Johann gen. Poppe, Pfarrer (verus pastor) der Pfarrkirche St. Katharinen in Eschwege (Esschenwege), überträgt einen jährlichen Michaeliszins von sechs Malter Roggen (siliginis) nach Eschweger Maß auf Lebenszeit an seine Nichte (consangwinee) Margarete gen. Milen. Den Zins zahlt die Witwe Eisentraud (Ysentrudis) vom Rade von einer halben Hufe in Großburschla (in pagis Maioris ville Borsla), die der Aussteller vor mehreren Jahren von [dem Großburschlaer Kanoniker] Heinrich von Weißenborn (Wissenborn) für zwölf Mark erworben hatte. Nach dem Tod von Margarete Milen soll der Zins an das Kollegiatstift St. Bonifatius in Großburschla fallen und als Seelgerät für den Aussteller, seine Nichte und deren Eltern dienen. Als Garantie dafür (warandie Bone pro censu hereditario principali) sollen dem Stift schon jetzt jährlich 18 Heller von der halben Hufe gezahlt werden. Margarete Milen erklärt sich mit den Festlegungen ihres Onkels ausdrücklich einverstanden. - Siegel des Ausstellers sowie Heinrich Engelberts (Henrici Engelberti), Pfarrer von St. Dionysii in Eschwege, und Konrads gen. Eylmar angekündigt.