Kaiser Friedrich III. bekundet, dass er Franz Hagen in den Adelsstand (den stand des adels) erhoben und ihm sein erbliches Wappen und Kleinod bestätigt hat. Das Wappen, nämlich "ein schilde in der mitte uber zwurich geteilt das underteil swartz und das oberteil gelb oder gold farb dar ine in yedem teil des schildes ein leo mit verwechslung des schildes farben mit roten gelffinder rotter zungen und ufgeworffen swantze", hatten Franz' Vorfahren seit langem gebraucht. Kaiser Sigismund hat es bestätigt und mit einem Turnierhelm und einer goldenen Krone als Helmzier gebessert. Franz und seine Erben sollen fortan als edle, rittermässige Turniergenossen geachtet werden und alle damit verbundenen Freiheiten und Ehren empfangen und gebrauchen, namentlich Lehengerichte besetzen und Urteile sprechen (uffnemen lehengericht und rechtwesetzen urteil sprechen), das genannte Wappen führen, sich in adligen und ritterlichen Angelegenheiten, Turnieren und Kriegen (zu schimpff und zu ernst streitten kempffen gestechen torniren poniren getzelten uffschlahen) ehrlich und redlich halten sowie Siegel, Kleinodien und Begräbnisse wie andere vom Adel handhaben. Insbesondere soll man sie als rittermässige und turnierfähige Wappengenossen von Adel mit vier Ahnherren väterlicherseits achten und behandeln. Der Kaiser gebietet allen Ständen die Beachtung dieser Freiheiten bei einer Pön von 50 Mark Gold.
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Kaiser Friedrich III. bekundet, dass er Franz Hagen in den Adelsstand (den stand des adels) erhoben und ihm sein erbliches Wappen und Kleinod bestätigt hat. Das Wappen, nämlich "ein schilde in der mitte uber zwurich geteilt das underteil swartz und das oberteil gelb oder gold farb dar ine in yedem teil des schildes ein leo mit verwechslung des schildes farben mit roten gelffinder rotter zungen und ufgeworffen swantze", hatten Franz' Vorfahren seit langem gebraucht. Kaiser Sigismund hat es bestätigt und mit einem Turnierhelm und einer goldenen Krone als Helmzier gebessert. Franz und seine Erben sollen fortan als edle, rittermässige Turniergenossen geachtet werden und alle damit verbundenen Freiheiten und Ehren empfangen und gebrauchen, namentlich Lehengerichte besetzen und Urteile sprechen (uffnemen lehengericht und rechtwesetzen urteil sprechen), das genannte Wappen führen, sich in adligen und ritterlichen Angelegenheiten, Turnieren und Kriegen (zu schimpff und zu ernst streitten kempffen gestechen torniren poniren getzelten uffschlahen) ehrlich und redlich halten sowie Siegel, Kleinodien und Begräbnisse wie andere vom Adel handhaben. Insbesondere soll man sie als rittermässige und turnierfähige Wappengenossen von Adel mit vier Ahnherren väterlicherseits achten und behandeln. Der Kaiser gebietet allen Ständen die Beachtung dieser Freiheiten bei einer Pön von 50 Mark Gold.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, {67 Nr. 816, 564 Verweisung 1}
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1478 September 19 (am newnzehenden tag des monets septembris)
fol. 283v-285v
Urkunden
Ausstellungsort: Graz (Gretz)
Siegler: Kaiser Friedrich III.
Überlieferungsart: Insert
Siegler: Kaiser Friedrich III.
Überlieferungsart: Insert
Kopfregest: "Wie Francz Hagen vom keiser edel gemacht ist und myn gnediger her darin verwilligt". Inseriert in den Bestätigungsbrief Kurfürst Philipps von der Pfalz (Nr. 564).
Graz, Steiermark [A]
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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