Fa. Theodor Groke, Merseburg (Bestand)
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I 559 (Benutzungsort: Merseburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.06. Maschinen- und Anlagenbau
1882 - 1947
Hinweis: Der Bestand enthält Archivgut, das personenbezogenen Schutzfristen gemäß § 10 Abs. 3 Satz 2 ArchG LSA unterliegt und bis zu deren Ablauf nur im Wege einer Schutzfristenverkürzung gemäß § 10 Abs. 4 Satz 2 ArchG LSA oder eines Informationszuganges gemäß § 10 Abs. 4a ArchG LSA zugänglich ist.
Findhilfsmittel: Findbuch 1963
Registraturbildner: Im Mai 1882 wurde die Firma Theodor Groke Maschinenfabrik Merseburg gegründet, die vor allem Spezialmaschinen für die Tonindustrie herstellte.
1913 wurde aus der Firma die Th. Groke AG Merseburg, Spezialmaschinenfabrik für Ziegelei-, Schamotte-, Zerkleinerungs- und Keramische Industrie sowie Baggerbau.
Neben Ziegeleimaschinen (u.a. Tonschneider, Walzwerke und Kollergänge), Zerkleinerungsmaschinen (u.a. Kugelmühlen, Steinbrecher) sowie hydraulischen Ton-, Zementplatten- und Klinkerpressen produzierte man zunächst auch Naben und Granaten für die Königliche Geschützgießerei in Spandau.
In den 1930er Jahren erwarb die Fa. Berger Maschinenfabrik GmbH, Spezialmaschinenfabrik für Tonindustrie Bergisch-Gladbach, die überwiegende Mehrheit der Firmenaktien. In der Folge mehrerer Pachtverträge wurde die Fabrik bis Ende September 1946 als Zweigbetrieb der Fa. Berger Maschinenfabrik und Co. GmbH unter der Bezeichnung Berger Maschinenfabrik GmbH, Groke-Werk Merseburg weitergeführt.
Mit Wirkung vom 1. Nov. 1946 entstand aus der Spezialmaschinenfabrik ein landeseigener Betrieb, der bis Juni 1947 als Industriewerke Sachsen-Anhalt, Baumaschinenwerk Merseburg firmierte. 1947 benannte man den Betrieb in VVB-LBH Ziegelei- und Zerkleinerungsmaschinenbau Merseburg VEB (Z) und ab 1951 in VEB Bau- und Gießereimaschinen Merseburg um, der schließlich zum 31. Dez. 1954 aufgelöst wurde.
Im Handelsregister Merseburg wurde die Firma Th. Groke AG Merseburg aufgrund des Antrags der Landesregierung Sachsen-Anhalt, Ministerium des Innern, um Juni 1952 als erloschen eingetragen.
Bestandsinformationen: Das Schriftgut der Fa. Theodor Groke AG, Merseburg, wurde bei Auflösung des ehemaligen VEB Bau- und Gießereimaschinen Merseburg im Jahr 1956 durch das Verwaltungsarchiv des VEB Maschinenfabrik Halle übernommen. Bereits 1963 nahm der Archivar des Verwaltungsarchivs die Verzeichnung des Bestandes vor.
Bei der Auflösung des VEB Maschinenfabrik Halle wurde das Archivgut 1993 an das neu gegründete Landesarchiv Merseburg übergeben. 2005 erfolgte die Retrokonversion des Findbuchs im Archivprogramm scopeArchiv und 2012 eine erste Überarbeitung der Verzeichnungsangaben bezüglich der Gliederungsgruppensignaturen, Laufzeiten und Titelangaben.
Enthaltene Fotos: 1
Findhilfsmittel: Findbuch 1963
Registraturbildner: Im Mai 1882 wurde die Firma Theodor Groke Maschinenfabrik Merseburg gegründet, die vor allem Spezialmaschinen für die Tonindustrie herstellte.
1913 wurde aus der Firma die Th. Groke AG Merseburg, Spezialmaschinenfabrik für Ziegelei-, Schamotte-, Zerkleinerungs- und Keramische Industrie sowie Baggerbau.
Neben Ziegeleimaschinen (u.a. Tonschneider, Walzwerke und Kollergänge), Zerkleinerungsmaschinen (u.a. Kugelmühlen, Steinbrecher) sowie hydraulischen Ton-, Zementplatten- und Klinkerpressen produzierte man zunächst auch Naben und Granaten für die Königliche Geschützgießerei in Spandau.
In den 1930er Jahren erwarb die Fa. Berger Maschinenfabrik GmbH, Spezialmaschinenfabrik für Tonindustrie Bergisch-Gladbach, die überwiegende Mehrheit der Firmenaktien. In der Folge mehrerer Pachtverträge wurde die Fabrik bis Ende September 1946 als Zweigbetrieb der Fa. Berger Maschinenfabrik und Co. GmbH unter der Bezeichnung Berger Maschinenfabrik GmbH, Groke-Werk Merseburg weitergeführt.
Mit Wirkung vom 1. Nov. 1946 entstand aus der Spezialmaschinenfabrik ein landeseigener Betrieb, der bis Juni 1947 als Industriewerke Sachsen-Anhalt, Baumaschinenwerk Merseburg firmierte. 1947 benannte man den Betrieb in VVB-LBH Ziegelei- und Zerkleinerungsmaschinenbau Merseburg VEB (Z) und ab 1951 in VEB Bau- und Gießereimaschinen Merseburg um, der schließlich zum 31. Dez. 1954 aufgelöst wurde.
Im Handelsregister Merseburg wurde die Firma Th. Groke AG Merseburg aufgrund des Antrags der Landesregierung Sachsen-Anhalt, Ministerium des Innern, um Juni 1952 als erloschen eingetragen.
Bestandsinformationen: Das Schriftgut der Fa. Theodor Groke AG, Merseburg, wurde bei Auflösung des ehemaligen VEB Bau- und Gießereimaschinen Merseburg im Jahr 1956 durch das Verwaltungsarchiv des VEB Maschinenfabrik Halle übernommen. Bereits 1963 nahm der Archivar des Verwaltungsarchivs die Verzeichnung des Bestandes vor.
Bei der Auflösung des VEB Maschinenfabrik Halle wurde das Archivgut 1993 an das neu gegründete Landesarchiv Merseburg übergeben. 2005 erfolgte die Retrokonversion des Findbuchs im Archivprogramm scopeArchiv und 2012 eine erste Überarbeitung der Verzeichnungsangaben bezüglich der Gliederungsgruppensignaturen, Laufzeiten und Titelangaben.
Enthaltene Fotos: 1
Laufmeter: 2.2
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ