Spruchkammer 6 - Böblingen: Verwaltungsakten (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, EL 900/4
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Ober- und Mittelbehörden seit um 1945 >> Geschäftsbereich Ministerium für politische Befreiung >> Heimatspruchkammern: Verwaltungsakten
1946-1948
Behördengeschichte: In der Folge des Gesetzes zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus vom 5. März 1946 wurden in den Stadt- und Landkreisen Württemberg-Badens Spruchkammern errichtet. Die Spruchkammer 6 - Böblingen nahm am 1. Mai 1946 ihre Tätigkeit auf. Ihr Zuständigkeitsbereich erstreckte sich auf die folgenden 40 Orte: Affstädt, Aidlingen, Altdorf, Böblingen, Bondorf, Breitenstein, Dätzingen, Dagersheim, Darmsheim, Deufringen, Döffingen, Ehningen, Gärtringen, Gültstein, Haslach, Herrenberg, Hildrizhausen, Holzgerlingen, Kayh, Kuppingen, Leinfelden, Magstadt, Maichingen, Mönchberg, Mötzingen, Musberg, Nebringen, Neuweiler, Nufringen, Oberjesingen, Oberjettingen, Öschelbronn, Rohrau, Schönaich, Sindelfingen, Steinenbronn, Tailfingen, Unterjettingen, Waldenbuch und Weil im Schönbuch. Untergebracht war die Spruchkammer in der Waldburgstraße 45, Wielandstraße 7 und Schillerstraße 19. Vorsitzende waren Dr. Peter Zumsande, August Erpff, August Albrecht, Dr. Albrecht Miller, Walter Mai, Josef Strom, Heinrich Schiffer, Max Wahrmann und Josef Stiffel. Als Öffentliche Kläger fungierten Kurt Kretschmer, Helmut Neudeck, Eugen Geck, Siegfried Buchta, Fritz Both und Rupert Zimmermann. Das Amt des Geschäftsstellenleiters hatten Friderich Siegmund und Rudolf Kanzler inne. Der Personalbestand belief sich auf etwa 40 Personen. Von den 52 Beisitzern stellte die CDU 14, DVP 10, SPD 13 und KPD 15. Aufgelöst wurde die Spruchkammer am 30. September 1948.
Bestandsgeschichte: Nach der Auflösung der Spruchkammer Böblingen im September 1948 gelangten die Akten an das Archiv des Ministeriums für politische Befreiung bzw. an das Zentralarchiv bei der Zentralspruchkammer Nordwürttemberg. Dieses wurde ab 1. Oktober 1950 dem Staatsarchiv Ludwigsburg angegliedert (Bestand EL902/4). Im Zuge eines Beständeausgleichs vom Jahre 1976 wurden die Verwaltungsakten aller Spruchkammern 1981 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Bestand EA 11/206), jedoch 1992 aufgrund einer neuen Beständeabgrenzung ihrer Provenienz entsprechend als Akten nachgeordneter Dienststellen des Ministeriums für politische Befreiung in das Staatsarchiv Ludwigsburg zurückgeführt (Bestand EL 900/4).
Bearbeiterbericht: Bei Beginn der von Herrn Walter Wannenwetsch u.a. 1981 vorgenommenen Verzeichnung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart befand sich das Schriftgut, zu dem kein Aktenplan vorhanden war, größtenteils in Schnellheftern und Leitzordnern. Die Beschriftung der Ordner eignete sich nicht zur Übernahme für die Verzeichnung. Ein Teil der vorgefundenen Korrespondenzakten wurde neu zu Sachakten formiert, bereits bestehende Sach- oder Handakten wurden in ihrer ursprünglichen Ordnung belassen. Nur geringfügige Kassationen fanden im Bereich der Amtsblätter und Statistik statt. Nach der erfolgten Rückführung der Spruchkammer-Verwaltungsakten ins Staatsarchiv Ludwigsburg wurde die Verzeichnung leicht überarbeitet und als vorliegendes Findbuch zum Abschluß gebracht. Der Bestand EL 900/4 besteht jetzt aus 92 Archivalieneinheiten mit 4 lfd. m. Umfang. Das Repertorium schrieb Frau Hildegard Aufderklamm. Ludwigsburg, im August 1995 Dr. Rainer Brüning
Bestandsgeschichte: Nach der Auflösung der Spruchkammer Böblingen im September 1948 gelangten die Akten an das Archiv des Ministeriums für politische Befreiung bzw. an das Zentralarchiv bei der Zentralspruchkammer Nordwürttemberg. Dieses wurde ab 1. Oktober 1950 dem Staatsarchiv Ludwigsburg angegliedert (Bestand EL902/4). Im Zuge eines Beständeausgleichs vom Jahre 1976 wurden die Verwaltungsakten aller Spruchkammern 1981 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Bestand EA 11/206), jedoch 1992 aufgrund einer neuen Beständeabgrenzung ihrer Provenienz entsprechend als Akten nachgeordneter Dienststellen des Ministeriums für politische Befreiung in das Staatsarchiv Ludwigsburg zurückgeführt (Bestand EL 900/4).
Bearbeiterbericht: Bei Beginn der von Herrn Walter Wannenwetsch u.a. 1981 vorgenommenen Verzeichnung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart befand sich das Schriftgut, zu dem kein Aktenplan vorhanden war, größtenteils in Schnellheftern und Leitzordnern. Die Beschriftung der Ordner eignete sich nicht zur Übernahme für die Verzeichnung. Ein Teil der vorgefundenen Korrespondenzakten wurde neu zu Sachakten formiert, bereits bestehende Sach- oder Handakten wurden in ihrer ursprünglichen Ordnung belassen. Nur geringfügige Kassationen fanden im Bereich der Amtsblätter und Statistik statt. Nach der erfolgten Rückführung der Spruchkammer-Verwaltungsakten ins Staatsarchiv Ludwigsburg wurde die Verzeichnung leicht überarbeitet und als vorliegendes Findbuch zum Abschluß gebracht. Der Bestand EL 900/4 besteht jetzt aus 92 Archivalieneinheiten mit 4 lfd. m. Umfang. Das Repertorium schrieb Frau Hildegard Aufderklamm. Ludwigsburg, im August 1995 Dr. Rainer Brüning
92 Büschel (4,3 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ