Klage (vor dem weltl. Hofgericht mit Richter Domkapitular Dietrich Otto Korff gen. Schmising zu Tatenhausen) der Gräfin Anna Isabella zu Bentheim verw. Gräfin zu Limburg und Bronckhorst (vertr. durch den Prok. Cornelius Schütte) ./. die Erben Pilack und die Ww. Kuhefuß: Anna Maria Wiedenbrügge, Ww. des + Oberistleutnants Pilack aus Schüttorf (vertr. durch den Prok. Dr. Georg Henrich Deiterman), den Miterben Johann Henrich de Capella, Richter zu Borken) Maria Sibilla Lütgers verw. Kuhefuß aus Borken (vertr. durch die Prok. Johann Voerspoell und Johann Isfording);. Katharina Thombrock, Ww, des + Dr. Balthasar Hamm (Hamb) aus Coesfeld (vertr. durch den Prok. Bernhard Tegler (Teigeier)
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Klage (vor dem weltl. Hofgericht mit Richter Domkapitular Dietrich Otto Korff gen. Schmising zu Tatenhausen) der Gräfin Anna Isabella zu Bentheim verw. Gräfin zu Limburg und Bronckhorst (vertr. durch den Prok. Cornelius Schütte) ./. die Erben Pilack und die Ww. Kuhefuß: Anna Maria Wiedenbrügge, Ww. des + Oberistleutnants Pilack aus Schüttorf (vertr. durch den Prok. Dr. Georg Henrich Deiterman), den Miterben Johann Henrich de Capella, Richter zu Borken) Maria Sibilla Lütgers verw. Kuhefuß aus Borken (vertr. durch die Prok. Johann Voerspoell und Johann Isfording);. Katharina Thombrock, Ww, des + Dr. Balthasar Hamm (Hamb) aus Coesfeld (vertr. durch den Prok. Bernhard Tegler (Teigeier)
B-Acta jud, 864
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1601-1700
1689 - 1694
Enthält: wegen Entsetzung der Beklagten aus der gräfl. Velenschen Hypothek (klevische Pfandschaft des Zehnten zu Wesel und Brünen). Das Hofgericht verlangt den Originalvertrag zwischen der Klägerin und ihrem Bruder Graf Ferdinand Gottfried von Velen und Megen als Nachweis für die Berechtigung der Klage. Am 11. 1692 entscheidet das Gericht, dass die Beklagten die raesfeldisch-velenschen Güter an die Klägerin abtreten müssen; die Ww. Kuhefueß darf sich aber mit einem Betrag von 2000 RT. an die Witwe Dr. Hamm aus Coesfeld schadlos halten. Im weiteren entwickelt sich ein Streit zwischen der Ww. Kuhefuß und der Ww. Dr. Hamm, die sich ihrer Verpflichtung entziehen will. Das Hofgericht läßt durch den Vogt Henrich Ißing von Dülmen mit Gewalt V/ertgegenstände, bes. Schmuck und Goldsachen bei der Ww. Dr. Hamm pfänden, die 1694 in Münster versteigert werden, damit die Ww. Kuhefueß zu ihrem Geld kommt. Erwähnt werden: Dr. Henrich Bockhorst, Dr. Henrich Scheffer, Dr. Franz Jakob Hollandt, Dr. Christoph Ludger Schwicker als Richter von Coesfeld und Gerhard von Bippen als Bentheimer Hofgerichtssekretär; die Notare Ernst Ludwig Cramer, Dietrich Schweling, N. Brunckhorst, Ruland de la Meer, Wilhelm Claholtz, Henrich Havestadt und Johannes Meiners.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:17 MEZ