Querulationis Auseinandersetzung um die Bezahlung eines Honorars
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(1) 1439
Wismar H 158 (W H 4 n. 158)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 10. 1. Kläger J
(1754-1755) 03.06.1755-07.10.1755 (1755)
Kläger: (2) Frau N N Hünemörder, geborene Paulsen (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Amtsrat Johann David Jerichau zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Jochim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Kl.in vom 03.06. um Fristverlängerung zum Einreichen ihrer Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erfolgter Genehmigung des Tribunals vom 06.06. legt Kl.in am 11.06. ihren Schriftsatz vor. Bekl. hatte versprochen, in dem Streit der Kl.in mit ihrem Bruder, dem dänischen Leutnant Paulsen, der sie nicht am Erbe ihres Vaters, des Kammerrats Paulsen, teilhaben läßt, zu vermitteln. Bei Erfolg sollte er dafür einen Teil der 3.700 Rtlr erhalten, die der Bruder der Kl.in schuldet, bei Mißerfolg allerdings nur den Ersatz seiner Kosten. Nachdem Bekl. in einem anderen Streit der Kl.in vermittelt hat, wofür diese ihm 10 Rtlr versprochen hatte, fordert er auch die Zahlung von 161 Rtlr 17 s für Reisekosten in der Angelegenheit mit ihrem Bruder. Der Rat weist Kl.in in 2 Instanzen zur Zahlung von 78 Rtlr 14 s an, wogegen sie vor dem Tribunal appelliert. Das Tribunal fordert die Akten der Vorinstanz am 07.10. an, weist die Querulation am selben Tag wegen Unerheblichkeit ab und sendet die Akten am 08.10.1755 an den Rat zurück.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1755 2. Ratsgericht 1755 3. Tribunal 1755
Prozessbeilagen: (7) von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 02.05.1755; Ratsgerichtsurteile vom 02.10.1754, 08.01. und 23.04.1755; Rechnungen Jerichaus vom 23.04.1754 wegen Vermittlung im Geschwisterstreit über 161 Rtlr 17 s und wegen Vermittlung beim Reichsgrafen von Bothmer über 53 Rtlr 12 s; Gegenrechnung der Kl.in vom 11.06.1755
Beklagter: Amtsrat Johann David Jerichau zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Jochim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Kl.in vom 03.06. um Fristverlängerung zum Einreichen ihrer Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erfolgter Genehmigung des Tribunals vom 06.06. legt Kl.in am 11.06. ihren Schriftsatz vor. Bekl. hatte versprochen, in dem Streit der Kl.in mit ihrem Bruder, dem dänischen Leutnant Paulsen, der sie nicht am Erbe ihres Vaters, des Kammerrats Paulsen, teilhaben läßt, zu vermitteln. Bei Erfolg sollte er dafür einen Teil der 3.700 Rtlr erhalten, die der Bruder der Kl.in schuldet, bei Mißerfolg allerdings nur den Ersatz seiner Kosten. Nachdem Bekl. in einem anderen Streit der Kl.in vermittelt hat, wofür diese ihm 10 Rtlr versprochen hatte, fordert er auch die Zahlung von 161 Rtlr 17 s für Reisekosten in der Angelegenheit mit ihrem Bruder. Der Rat weist Kl.in in 2 Instanzen zur Zahlung von 78 Rtlr 14 s an, wogegen sie vor dem Tribunal appelliert. Das Tribunal fordert die Akten der Vorinstanz am 07.10. an, weist die Querulation am selben Tag wegen Unerheblichkeit ab und sendet die Akten am 08.10.1755 an den Rat zurück.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1755 2. Ratsgericht 1755 3. Tribunal 1755
Prozessbeilagen: (7) von Notar Joachim Christoph Lehmann aufgenommene Appellation vom 02.05.1755; Ratsgerichtsurteile vom 02.10.1754, 08.01. und 23.04.1755; Rechnungen Jerichaus vom 23.04.1754 wegen Vermittlung im Geschwisterstreit über 161 Rtlr 17 s und wegen Vermittlung beim Reichsgrafen von Bothmer über 53 Rtlr 12 s; Gegenrechnung der Kl.in vom 11.06.1755
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ