthalter, Kammermeister und andere Räte des Landgrafen Philipp von Hessen bekunden, dass im Jahr 1539 Christoph Scherer für die frankenhausischen Güter 600 Reichstaler und den Hof Bodenhausen unter Burghasungen erhalten hat. Darüber hat sich Scherer seither beschwert und sich geweigert, die Urkunden an die von Schachten auszuhändigen. Nach Schätzung der Güter wird nun folgender Vergleich geschlossen: Da die frankenhausischen Güter um 5 Hufen Land und 300 Hufen Wald den Hof Bodenhausen übertreffen, erhält Scherer folgenden Suspensation: die 600 Reichstaler und der Hof Bodenhausen mit beiden Teichen und der Mühle werden fortan erblich. Als Ersatz für die entgangenen Einnahmen aus den letzten Jahren erhält er 1.500 Gulden, die mit der Schuld aus seiner letzten Amtsrechnung verrechnet werden sollen. Dazu werden die Zinsen aus dieser Schuld erlassen. Zusätzlich erhält er den Hof Cregen als Lehen, diese Leihe wird alle neun Jahre erneuert. Der Landgraf behält sich ein Vorkaufsrecht am Hof Bodenhausen vor, falls Scherer diesen je verkaufen möchte.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ
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