Korrespondenz Valentin Talaga an Antonie Talaga
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RAK 002, A 057 (1-4)
RAK 002 Talaga, Valentin (1894-1941)
Talaga, Valentin (1894-1941) >> 05. Korrespondenz
1930 - 1931
Enthält: 1: Valentin Talgaga (Josef) an Antonie (Toni) Talaga, um 1930/1931: Talaga schreibt u.a. von einem Auftrag von Karl Neidhart, der sich aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland anders als gedacht gestalten wird. Involviert dabei ist auch ein Herr (Architekt?) Frenzel und es geht um Städtebau. Talaga will in diesem Fall vermitteln, um Herrn Frenzel den Auftrag zu verschaffen. 2: Valentin Talaga (Josef) an Antonie Talaga (Toni), um Herbst 1930: Talaga erzählt, dass Margarete Neidhart für drei Tage zu Besuch war und sie eingesehen hat, dass Talaga doch länger in Paris bleiben muss (ihr ging es dabei um den Zeichenunterricht, den sie von Talaga erhielt, sodass sie von da an öfters zu ihm reisen wolle), weil es für ihn wichtig ist. Außerdem war Karli Sohn-Rethel zu Besuch zusammen mit Max Pfeiffer Watenphul. Jener beglückwünschte Talaga, wie sehr sich sein künstlerisches Können in der kurzen Zeit in Meudon verbessert habe. Er berichtet weiter, dass er wohl schon im November kurz nach Deutschland wegen eines Auftrags in Herne kommen müsse, für den er 400 Mark erhalten werde. Talaga spricht außerdem von einem zu seinen Ungunsten ausgegangenenProzess und den Gerichtskosten, für die er und eine andere Person 75 Francs zu zahlen hätten. Er bittet seine Schwester daher, ihm Geld zu schicken, da sonst eine Haftstrafe drohe. 3: Valentin Talaga an seine Familie, nach Pfingsten 1931: Er bittet, dass seine Familie ihm Post schicken möge und dass er ihnen ein Bild von sich im Garten schicken werde, dass Kurt Voss gemacht hat, der über die Pfingstferien in Meudon zu Besuch war. Außerdem war Margarete Neidhart für acht Wochen zu Besuch, sodass Talaga nicht zum Arbeiten kam, nun jedoch drei Bilder in 14 Tagen fertigen konnte; die Zeit hier tue ihm und seiner Kunst sehr gut. Er erinnert sich an den vergangenen Sommer, den er bei seiner Familie verbrachte und dass die Zeit im elterlichen Garten ihn dazu bewogen habe, eine andere Kunstart einzuschlagen. Talaga erzählt von seinem Alltag und wie teuer es in Frankreich ist, aber zum Beispiel Farben dort wesentlich billiger und besser seien als in Deutschland. Herr Frenzel war nicht bei Talaga, aber er lässt ihm ausrichten, Karl Neidhart werde den Auftrag einrichten können (siehe Brief 1). 4: Leerer Umschlag an Antonie Talaga von Valentin Talaga, vermutlich einem der Briefe zugehörig. Rückseitige Notiz: "Wenn Toni noch in Köln sein sollte, bitte diesen Brief sofort nachschicken."
ca. Din-A 4
Archivale
Person 2 (Funktion): Empfänger
Person 2: Talaga, Antonie
Person 1 (Funktion): Absender
Person 1: Talaga, Valentin
Person 2: Talaga, Antonie
Person 1 (Funktion): Absender
Person 1: Talaga, Valentin
Neidhart, Karl - Ehemann von Margarete Neidhart
Neidhart, Margarete, geb. Elshorst - Malerin, Schriftstellerin
Pfeiffer Watenphul, Max - Maler
Sohn-Rethel, Karli - Maler, Bruder von Otto und Alfred Sohn-Rethel
Talaga, Antonie - Schwester von Valentin Talaga
Voss, Dr. Kurt - Kölner Kunstsammler
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:09 MEZ