NL 48 Nachlass Walter Menn (1890-1967) (Bestand)
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NL 48
Universitätsarchiv Mainz (Archivtektonik) >> 08 Nachlässe und Handakten
1813-1941
Form und Inhalt: Walter Menn wurde am 4. Juni 1890 in Hilchenbach geboren. Er besuchte das Gymnasium in Hagen und studierte im Anschluss Geschichte und Klassische Philologie in Halle, Freiburg und Marburg. Von 1914 bis 1916 leistete er Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg. 1918 wurde er in Marburg promoviert. Von 1917 bis 1919 absolvierte er seine bibliothekarische Ausbildung als Volontär an der Universitätsbibliothek Münster und schloss diese mit der Fachprüfung in Göttingen ab.
Danach ging er 1920 als Bibliotheksassessor an die Universitätsbibliothek Kiel, kehrte jedoch im gleichen Jahr wieder nach Münster zurück, wo er 1922 Bibliotheksrat wurde. Ab 1932 war er stellvertretender Bibliotheksdirektor der Universitätsbibliothek Greifswald.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Menn erster Bibliotheksdirektor der 1946 gegründeten Universitätsbibliothek in Mainz. Er baute den Bestand vollkommen neu auf, wobei er eng mit der Mainzer Stadtbibliothek zusammenarbeitete. 1947 erreichte er, dass die Universität der Bibliothek einen eigenen Flügel in ihrem Gebäude überließ, ein eigenes Gebäude bekam die Universitätsbibliothek erst nach Menns Amtszeit.
Walter Menn wurde 1955 pensioniert und starb am 9. Juni 1967 in Krombach bei Siegen.
Der Nachlass Walter Menns wurde 2013 zufällig in der Universitätsbibliothek Mainz aufgefunden. Er gliedert sich in drei größere Teile: eine Sammlung an Zeitungen, Zeitschriften und politischen Flugblättern, größtenteils aus dem Münsterland der 1920er Jahre; verschiedene handschriftliche Unterlagen aus seiner Schulzeit und Studium (Einbände in schlechtem Zustand, Inhalt lesbar); handschriftliche Unterlagen, größtenteils Bilanz- und Rechnungsbücher, die mit dem Namen Emmy Lang versehen sind. Wer Emmy Lang ist und wie diese Unterlagen in den Nachlass Walter Menns gelangten, lässt sich aus den Dokumenten nicht erschließen.
Der Bestand wurde von Lukas Schwenk im September 2020 erschlossen. Die Archivalien sind nach Maßgabe des Archivgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz und der Nutzungsordnung des Universitätsarchivs zu benutzen und mit der Signatur NL 48/ [lfd.Nr.] zu zitieren.
Danach ging er 1920 als Bibliotheksassessor an die Universitätsbibliothek Kiel, kehrte jedoch im gleichen Jahr wieder nach Münster zurück, wo er 1922 Bibliotheksrat wurde. Ab 1932 war er stellvertretender Bibliotheksdirektor der Universitätsbibliothek Greifswald.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Menn erster Bibliotheksdirektor der 1946 gegründeten Universitätsbibliothek in Mainz. Er baute den Bestand vollkommen neu auf, wobei er eng mit der Mainzer Stadtbibliothek zusammenarbeitete. 1947 erreichte er, dass die Universität der Bibliothek einen eigenen Flügel in ihrem Gebäude überließ, ein eigenes Gebäude bekam die Universitätsbibliothek erst nach Menns Amtszeit.
Walter Menn wurde 1955 pensioniert und starb am 9. Juni 1967 in Krombach bei Siegen.
Der Nachlass Walter Menns wurde 2013 zufällig in der Universitätsbibliothek Mainz aufgefunden. Er gliedert sich in drei größere Teile: eine Sammlung an Zeitungen, Zeitschriften und politischen Flugblättern, größtenteils aus dem Münsterland der 1920er Jahre; verschiedene handschriftliche Unterlagen aus seiner Schulzeit und Studium (Einbände in schlechtem Zustand, Inhalt lesbar); handschriftliche Unterlagen, größtenteils Bilanz- und Rechnungsbücher, die mit dem Namen Emmy Lang versehen sind. Wer Emmy Lang ist und wie diese Unterlagen in den Nachlass Walter Menns gelangten, lässt sich aus den Dokumenten nicht erschließen.
Der Bestand wurde von Lukas Schwenk im September 2020 erschlossen. Die Archivalien sind nach Maßgabe des Archivgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz und der Nutzungsordnung des Universitätsarchivs zu benutzen und mit der Signatur NL 48/ [lfd.Nr.] zu zitieren.
UB Mainz (Zug. 4/2013)
4 Kartons; 0,4 lfm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.06.2025, 10:11 MESZ