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Konrad, Propst von Holzkirchen, schreibt an Johann [von Merlau],
Abt von Fulda, dass, wie er ihm schon bei Würzburg mündlich mitgeteilt
hat, das K...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1421-1430
1424 Juli 21
Abschrift, Papier, unbesiegelt
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben zu Mattenstat am Fritage vuer Marie Magdalene ann XIIIIc XXIIII°
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Konrad, Propst von Holzkirchen, schreibt an Johann [von Merlau], Abt von Fulda, dass, wie er ihm schon bei Würzburg mündlich mitgeteilt hat, das Kloster Holzkirchen unter der Bedrängnis durch den Grafen von Wertheim in seinen Freiheiten und Rechten zu leiden hat. Der Propst fordert den Abt auf, in dieser Sache an den Grafen von Wertheim zu schreiben und eine Einigung herbeizuführen. Derzeit kann er sich nicht in seinem Kloster aufhalten. Konrad bittet den Abt um Abhilfe. Das bisherige Schreiben des Abtes an den Grafen hat keine Besserung gebracht; vielmehr hat der Graf im Klosterhof vor der Schmiede (smiten) ein Brittergericht abgehalten. Dort wurde gegen den Willen des Propstes über Rechte des Klosters verfügt. Dem Brief beigefügt sind Abschriften eines Briefwechsels zwischen Propst und Graf bezüglich des Brittergerichts. Die Kosten des Instruments, das Konrad vom Berge, Dekan von Fulda beschafft hat, um den Gerichtsentscheid zu widerrufen, will der Propst tragen; er bittet um Hilfe bei der Publikation. In gleicher Sache hat der Propst auch an Dekan und Konvent von Fulda geschrieben. Er bittet den Abt, sich mit diesen abzustimmen. Ausstellungsort: Mattenstadt [wüst, Gemeinde Karbach]. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Konrad, Propst von Holzkirchen
Die Bedeutung des Begriffs Brittergericht ist unklar, vgl. DRW II, Sp. 513-514.
Vgl. die in der Urkunde erwähnten Abschriften unter Nr. 802 und 803.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.