Nachlass von Hausen, Max Clemens (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
NL von Hausen
Stadtarchiv Münster (Archivtektonik) >> Nichtamtliches Archivgut >> Nachlässe natürlicher Personen, Familien- und Hofarchive >> Nachnamen T - Z
[1951-01-01/1952-12-31]
Laufzeit: 1903-1961 Umfang: 12 Verzeichnungseinheiten (0,3 lfm.) Zitierung: StdAMs, Nachlass von Hausen, Nr. ... Bestandsgeschichte: Der Nachlass des Architekten Prof. Max Clemens von Hausen wurde dem Stadtarchiv im Juli 2019 als Depositum überlassen und dort im Dezember 2022 vorverzeichnet und vorbewertet. Der Nachlass umfasst eine Mappe mit ca. 60 Zeichnungen, Plänen, Fotos und einem Vortrag zu Bauvorhaben und bildet insgesamt 11 Verzeichnungseinheiten. Lebensdaten: Der deutsche Architekt und Hochschullehrer Max Clemens von Hausen wurde am 25. Oktober 1919 als erstes von acht Kindern in Münster geboren. Nach seiner Schulzeit und Maurerlehre im Bauunternehmen seines Vaters besuchte er bis 1937 die Staatsbauschule in Münster. Nach dem dreijährigen Kriegseinsatz als Frontsoldat in Russland und schwerer Verwundung konnte er ab 1944 sein Studium an der Staatshochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar wieder aufnehmen. Von 1947 bis 1949 besuchte er die Technische Hochschule Karlsruhe. Sein Lehrer und Architekt Egon Eiermann hat ihn in seiner Wahrnehmung sensibilisiert und ihm eine besondere Auffassung von Architektur mitgegeben. Mit seiner Entwurfsserie für eine Diaspora-Kirche machte von Hausen sich den Namen und wurde 1949 in seiner Heimatstadt als selbstständiger Architekt tätig. Dort realisierte er ab 1950 die ersten Projekte wie zum Beispiel das Wohnhaus für Dr. Ludwig Klockenbusch, den Theologen und späteren Vorsitzender der Kunstkommission im Bistum Münster, der den jungen Architekten zu einem Gegenentwurf für ein neues Stadttheater in Münster ermunterte. Von Hausen schloss sich daraufhin im Jahr 1952 mit Harald Deilmann, Ortwin Rave und Werner Ruhnau zum Architektenteam zusammen, das bis 1955 bestand. Nach erfolgreicher Ausführung des Theaterbaus gelang es dem Architektenteam auch den Wettbewerb zum Neubau des Stadttheaters in Gelsenkirchen zu gewinnen, den später Ruhnau umsetzte. Während Deilmann und Ruhnau eigene Büros gründeten, entwickelte sich ab 1959 zwischen Ortwin Rave und von Hausen eine lebenslange Büropartnerschaft, in der sie bis 1987 zahlreiche Profan- und Sakralbauten sowie Entwürfe für Möbel und Skulpturen ausführten. Während der unterschiedlichen Bauprojekte arbeitete von Hausen auch mit vielen Künstlern zusammen, u. a. mit Joseph Beuys, Victor Bonato, Norbert Kricke, Thomas Lenk und Georg Karl Pfahler. In allen seinen schöpferischen Tätigkeiten vereinte er praktische Nutzung mit seiner persönlichen Formensprache und seinen ästhetischen Vorstellungen. So war für ihn die Architektur ein Ausdruck der "Möglichkeit eines individuellen Lebens". Er machte, was er für richtig hielt, aber in einer Einheit mit den Menschen, für die er arbeitete. Er strebte nicht nach Geld, Anerkennung oder Selbstverwirklichung, sondern durch sein Handeln zu einem Werk zu finden, das eine Bereicherung für die Allgemeinheit sein würde. Von 1972 bis 1989 lehrte er an den Kunstakademien Düsseldorf und Münster. Aus seiner im Jahr 1943 geschlossene Ehe mit Maria Agnes Isabella gingen drei Söhne hervor. Sein jüngster Sohn Christoph von Hausen (1951-2008) wurde ebenfalls Architekt. Max Clemens von Hausen starb am 9. März 1995 in Lanzarote, Spanien, im Alter von 76 Jahren. Inhalt: Der Nachlass umfasst eine Mappe mit ca. 60 Zeichnungen, Plänen, Grundrissen, Fotos mit Diafilmen sowie Vorträge und bildet insgesamt 11 Verzeichnungseinheiten. Darunter befinden sich die Unterlagen zum Wohnhaus für Herrn Dr. Ludwig Klockenbusch, zum Wohnhaus für Herrn Uttenweiler-Evermann, zum Haus für eine kinderreiche Familie mit 7 Kindern, zum Wohnhaus Heine und Dr. Faßer (Arzthäuser) sowie zum kleinen Wohnhaus im Garten für Herrn König in Telgte und Boots- und Aufenthaltsraum für die Freunde des Rudersports in Telgte. Außerdem liegen noch zahlreiche Zeichnungen zu unterschiedlichen Rekonstruktionen, zur Umkleide für Jungen und Mädchen der Jugendburg in Gemen und zur Baukunde und zur Stadt- und Siedlungsplanung vor. Literatur: Gisela van Nuland und Christoph von Hausen: Max von Hausen. Architekt und Künstler 1919-1995, Münster 2006 (Sig. 1 KUL 200-030)
Vorwort: Zitierung: StdAMs, Nachlass von Hausen, Nr. ...
Bestandsgeschichte:
Der Nachlass des Architekten Prof. Max Clemens von Hausen wurde dem Stadtarchiv im Juli 2019 als Depositum überlassen und dort im Dezember 2022 vorverzeichnet und vorbewertet. Der Nachlass umfasst eine Mappe mit ca. 60 Zeichnungen, Plänen, Fotos und einem Vortrag zu Bauvorhaben und bildet insgesamt 11 Verzeichnungseinheiten.
Lebensdaten:
Der deutsche Architekt und Hochschullehrer Max Clemens von Hausen wurde am 25. Oktober 1919 als erstes von acht Kindern in Münster geboren. Nach seiner Schulzeit und Maurerlehre im Bauunternehmen seines Vaters besuchte er bis 1937 die Staatsbauschule in Münster. Nach dem dreijährigen Kriegseinsatz als Frontsoldat in Russland und schwerer Verwundung konnte er ab 1944 sein Studium an der Staatshochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar wieder aufnehmen. Von 1947 bis 1949 besuchte er die Technische Hochschule Karlsruhe. Sein Lehrer und Architekt Egon Eiermann hat ihn in seiner Wahrnehmung sensibilisiert und ihm eine besondere Auffassung von Architektur mitgegeben.
Mit seiner Entwurfsserie für eine Diaspora-Kirche machte von Hausen sich den Namen und wurde 1949 in seiner Heimatstadt als selbstständiger Architekt tätig. Dort realisierte er ab 1950 die ersten Projekte wie zum Beispiel das Wohnhaus für Dr. Ludwig Klockenbusch, den Theologen und späteren Vorsitzender der Kunstkommission im Bistum Münster, der den jungen Architekten zu einem Gegenentwurf für ein neues Stadttheater in Münster ermunterte. Von Hausen schloss sich daraufhin im Jahr 1952 mit Harald Deilmann, Ortwin Rave und Werner Ruhnau zum Architektenteam zusammen, das bis 1955 bestand. Nach erfolgreicher Ausführung des Theaterbaus gelang es dem Architektenteam auch den Wettbewerb zum Neubau des Stadttheaters in Gelsenkirchen zu gewinnen, den später Ruhnau umsetzte. Während Deilmann und Ruhnau eigene Büros gründeten, entwickelte sich ab 1959 zwischen Ortwin Rave und von Hausen eine lebenslange Büropartnerschaft, in der sie bis 1987 zahlreiche Profan- und Sakralbauten sowie Entwürfe für Möbel und Skulpturen ausführten. Während der unterschiedlichen Bauprojekte arbeitete von Hausen auch mit vielen Künstlern zusammen, u. a. mit Joseph Beuys, Victor Bonato, Norbert Kricke, Thomas Lenk und Georg Karl Pfahler. In allen seinen schöpferischen Tätigkeiten vereinte er praktische Nutzung mit seiner persönlichen Formensprache und seinen ästhetischen Vorstellungen. So war für ihn die Architektur ein Ausdruck der "Möglichkeit eines individuellen Lebens". Er machte, was er für richtig hielt, aber in einer Einheit mit den Menschen, für die er arbeitete. Er strebte nicht nach Geld, Anerkennung oder Selbstverwirklichung, sondern durch sein Handeln zu einem Werk zu finden, das eine Bereicherung für die Allgemeinheit sein würde.
Von 1972 bis 1989 lehrte er an den Kunstakademien Düsseldorf und Münster. Aus seiner im Jahr 1943 geschlossene Ehe mit Maria Agnes Isabella gingen drei Söhne hervor. Sein jüngster Sohn Christoph von Hausen (1951-2008) wurde ebenfalls Architekt.
Max Clemens von Hausen starb am 9. März 1995 in Lanzarote, Spanien, im Alter von 76 Jahren.
Inhalt:
Der Nachlass umfasst eine Mappe mit ca. 60 Zeichnungen, Plänen, Grundrissen, Fotos mit Diafilmen sowie Vorträge und bildet insgesamt 11 Verzeichnungseinheiten. Darunter befinden sich die Unterlagen zum Wohnhaus für Herrn Dr. Ludwig Klockenbusch, zum Wohnhaus für Herrn Uttenweiler-Evermann, zum Haus für eine kinderreiche Familie mit 7 Kindern, zum Wohnhaus Heine und Dr. Faßer (Arzthäuser) sowie zum kleinen Wohnhaus im Garten für Herrn König in Telgte und Boots- und Aufenthaltsraum für die Freunde des Rudersports in Telgte. Außerdem liegen noch zahlreiche Zeichnungen zu unterschiedlichen Rekonstruktionen, zur Umkleide für Jungen und Mädchen der Jugendburg in Gemen und zur Baukunde und zur Stadt- und Siedlungsplanung vor.
Literatur:
Gisela van Nuland und Christoph von Hausen: Max von Hausen. Architekt und Künstler 1919-1995, Münster 2006 (Sig. 1 KUL 200-030)
Vorwort: Zitierung: StdAMs, Nachlass von Hausen, Nr. ...
Bestandsgeschichte:
Der Nachlass des Architekten Prof. Max Clemens von Hausen wurde dem Stadtarchiv im Juli 2019 als Depositum überlassen und dort im Dezember 2022 vorverzeichnet und vorbewertet. Der Nachlass umfasst eine Mappe mit ca. 60 Zeichnungen, Plänen, Fotos und einem Vortrag zu Bauvorhaben und bildet insgesamt 11 Verzeichnungseinheiten.
Lebensdaten:
Der deutsche Architekt und Hochschullehrer Max Clemens von Hausen wurde am 25. Oktober 1919 als erstes von acht Kindern in Münster geboren. Nach seiner Schulzeit und Maurerlehre im Bauunternehmen seines Vaters besuchte er bis 1937 die Staatsbauschule in Münster. Nach dem dreijährigen Kriegseinsatz als Frontsoldat in Russland und schwerer Verwundung konnte er ab 1944 sein Studium an der Staatshochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar wieder aufnehmen. Von 1947 bis 1949 besuchte er die Technische Hochschule Karlsruhe. Sein Lehrer und Architekt Egon Eiermann hat ihn in seiner Wahrnehmung sensibilisiert und ihm eine besondere Auffassung von Architektur mitgegeben.
Mit seiner Entwurfsserie für eine Diaspora-Kirche machte von Hausen sich den Namen und wurde 1949 in seiner Heimatstadt als selbstständiger Architekt tätig. Dort realisierte er ab 1950 die ersten Projekte wie zum Beispiel das Wohnhaus für Dr. Ludwig Klockenbusch, den Theologen und späteren Vorsitzender der Kunstkommission im Bistum Münster, der den jungen Architekten zu einem Gegenentwurf für ein neues Stadttheater in Münster ermunterte. Von Hausen schloss sich daraufhin im Jahr 1952 mit Harald Deilmann, Ortwin Rave und Werner Ruhnau zum Architektenteam zusammen, das bis 1955 bestand. Nach erfolgreicher Ausführung des Theaterbaus gelang es dem Architektenteam auch den Wettbewerb zum Neubau des Stadttheaters in Gelsenkirchen zu gewinnen, den später Ruhnau umsetzte. Während Deilmann und Ruhnau eigene Büros gründeten, entwickelte sich ab 1959 zwischen Ortwin Rave und von Hausen eine lebenslange Büropartnerschaft, in der sie bis 1987 zahlreiche Profan- und Sakralbauten sowie Entwürfe für Möbel und Skulpturen ausführten. Während der unterschiedlichen Bauprojekte arbeitete von Hausen auch mit vielen Künstlern zusammen, u. a. mit Joseph Beuys, Victor Bonato, Norbert Kricke, Thomas Lenk und Georg Karl Pfahler. In allen seinen schöpferischen Tätigkeiten vereinte er praktische Nutzung mit seiner persönlichen Formensprache und seinen ästhetischen Vorstellungen. So war für ihn die Architektur ein Ausdruck der "Möglichkeit eines individuellen Lebens". Er machte, was er für richtig hielt, aber in einer Einheit mit den Menschen, für die er arbeitete. Er strebte nicht nach Geld, Anerkennung oder Selbstverwirklichung, sondern durch sein Handeln zu einem Werk zu finden, das eine Bereicherung für die Allgemeinheit sein würde.
Von 1972 bis 1989 lehrte er an den Kunstakademien Düsseldorf und Münster. Aus seiner im Jahr 1943 geschlossene Ehe mit Maria Agnes Isabella gingen drei Söhne hervor. Sein jüngster Sohn Christoph von Hausen (1951-2008) wurde ebenfalls Architekt.
Max Clemens von Hausen starb am 9. März 1995 in Lanzarote, Spanien, im Alter von 76 Jahren.
Inhalt:
Der Nachlass umfasst eine Mappe mit ca. 60 Zeichnungen, Plänen, Grundrissen, Fotos mit Diafilmen sowie Vorträge und bildet insgesamt 11 Verzeichnungseinheiten. Darunter befinden sich die Unterlagen zum Wohnhaus für Herrn Dr. Ludwig Klockenbusch, zum Wohnhaus für Herrn Uttenweiler-Evermann, zum Haus für eine kinderreiche Familie mit 7 Kindern, zum Wohnhaus Heine und Dr. Faßer (Arzthäuser) sowie zum kleinen Wohnhaus im Garten für Herrn König in Telgte und Boots- und Aufenthaltsraum für die Freunde des Rudersports in Telgte. Außerdem liegen noch zahlreiche Zeichnungen zu unterschiedlichen Rekonstruktionen, zur Umkleide für Jungen und Mädchen der Jugendburg in Gemen und zur Baukunde und zur Stadt- und Siedlungsplanung vor.
Literatur:
Gisela van Nuland und Christoph von Hausen: Max von Hausen. Architekt und Künstler 1919-1995, Münster 2006 (Sig. 1 KUL 200-030)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ